Neue Ausgabe von hier & jetzt erschienen

Die neue Ausgabe der „hier & jetzt“ enthält erstmals weit über 100 Seiten

Zum Jahresausklang 2010 liegt nun die sechzehnte Ausgabe der vom „Bildungswerk für Heimat und nationale Identität“ herausgegebenen Zeitschrift „hier & jetzt“ vor. Erstmals seit der im Jahr 2005 erschienenen ersten Nummer der Zeitschrift wird die „Schallmauer“ von 100 Seiten deutlich überschritten, wobei dem Leser nicht nur Darlegungen der Lage und politische Analysen, sondern wie gewohnt über die aufwendige graphische Ausgestaltung auch ein opulenter optischer Augenschmaus geboten werden – man wird inzwischen wohl ohne Übertreibung und Anmaßung behaupten dürfen, daß die „hier & jetzt“ die schönste Zeitschrift innerhalb der gesamten rechten und nationalen Publizistik ist.

In der Vorbereitung von Heft 16 war sich die Redaktion einig: Die Thesen von Thilo Sarrazin müssen diskutiert werden! Während die öffentliche Debatte über Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ dessen Inhalt weitgehend verfehlte, liefert Thorsten Thomsen in seinem Aufsatz „Sarrazin aus rechter Sicht“ eine gründliche Analyse von Sarrazins Buch – und weist beispielsweise darauf hin, daß sich Sarrazin explizit auf den umstrittenen amerikanischen Wissenschaftler Kevin B. Macdonald bezieht, der durch seine evolutionspsychologischen Deutungen des Judentums in den USA zum Skandalautor wurde. Thomsen kommt zu dem Schluß, daß Sarrazin klassisch rechten Positionen näher steht, als er es sich selbst eingestehen mag, daß aber umgekehrt auch die deutsche Rechte viel von Sarrazin lernen kann. Jürgen Schwab hingegen arbeitet in seinem Aufsatz zur Sarrazin-Debatte heraus, daß diesen noch viel vom politischen Nationalismus trennt.

Thilo Sarrazin versteht sich erklärtermaßen selbst als Autodidakt, der in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ zahlreiche bestehende wissenschaftliche Theorien verwendete, um zu einer Gesamtprognose über die Zukunft Deutschlands zu kommen. Der erste Wissenschaftler, der die Intelligenzforschung mit der Demographie verknüpfte und der damit Sarrazins Hauptthesen in seinem Buch „Die IQ-Falle“ um zehn Jahre vorwegnahm, war der Leipziger Biologe und Genealoge Volkmar Weiss. „Hier & Jetzt“ sprach mit dem Mann, der hinter Sarrazins Thesen steht – und der ebenso als einer der Väter der äußerst erfolgreichen qualitativen Bevölkerungspolitik der DDR gelten kann. „Hier & Jetzt“ unterhielt sich mit Volkmar Weiss über aufregende Kapitel in seinem Leben – über Intelligenzforschung und das Leben eines Genetikers in einem realsozialistischen Staat sowie über die Reaktion der Stasi auf seine Verbindung zum spiritus rector der Neuen Rechten, Alain de Benoist.

Der Publizist und Jurist Gerhard Frey äußert sich in einem weiteren Interview zur Sarrazin-Debatte und zur „National-Zeitung“. Sarrazin, so Frey, sei kein Islam-Hasser und damit weit von einem Geert Wilders entfernt.

Er war einer der großen nationalrevolutionären Publizisten des 20. Jahrhunderts, gleichzeitig geriet er aber in den verschiedenen politischen Systemen zwischen die Mühlsteine des Weltbürgerkriegs: Die Rede ist von Ernst Niekisch, dem „Trotzki des Nationalsozialismus“. Jürgen Schwab versucht in einem ausführlichen Aufsatz, den „Niekisch ohne Maske“ zu fassen zu bekommen und – jenseits der Etikettierung als „Nationalbolschewist“ – seine wirklichen Grundüberzeugungen herauszuarbeiten.

Noch immer gehört es zum guten „demokratischen“ Ton, Preußen in der öffentlichen Debatte als Hort des Militarismus und der Reaktion anzuschwärzen. Arne Schimmer weist in seinem Aufsatz über „Preußentum und Sozialismus“ nach, daß die einzigartige preußische Symbiose zwischen Ordnung und Freiheit gerade auf dem Gebiet des Ökonomischen zur Herausbildung eines einzigartigen „preußischen Sonderwegs“ führte, der bis heute in den wirtschaftlichen Strukturen Deutschlands nachwirkt.

Hans-Dietrich Sander charakterisiert Preußen in seinem Aufsatz über „Preußentum und Technik“ als den Staat, der „so auf die Einheit von Wille und Form organisiert war, daß er die Technik zur Verwirklichung selbst abstraktester Vorstellungen geradezu erzwang.

Demokratie war gestern – und die selbsternannten Demokraten haben mit ihren immer größeren technischen Möglichkeiten den perfekten Überwachungsstaat geschaffen: Zu diesem Ergebnis kommt der stellvertretende NPD-Vorsitzende Karl Richter in seinem Aufsatz „Der Moloch“.

Für Holger Szymanski steht fest, daß Thorsten Hinz mit seinem Buch „Die Psychologie der Niederlage“ das neben Sarrazin wichtigste Buch des Jahres geschrieben hat. Hinz, so Szymanski, habe eine Tiefenanalyse jener deutschen Mentalität vorgelegt, die die Politik romantisch verklärt und die Realitäten deshalb allzu schnell vergißt.

Heft 16 enthält – wie gewohnt – zahlreiche andere Aufsätze und Rezensionen; unter anderem von Angelika Willig, Dominik Schwarzenberger, Friedrich Baunack, Berthold Lauterbach, Wolfgang Bendel und Per Lennart Aae und läßt dabei wie immer die Artikulation verschiedene Strömungen und Positionen innerhalb der nationalen Opposition zu.

Das 120 Seiten starke Heft kostet 7,50 Euro und kann entweder über die Postadresse des Bildungswerks (PF 320133, 01013 Dresden) oder über die E-Post-Adresse vertrieb@hier-und-jetzt-magazin.de bezogen werden.

Hugo Fischer

Siehe

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