Klärung der Fronten in der NPD?

Innerhalb der NPD scheinen sich derzeit die Fronten zu klären. Was ich schon in einem früheren Artikel voraussagte, so kommt das NS-Spektrum gehörig unter Druck.

Siehe: http://www.freies-netz-sued.net/?p=2878

Diejenigen in diesem Spektrum, die am wenigsten begründen können, warum sie „Nationale Sozialisten“ sein wollen, wobei ja bei dieser Wortkombination der grammatische Schwerpunkt auf dem Hauptwort „Sozialisten“ liegt, geraten immer mehr in die Defensive. Politische Hochstapelei sollten nicht diejenigen betreiben, die sonst behaupten, auf preußische Bescheidenheit großen Wert zu legen.

Der publizistische Führer dieses Spektrums, das rechts von Otto Ernst Remer und Friedhelm Busse angesiedelt ist, nämlich Andreas Thierry, hat mit dem Rücktritt vom Parteivorstand der NPD und dem Austritt aus dieser Partei das politische Scheitern dieser Ausrichtung dokumentiert. Das wird bei diesen Leuten nicht zur Selbstprüfung, sondern zur Suche nach Sündenböcken führen. Es wäre allerdings falsch, jetzt den Rechtspopulisten auf den Leim zu gehen, die einen großen Aderlaß im Mitgliederbestand der NPD erhoffen.

Siehe: http://gesamtrechts.wordpress.com/2010/09/24/ex-bundesvorstandsmitglied-andreas-thierry-aus-npd-ausgetreten/#comments

Am besten ist es, wenn möglichst alle Nationalen Sozialisten, die politisch arbeiten wollen und den Schwerpunkt auf eine nationale Wahlpartei legen, in der NPD bleiben. Thierry repräsentiert überhaupt nicht „den NS“, sondern ein Auslaufmodell, das Ernst Nolte in seinem Buch „Der Faschismus in seiner Epoche“ behandelt hatte. Genauso kann man gerne auch alte Schlachten am Leipziger Völkerschlachtdenkmal in historischen Uniformen nachspielen. Jedem wie es ihm beliebt!

Ebenso ist es zu begrüßen, daß der NPD-Landesvorstand in NRW dem Politclown Axel Reitz die Mitgliedsaufnahme verweigert. Die Mannschaft um Claus Cremer beweist somit, daß in ihr viel Potential zur vielzitierten Politikfähigkeit steckt. Es dürfte uns allerdings nicht verwunden, daß die kleine Sekte an Nostalgikern in ihrer Ohmacht vermehrt zu Allmachtsphantasien übergehen wird. Denn wer davon träumt Zensor zu sein, aber nicht einmal darüber entscheiden darf, wer Altermedia- und DS-Autor sein darf, wird um so mehr seinen „Herrenmenschen“-Anspruch zu untermauern versuchen.

Die Fusion mit der DVU wird die NPD nicht nationalrevolutionärer machen. Eher das Gegenteil dürfte der Fall sein. Aber wäre ich Funktionär dieser Partei, so würde ich auch der Fusion zustimmen, da es zur Zeit einen Wettlauf in Sachen Mitglieder- und Wählerwachstum zwischen der NPD einerseits und Pros und Reps andererseits gibt. Dies hatte ich unlängst Christian Worch so mitgeteilt, als dieser in Nürnberg vor dem Kreisverband der DVU gesprochen und sich gegen die Fusion ausgesprochen hatte.

Das nationale Lager ruft nach einer schlagkräftigen nationalen Partei. Das ist die NPD heute noch nicht, sie ist allerdings die mit Abstand stärkste Partei im nationalen und rechten Spektrum bei uns im Land. Die Verbürgerlichung ist leider Gottes kaum aufzuhalten, allenfalls abzubremsen; auch der radikale Bürger Andreas Thierry konnte daran nichts ändern, weil es ihm an sozialistischen Inhalten fehlt. Aber vielleicht wird es irgendwann einmal in einer größeren NPD eine nationalrevolutionäre und sozialistische Plattform geben.

In einer weiteren wirtschaftlichen und sozialen Krise könnte ein solcher Parteiflügel – auch durch Unterstützung von außerhalb – an Stärke gewinnen. Wir Nationalrevolutionäre sollten die NPD-Führung immer wieder fragen, warum die Verstaatlichung der Privatbanken zwar lauthals 2008 in der Finanzkrise gefordert wurde, aber nicht im neuen Parteiprogramm steht?

Siehe: http://www.npd-fraktion-mv.de/components/com_pdf/pdf/1253551682.pdf

Siehe: http://www.npd.de/html/240/artikel/detail/1830/

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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