9. Arbeitstagung der Sache des Volkes (SdV)

Kader, Aktivisten und Bündnispartner der „Sache des Volkes“ (SdV) trafen sich am 10.-11. April 2010 in Franken, um die bisherige politische Arbeit und Verbesserungsmöglichkeiten zu diskutieren. Ziel des Treffens war außerdem ein besseres Kennenlernen der SdV-Kader und ein weiterer Organisationsaufbau und Vernetzung der SdV. In diesem Zusammenhang wurde die neue Süddeutschland-Seite der SdV als wichtiges Projekt vorgestellt (Siehe: https://sachedesvolkes.wordpress.com/).

Des weiteren standen Grundsatzvorträge und Seminarbeiträge auf dem Programm. Die Veranstaltungsbezeichnung „Arbeitstagung“ kam dadurch zum Ausdruck, daß viel Zeit für Diskussion der Teilnehmer mit den Referenten eingeräumt wurde. Im Mittelpunkt dieses Konzepts steht die Mitarbeit von theoretisch interessierten Praktikern – im Gegensatz zur reinen Konsumhaltung auf manchen rechten Seminaren.

In bewährter Qualität hielt Martin Laus am Samstag eine Powerpointpräsentation über Nationalismus. Dabei ging der Referent speziell auf die theoretischen Grundlagen des Nationalismus anhand des lebensrichtigen Menschenbildes ein. Laus legte Wert darauf, daß der Faktenapparat und der Ethikapparat zwar beide zu berücksichtigen, aber keinesfalls zu vermischen seien. Hierbei würden gerade im Nationalen Widerstand viele Fehler gemacht. Da Nationalisten in der Regel Rassenmischung ablehnten, weil ihnen dies aus verschiedenen Gründen nicht gefalle (Ethikapparat), hielten sie nicht selten die Abschottung der Rassen für „natürlich“. Aus diesem Fehlschluß heraus entsteht die Vorstellung einer „Artgemeinschaft“, die dem Wunsch entspreche (Ethikapparat), daß Menschen unterschiedlicher Rasse keine gemeinsamen Nachkommen zeugen könnten. Nun sehe aber die Natur die Möglichkeit vor, daß sich Rassen mischen könnten (Faktenapparat). Indem nun aber die eigene Ethik mit den (falschen) Fakten gleichgesetzt werde, entstehe eine falsche Wirklichkeit, die nur im rechten Ghetto bestehe. Hätte man zuvor sauber Ethik und Fakten unterschieden, wäre man zu dem Ergebnis gelangt, daß man den Erhalt der geschichtlich entstandenen Völker nur künstlich (keinesfalls biologisch) mittels staatlichem Grenzregime erreichen könne.

Am Sonntag ging es auch gleich weiter mit einem weiteren Vortag von Martin Laus. „Demonstrationen – mit welchem Ziel?“ lautete das Thema. Hierbei analysierte Laus das Pro und Contra von Demonstrationen. Was will man mit Demonstrationen erreichen? Und wie wirken diese auf die Bevölkerung? Lauteten die Fragen. Auch im Hinblick auf die immer stärker werdenden Repressionen und Demo-Verbote seitens des Systems müsse der Nationale Widerstand geeignete Strategien und Gegenkonzepte entwerfen. Laus bettete seine Ausführungen in einen strategischen Gesamtansatz ein. Demnach habe jeder taktische Maßnahme wie Demos sich an einer Strategie auszurichten. Schade die taktische Maßnahme der Strategie, so sei diese zu unterlassen. Taktische Maßnahmen seien nur erwünscht, sofern diese auf das Erreichen des strategischen Gesamtziels zuarbeiteten.

Das strategische Gesamtziel könne nur die Machtergreifung einer nationalen Gruppe in Deutschland sein – mit dem Ziel der nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes. Als taktische Zwischenschritte seien zum Beispiel Flugblattverteilungen, Demos, Wahlantritte, Parlamentsarbeit denkbar. Wenn allerdings eine Demo in bezug auf das Erscheinungsbild und das Verhalten der Teilnehmer die nationale Bewegung weiterhin vom Volk fernhalte, sei diese Maßnahme zu unterlassen. Es sei deshalb darauf hinzuarbeiten, daß das Erscheinungsbild einladend auf „Normalos“ wirke und Gewalt auf Demos – sofern überhaupt nötig – sparsam und zielgerichtet eingesetzt werde. Hingegen schade „erlebnisorientierter Gewalttourismus“ dem Anliegen der zielorientierten politischen Strategie. Sinnlose Gewalt wirke auf „Normalos“ abschreckend und ermögliche der Systempresse kriminalisierende Berichte, bei denen auch die Fakten einseitig oder verzerrend dargestellt werden.

Einen weiteren strategisch bestimmten Vortrag lieferte Jürgen Schwab, der den Inhalt von zwei Kolumnen vorstellte und zur Diskussion stellte.
(Siehe:https://sachedesvolkes.wordpress.com/2010/03/31/die-fraktionen-im-nationalen-widerstand/;https://sachedesvolkes.wordpress.com/2010/04/01/politik-statt-scheinmoral/)

Es ging dabei um die Fraktionen im Nationalen Widerstand, die auch unter „Sächsischer Weg“, „Bayrischer Weg“ und „Deutscher Weg“ firmieren. Schwabs Anliegen ist es, die nationalrevolutionäre Systemkritik sowie die Propagierung von politischen Alternativen in der Staats- und Wirtschaftspolitik voranzutreiben, während Rechtspopulisten sich irgendwann mit ihrem persönlichen Erfolg im Rahmen des Systems begnügten und NS-Traditionalisten häufig eine vom Volk isolierte Parallelwelt bildeten.

Zudem gab noch Anatoli Ganshorn von der NPD (Unterfranken) und Vertreter der Rußlanddeutschen Konservativen einen kurzen Überblick über die Arbeit der Rußlanddeutschen in der NPD. Dabei ging Ganshorn speziell auf die sozialen und gesellschaftlichen Probleme der „Spätaussiedler“ in ihre Neuen (Alten) Heimat ein. Die Teilnehmer der Arbeitstagung waren sich mit dem Referenten darin einig, daß die national eingestellten Rußlanddeutschen zwei Themen in den Vordergrund stellen sollten: A) In der Innenpolitik die Überwindung der sozialen Benachteiligung und gesellschaftlichen Ausgrenzung und Stigmatisierung der Rußlanddeutschen im Vergleich zu anderen, nicht-deutschen und gerne verhätschelten Migrantengruppen (wie Türken); B) die Verbesserung des deutsch-russischen Verhältnisses in der Außenpolitik. Hier sollten die nationalen Rußlanddeutschen aufgrund ihrer binationalen Erfahrungen und Zweisprachigkeit als „Brücke“ zwischen beiden Völkern dienen. Dies vor allem im Hinblick auf die Hetze gegen die russische Regierung und den russischen Staatspräsidenten in den BRD-Medien. Daneben könnten noch Fragen des Geschichtsrevisionismus wie die Schuldfrage am Zweiten Weltkrieg eine Rolle spielen. Dieses Thema könne aber auch in Richtung Spaltung zwischen Deutschen und Russen fehlschlagen, wurde von einem Teilnehmer eingewandt.

Erfeulich ist aus Sicht der „Sache des Volkes“, daß auf der Weltnetzseite der nationalen Rußlanddeutschen das SdV-Flugblatt „Die deutsche Linke ist volksfeindlich!“ in russische Sprache übersetzt wurde (Siehe:http://www.volksdeutsche-stimme.de/aktuell/lfiende_170310.htm ).

Abschließend bedankte sich Jürgen Schwab bei den Teilnehmern und wünschte ihnen eine gute Heimreise

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