Können Gutmenschen ein KZ betreiben?

Der undogmatische italienische Sozialist und Kommunist Ignazio Silone schien es zu Lebzeiten schon geahnt zu haben. Der Faschismus kommt wieder aber in einer anderen Form. „Der Faschismus von heute sagt nicht: Ich bin der Faschismus. Er sagt: Ich bin der Antifaschismus“, so Silone. In der oberpfälzischen Stadt Regensburg, immerhin eine der größten Städte des Freistaates Bayern, mit einer reichen historischen Tradition und Geschichte, haben offensichtlich längst wieder Faschisten die Macht ergriffen. So kopieren diverse Gaststädten in Regensburg

…..siehe: http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gYNgw8lLIzfDHzt9jYe5gxGjx3qA

unter neofaschistischen Vorzeichen, die Methoden der alten Faschisten

siehe: http://forge.fh-potsdam.de/~SWABD/gesetze.htm

Die Neofaschisten bedienen sich natürlich auch moderner Methoden des heutigen Pressebetriebes, so erklärt eine „Pressesprecherin“ Namens Helga Hanusa von einer sogenannten „Landeskoordinationsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus“: „Wir wollen mit der Erklärung, dass Nazis nicht bedient werden, ein Zeichen setzen. Noch ist sie nicht gedruckt. Aber das haben wir vor und dann können die Wirte sie in ihren Betrieben aushängen. Über ein optisches Signal, einen Aufkleber oder ein Logo am Eingang etwa, muss noch beraten werden.” Dabei haben die Regensburger Faschisten nur von preußischen Faschisten abgekupfert! Dort erteilt man schließlich Personen mit mißliebigen Meinungen ein Hotelverbot.

Siehe: http://de.altermedia.info/general/hotelverbot-fur-npd-chef-udo-voigt-30-12-09_38870.html

Die Neofaschisten in Regensburg sind sich natürlich darüber im klaren, dass die Ausgrenzung und Diskriminierung auch öffentlich gemacht werden muss. In einem Aufruf ist man natürlich dazu übergegangen, in alter Tradition eines Propagandaministeriums, die Tatsachen zu verdrehen. So behauptet man das die Ausgrenzung und Verfolgung von Andersdenkenden der „Toleranz“ diene. Gegen Ende der Erklärung geht man dazu über, diese diskriminierende Maßnahme auf einen möglichst breiten Personenkreis auszudehnen. „Nazis und andere Rassisten“, hätten nichts in den Räumlichkeiten der neofaschistischen Kneipen und Gaststätten zu suchen.

Siehe: http://www.regensburg-digital.de/wp-content/uploads/2010/08/Erklärung-Gastronomie-gegen-Nazis-und-Rassisten.pdf

Nun wird zum einem nicht erklärt was einen Nazi oder „anderen Rassisten“ ausmacht und woran man diese erkenne. Aber laut diversen Gutmenschen-Studien zum „Rechtsextremismus“ müssen dies etwa 15 bis 20 Prozent der Deutschen sein. In Bayern selbst sei dieses Potential unter den Westdeutschen Bundesländern mitunter am stärksten ausgebildet. Die Neofaschisten haben also insbesondere im Freistaat also folglich viel zu tun.

Dabei beschränkt sich der Mut und die „Zivilcourage“ der Gutmenschen-Faschisten höchstens auf den Mut derjenigen Bürger die ab 1933 ihre jüdischen Nachbarn, kommunistischen Arbeitskollegen oder sozialdemokratischen Kunden aussperrten, drangsalierten oder bei staatlichen Stellen diffamierten. Wer „nur“ ausgesperrt oder „gemobt“ wurde, wie man heute neudeutsch sagt, der hatte durchaus noch Glück im Unglück. Im schlimmeren Fall wurde der jüdische Geschäftsinhaber oder KPD-Wähler von einer SA-Truppe übelst zugerichtet. Dabei kamen dann mitunter auch die niedersten Instinkte zum Vorschein. Manche hatten Freude und Vergnügen daran den ungeliebten Nachbarn oder Arbeitskollege zu quälen, zu erniedrigen, ihn der Lächerlichkeit preiszugeben. Bekanntlich sollte man aber auch noch zu ganz anderen Mitteln greifen. Die Verfolgung von politisch und religiös bzw. rassisch unliebsamen Deutschen sollte bis zur physischen Vernichtung dieser ausgreifen.

Heute glauben sich die Gutmenschen im Recht in dem sie „Rassisten“ aussperren und verfolgen. Die sogenannte „Antifa“ übernimmt dabei in diesem Staat die Rolle der damaligen SA. Gegen politisch missliebige Gruppen und Personen ist dabei auch das Mittel der Gewalt erlaubt und gestattet. Wofür sich gutmenschliche Bürger zu Schade ist, dies darf dann die „Antifa“ übernehmen. Dabei wird die „Antifa“ ständig in ihrer Überzeugung bestärkt, dass es das angeblich absolut Böse auszumerzen gelte. Presse, Fernsehen, Radio, Kulturveranstaltungen, Politiker aller Bundestagsparteien und Schattierungen sind darum bemüht, dass Feindbild und den Sündenbock ständig medial gegenwärtig zu halten. Hierbei schließt man nur an alte Traditionen an.

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_St%C3%BCrmer

Bei diesem Vorhaben machen dann auch allerlei Opportunisten mit. Also zum Beispiel ein Personenkreis, der es sich in den etablierten Staatsparteien bequem gemacht hat. In der bayrischen Regierungspartei – der CSU – dürfen diese Leute auch in ihrer Freizeit, in Hinterzimmern und Internetforen als „alte“ Faschisten auftreten. Der ehemalige Regensburger CSU-Funktionär Fürst hat im Partykeller gerne nach einigen Bieren das Horst Wesells Lied gegrölt, auch eine Hakenkreuzfahne soll dort gehangen haben, während ein billiger Pornostreifen lief. Mitglieder der Regensburger JU verschickten E-Mails unter den Kürzeln des Reichsjugendführers des 3. Reichs – Baldur von Schirach. Vor einigen Jahren sollen – so die Mittelbayrische Zeitung – bei Veranstaltungen der Regensburger JU, dass Horst Wessels und andere alte Lieder zum Besten gegeben worden sein.

Siehe: http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2007/03/31/a0146

Der Opportunismus ist auch bei Gastwirten am Werk, die nun fürchten ihren Geschäften nicht mehr nachgehen zu können. So findet man unter den Unterzeichnern des Gutmenschen-Aufrufs auch die Bar „Central“, die in der Vergangenheit gerne Geld von den nun auszuschließenden nahm. Nicht zu den Unterzeichnern gehört die „Gay Bar RelaX“, in der unter anderem die antideutsche Antifa in Regensburg ab und an tagt. Das könnte nun vielleicht daran liegen, dass man sich durch die Formulierung „und andere Rassisten“, dann doch irgendwie angesprochen fühlt. Schließlich referierte bei der antideutschen Antifa in Regensburg mit Thomas von der Osten-Sacken (Jungle World) ein ausgemachter Unterstützer von Geert Wilders, der es sich auf einem Webblog auch nicht nehmen ließ eine Demonstration des Vlaams Belang zu unterstützen.

Siehe: http://www.wadinet.de/blog/?p=505

Gestandene Marxisten werden wissen das Faschisten immer dann auf den Plan treten, wenn sich die kapitalisische Krise verschärft und der Besitzstand des Großkapitals und des Großbürgertums zur Disposition steht. In dieser Phase sucht man nach Sündenböcken gegen welchen sich der Zorn der Kleinbürger zu richten hat. Staatliche und halbstaatliche Stellen werden es dann nicht „nur“ bei der Verfolgung der Sündenböcke am Arbeitsplatz, im sozialen Umfeld usw. bewenden lassen, sondern zur Kasernierung und gar zur physischen Ausmerzung der Sündenböcke schreiten. In historischen Phasen der Vergangenheit wurden dann zumeist Konzentrationslager (KZ`s) eingerichtet. Dabei wissen die Gutmenschen das diese in Deutschland von ganz normalen Deutschen betrieben wurden.

Siehe: http://www.stern.de/politik/geschichte/kz-ravensbrueck-ganz-normale-frauen-529974.html

Auch der Kommandant des berüchtigten KZ Auschwitz Rudolf Höß soll ein ganz normaler „Bürger“ gewesen sein, so meinen zumindest viele Historiker unserer Zeit. Über Höß berichtet Wikipedia schließlich folgendes:

„Das Paradoxe an Rudolf Höß ist, dass er nicht der sadistische, rohe und brutale Massenmörder ist. Vielmehr ist er eher durchschnittlich, kleinbürgerlich, keineswegs bösartig, mit vielen Sekundärtugenden wie Ordnungsliebe, Pflichtbewusstsein und Naturverbundenheit ausgestattet. Diese Qualitäten haben ihn nicht vor Inhumanität, Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern und einer totalen Ausblendung jeglicher Moral und Ethik bewahrt. Er hat sein Pflichtbewusstsein und seine Sorgfalt in einer pervertierten Art und Weise in den Dienst der Massenmörder gestellt.“

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_H%C3%B6%C3%9F

Darum sollten sich die Gutmenschen des Jahres 2010 wirklich darüber Gedanken machen wie viel von Rudolf Höß vielleicht in dem ein oder anderen stecken mag. Schließlich soll sich Geschichte doch nicht wiederholen. Oder?

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