Dummfaschisten(3)

“Der Kapitalismus ist der fortwährende Appell an die niedersten Instinkte des Menschen!”

Michael Kühnen

Den allermeisten deutschen Nationalisten die im Nationalen Widerstand tätig sind, sollte man zugestehen, dass es sich bei diesen um politische Idealisten handelt, denen es um den Erhalt ihres Volkes geht. Deutsche Nationalisten nehmen durch ihr politisches Engagement viele Nachteile im Privatleben, am Arbeitsplatz, an Schulen, Unversitäten, in ihrer Familienplanung, im nachbarschaftlichen Umfeld und manchmal auch im Freudeskreis in Kauf. Auf viele deutsche Nationalisten kann man sich auch auf kameradschaftlicher Ebene verlassen! Daneben gibt es aber auch bestimmte Individuen mit denen man aus moralischen oder sittlichen Gründen eigentlich nichts zu tun haben möchte. Nicht selten treibt sich diese Minderheit auch in den Kommentarspalten des bekannten nationalen Nachrichtenportals Altermedia herum. Minderwertigkeitskomplexe, mangelnde politische und soziale Intelligenz werden von diversen Internetnazis unpolitisch kanalisiert. Dies zeigte sich in der Kommentarspalte von Altermedia gerade aktuelle wieder anlässlich des 20. Todestages Michael Kühnens.

Siehe: http://de.altermedia.info/general/altermedia-kalenderblatt-fn-koln-erinnert-an-den-20-todestag-von-michael-kuhnen-25-04-11_64110.html

Im Nationalen Widerstand scheint es sicherlich eine gehäufte und überdurchschnittliche Anzahl an Psychopathen zu geben. Diese toben sich vornehmlich in Kommentarspalten und Internetforen aus, da sie im echten Leben oftmals zu feige sind ihre Schmähungen offen gegen Sündenböcke zu richten. Sicherlich ist vieles nicht ernst zu nehmen, zeichnet aber ein leider ein falsches, weil klischeehaftes Bild von der Lebenswirklichkeit deutscher Nationalisten. Diese Verhaltensgestörten schrecken viele „normale“ und intelligente Deutsche davon ab sich im Nationalen Widerstand zu betätigen. Scheinbar geht es einigen darum die Propaganda von Antifa und gutmenschelnden Betroffenheitsliberalen zu bestätigen.

Anlass für heftige Diskussionen war einmal mehr nicht das politische Wirken Michael Kühnens, sondern dessen Homosexualität und die damit einhergehende HIV-Erkrankung. Selbstverständlich könnte man vermuten, dass solche Diskussionen nur als „Scheindiskussionen“ von Antifanten, V-Männern und politischen Provokatueren von der „anderen Feldpostnummer“ geführt und inszeniert werden. So einfach dürfte die Antwort aber dann doch nicht sein! Zu häufig werden solche und ähnliche Diskussionen nicht nur in anderen nationalen Foren geführt, sondern gleichsam auch in Hinterzimmern und gar in diversen politischen Erklärungen. Davon zeugte doch schon in den 80er Jahren die Spaltung des NS-Flügels aufgrund Kühnens Homosexualität.

Zu Kühnens viel diskutierten Schrift „Nationalsozialismus und Homosexualität“ sollte man auch anonymer Internetnazi in den Kommentarspalten von Altermedia oder im Thiazi-Forum aber schon wissen was der konkrete Hintergrund dieser Broschüre war. 1981 wurde Johannes Bürger, damals Mitglied der „Aktion Nationaler Sozialisten“ (ANS) von eigenen „Kameraden“ ermordet. Man beschuldigte Bürger homosexuell zu sein. Angeblich kursierte damals in der ANS ein Aufruf zur Vernichtung von „Homosexuellen, Perversen und Verrätern“. Bürger wurde in Schwulenbar mit 21 Messerstichen hinterrücks ermordet. Interessant dürfte in diesem Zusammenhang wohl auch noch sein, dass der Haupttäter Michael Frühauf für den Staatsschutz arbeitete und nur einen Tag vor der Tat einen höheren Geldbetrag aus Kreisen des Staatsschutzes erhalten hatte. Die Täter, die vor Gericht zu ihrer Tat standen, sollten zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt werden.

Kühnens Broschüre diente auch dem Andenken an den Ermordeten Bürger und der inhaltlichen Distanzierung dieses unmenschlichen Verbrechens. Kühnen schrieb in einen Brief an den homosexuellen Kameraden Michel Caignet, dass die Veröffentlichung der Broschüre dem Umstand geschuldet sei, dass sich innerhalb der eigenen Bewegung viele nicht von dem Mord distanzieren wollten. Dies habe ihn schokiert, da er davon ausgegangen war, dass die Verurteilung des Mordes in seinem politischen Umfeld doch eigentlich „eindeutig“ und „einmütig“ erfolgen würde.

Das Kühnens eigene sexuelle Neigung hier auch eine Rolle gespielt hat, dies steht dann freilich auf einem ganz anderen Blatt. Kühnens merkwürdige Theorie wonach Homosexuelle die „Elite“ des deutschen Neo-NS zu bilden hätten ist freilich seinen eigenen sexuellen Vorlieben geschuldet und sollte doch auch in dieser Hinsicht verstanden werden. Die krude Vorstellung von nationalen homosexuellen Männerbünden als auserwählte und intelektuelle Elite der Nation lehnen deutsche Nationalisten deswegen nur sehr zurecht ab.

1986 wurde auf einem Treffen der „Gesinnungsmeienschaft der Neuen Front“ beschlossen, dass Homosexuelle als „Feinde der Bewegung“ anzusehen seien. In einem Manifest in der „Neuen Front – Publikation des Nationalen Widerstandes“ wurden Homosexuelle als „Verräter am deutschen Volk“ bezeichnet. Kühnen begründete daraufhin seinen Austritt das Gesinnungsgemeinschft der Neuen Front mit dem „Wahnsinn“ sich über solche Fragen zu streiten, angesichts der Tatsache, dass man einer „Welt von Feinden“ gegebüberstehe und man doch „jeden Kämpfer“ bräuchte. „Ich habe von Beginn an und bewußt niemals gefragt, welche Bett-, Trink- oder sonstigen privaten Gewohnheiten und Anlagen ein Kamerad mitbringt, sondern ob er sich im Kampf bewährt. Diese Haltung wird nunmehr als ‚Verrat’ bezeichnet. Das kann und will ich nicht hinnehmen!“, so Kühnen in seinem Austrittschreiben. Im übrigen hatte sich Kühnen öffentlich nie wirklich zu seiner eigenen Sexualität geäußert, auch wenn diese sicherlich im engeren Kreis ein mehr oder weniger offenes Geheimnis war.

Auf einem gesonderten Blatt stehen die Reaktionen auf Kühnens private Bettvorlieben. Hinter dem Forumsgeschreibe von Kühnen perversen Neigungen, Abartigkeit und ähnlichem stehen zumeist Minderwertigkeitskomplexe und geistige Beschränktheit. Anstatt über politische Inhalte diskutiert man lieber im pornographischen Ton über das Sexualleben verblichener Personen. Manche Dummfaschisten sind sich nicht einmal zu Schade oder zu Beschränkt um einen Briefwechsel zwischen Michael Kühnen und dem jüdischen Marxisten und Lyriker Erich Fried als „Liebesbriefe“ zu bezeichnen. In dem Briefwechsel ging es nun kaum um eine Liebesbeziehung, sondern darum, dass sich Fried für Kühnens Anrecht auf Meinungsfreiheit einsetzte. Wahrscheinlich geht es aber über das Vorstellungsvermögen bestimmter Dummfaschisten hinaus, dass sich auch Marxisten und jüdische Deutsch-Österreicher für die Meinungsfreiheit von bekennenden Nationalsozialisten einsetzen können.

Aber genaugenommen war ja – was die Phantasien der Dummfaschisten weiter anregen dürfte – Kühnen nicht Homo- sondern Bisexuell. Kühnens Verlobte Esther Wohlschläger sollte ja die „Deutsche Frauenfront“ (DF) ab dem Jahr 1989 leiten. Dummfaschisten werden bei dem Vornamen der Kühnen-Verlobten mit Sicherheit auch über über die sogenannte „Rassenschande“ spekulieren. Klischeenazis werden nun sicherlich auch darauf verweisen können, dass Kühnen die Saat des „Bolschewismus“ in den NW trug. Schließlich schätzte Kühnen laut eigenen Angaben auch Otto Strasser als „Mensch, Revolutionär und Patrioten“. Auch Kühnens Mitgliedschaft in der nationalmaoisischen KPD/Rote Fahne sowie der „Liga gegen den Imperialismus“ dürfte in diesem Spektrum das absurde Geschwätz von der „bolschewistischen“ Unterwanderung befruchten.

Dies alles soll von einer inhaltlichen Diskussion vermeiden. Bei aller berechtigten Kritik die man auch aus der Sicht sozialrevolutionärer Nationalisten an Michael Kühnen vorbringen mag, ist es doch unwahrscheinlich, dass sich Michael Kühnen ausgerechnet in der heutigen Situation des Klassenkampfes, der von oben nach unten gegen Arbeitslose, Unter- und Mittelschichten geführt wird, sich wie heutige führende Vertreter des NS-Spektrums auf die Seite der Reaktion geschlagen und an das angeblich ach so„gute“ Großkapital appelliert hätte.

Ehemalge Kühnen-Weggefährten wie Christian Worch sich heute eher im Lager der rechten Reaktion, zu verordnen die doch von Kühnen damals entschieden bekämpft wurde. Worchs Zionistenliebe und sein Einsatz für die Rest-DVU um den Herrn Wiechmann, dem es um die Treue zur FDGO geht, muss man dann schon als politische Bankrotterklärung werten. Leuten wie Axel Reitz geht es darum selbst gemäßigte Sozialismusmodelle in den Geruch „bolschewistischer Schreckensherrschaft“ zu bringen, während er selbst hofft, wie einst Adolf Hitler beim Düsseldorfer Industriellenclub Gehör und Anerkennung zu finden. Das Dummnazis die BRD zudem als „Demokratie“ bezeichnen ist schon als deutlicher Hinweis zu deuten, dass diese Leute über keine Analyse der oligarchischen Verhältnisse in dieser Republik verfügen. Wie die Zinsknechtschaft im Bündnis mit dem deutschen Großkapital gebrochen werden soll, dies hat bisher noch keiner der Vertreter der NS-Orthodoxie auch nur zu erklären versucht. Wie soll das auch funktionieren? Sollen deutsche Banker und Großindustrielle, die eng mit dem Bankenkapital verbunden sind, sich etwa selbst ihrer Gewinnquelle entledigen? Solche Vorstellungen haben nun natürlich wenig mit der politischen und wirtschaftlichen Realität zu tun, aber sehr viel mit maßloser Demagogie.

Schon Ernst Röhm wusste: „Reaktion und Revolution sind natürliche Todfeinde. Es führen keine Brücken hinüber und herüber, weil eines das andere ausschließt.“ Lassen wir zum Schluss doch noch einmal Michael Kühnen sprechen. „Stets war und bin ich zur Kameradschaft bereit, wo ich guten Willen zu erkennen vermag, stets aber wird man auf meinen kompromißlosen Widerstand stoßen, wo die Frontlinien zwischen Reaktion und Revolution zu verschwimmen drohen!“

SdV-Redaktion

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Kommentare

  • zweifünfnulleins  Am 28. April 2011 um 16:10

    Sehr guter Artikel!
    „Das reaktionäre Zeitalter des Bürgers weicht dem revolutionären Zeitalter des Arbeiters!“ -Michael Kühnen

  • sozrev  Am 28. April 2011 um 17:25

    Kühnens Kapitalismusbegriff war eher mangelhaft. Kühnen hat eher die Auswirkungen des Kapitalismus beschrieben, aber eigentlich nur mangelfhaft definiert was Kapitalismus sei Auch Kühnen hatte den Kapitalismus vor allem auf das Zinssystem bzw. die „Zinsknechtschaft“ verkürzt und ausdrücklich geleugnet das, dass Privateigentum an den Produktionsmitteln kennzeichnend für den Kapitalismus sei. Auch Kühnens Behauptung, das hinter der „Welthochfinanz“ vor allem der Zionismus stecke ist zweifelhaft. Also hinter deutschen, französischen und italienischen Zinskapitalisten stecken in der Regel immer noch Deutsche, Franzosen, Italiener und nicht unbedingt Zionisten. In manchen Fällen sicherlich deutsche, französische und italienische Zionisten.

    Beim Thema Klassenkampf war Kühnen aber weiter als heutige Vertreter des NS. So schrieb Kühnen: „Trotzdem anerkennt auch der Nationalsozialismus die Existenz von Klassenkämpfen, wobei sich Ausbeutercliquen und ausgebeutete Volksmassen gegenüberstehen.“ Allerdings folte sogleich die Einschränkung: „Der Klassenkampf beruht allerdings nicht auf dem Privateigentum an Produktionsmitteln, sondern auf der Zinsknechtschaft – und dies nicht nur innerstaatlich sondern auch international. Folglich stellt der Nationalsozialismus die Forderung auf nach Brechung der Zinsknechtschaft – etwa in Punkt 11 des Parteiprogramms der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei.“

    Kühnen bejahte aber den Klassenkampf – bei falscher Analyse – aber auch auf internationaler Ebene: „Der Klassenkampf ist eine internationale (Ausbeutung zinsabhängiger Völker) wie auch nationale Tatsache – und zwar sowohl in den Gesellschaftsordnungen des Liberalkapitälismus wie in denen des Marxismus. In diesem Klassenkampf steht der Nationalsozialismus als historischer Erbe der Arbeiterbewegung konsequent auf Seiten der Ausgebeuteten und für die Freiheit der Völker. Er beendet den Klassenkampf schließlich siegreich durch seine Ethik des Arbeitertums, durch Brechung der Zinsknechtschaft, Verwirklichung eines völkischen Sozialismus , sowie durch die Sozial- und Wirtschaftsordnung des Korporativismus – und schafft so eine wahre Volksgemeinschaft.“

    Zum Thema Privateigentum: „Privateigentum ist demnach nur solange und soweit ethisch gerechtfertigt, wie es sich nicht zum Schaden der Volksgemeinschaft auswirkt (s. auch Ethik). Unter diesen Gesichtspunkt wird nach der Revolution vor allen beim Privateigentum an Produktionsmitteln genauestens darauf geachtet werden, daß dessen Besitzer sich der staatlichen Rahmenplanung der nationalsozialistischen Volkswirtschaft fügen und an ihrer Durchsetzung und ihren Erfolg mitwirken (s. Planung) , um so die Freiheit der Volkswirtschaft als Teil der Freiheit einer Nation zu verwirklichen.“

  • zweifünfnulleins  Am 28. April 2011 um 20:35

    Thema Verstaatlichung/Vergesellschaftung:
    „Verstaatlichung aller Banken, Versicherungen und sonstigen finanzwirtschaftlicher Unternehmen, da die Kontrolle über Währung und Finanzen allein beim Staat liegen muß.

    Verstaatlichung aller bereits vergesellschafteten Betriebe, da deren anonyme und oft internationale Besitzverhältnisse die Freiheit und Unabhängigkeit der Volkswirtschaft, sowie ihre problemlose Planung und Lenkung bedrohen.

    Verstaatlichung von Schlüsselindustrien, die ohnehin zumeist vergesellschaftete Unternehmen sind, über die eine direkte Staatskontrolle notwendig ist, da von ihnen Unabhängigkeit und Gedeihen der Volkswirtschaft abhängig sind.“

    Außerdem: „Alle verstaatlichten Unternehmen, die einen nennenswerten Gewinn abwerfen, werden deshalb alsbald wieder vergesellschafet, wobei diesmal die Anteilscheine als unveräußerlicher Besitz des Arbeiters am Produktivvermögen an die Beschäftigten ausgegeben werden. Damit wird die Betriebsgemeinschaft als solche, Eigentümer des Unternehmens. “

    Kennst du einen einzigen Großkonzern in der westlichen Welt, der sich noch tatsächlich in der Hand eines einzelnen Unternehmers befindet?

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