Fällt Broder auf seine eigene Antisemitismus-Lüge herein ?

Henryk M. Broder ist ein schlauer Bursche, aber er tut immer so, als ob er nicht den Unterschied zwischen einem „Antizionisten“ und einem „Antisemiten“ kennen würde. Vor allem in der zionistischen Kampfpresse des Springerverlags haut er verbal wie wild um sich.

Siehe: http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article13392277/Linke-fallen-auf-eigene-Antisemitismus-Luege-herein.html

Anlaß ist der in der letzten Zeit von den Gutmenschen immer wieder erhobene Vorwurf des „Antisemitismus“ gegen den antiimperialistischen bzw. antizionistischen Flügel der Linkspartei. So hatte der Duisburger Kreisverband der Linkspartei zu einem Boykott gegen Waren aus Israel aufgerufen.

Siehe:
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/wahrheit-macht-frei/

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/studie-belastet-linkspartei/

http://www.pro-medienmagazin.de/politik.html?&news[action]=detail&news[id]=4040

Broders Begriffsstutzigkeit kann nur damit zusammenhängen, daß er selbst ein nationales Interesse an dieser auch von ihm ausgelösten Begriffsverwirrung besitzt. Schließlich kann es diesem Zionisten nur darum gehen, den Antisemitismus-Vorwurf auch auf Kritiker der brutalen Siedlungspolitik des zionistischen Staates Israel auszudehnen. Gerade in Deutschland wird dann jeder, der noch irgendwie Karriere machen oder in den etablierten Medien Gehör finden möchte, sich genau überlegen, ob er wirklich die Politik Israels gegenüber den Palästinensern öffentlich zu kritisieren gedenkt.

Aber möglicherweise ist Broder in diesem Falle gar nicht der „raffinierte“ Jude, für den ihn Antisemiten halten. Vielmehr scheint er auf seine eigene Antisemitismus-Lüge hereingefallen zu sein. Dann wäre es – semantisch gesehen – gar keine „Lüge“, sondern er würde nur unbewußt die Unwahrheiten für wahr halten, die er selbst verbreitet.

Broder amüsiert sich in seinem „Welt“-Artikel darüber, daß Gerhard Zwerenz schon in den 1970er Jahren feststellte, daß ein linker Antisemitismus „unmöglich” sei, denn für den linken DDR-Schriftsteller war und ist der „Antisemitismus […] rechts, national, biologistisch, rassistisch.”

Wenn man sich ausschließlich an den Fakten orientiert, so ist Zwerenz nicht zu widersprechen. Tatsächlich unterscheiden völkische und nationale Rechte aller möglichen Nationen die Menschen in Völker, Rassen und Kulturkreise. Die Antisemiten unter ihnen – ein prominentes Beispiel ist Adolf Hitler – warfen bzw. werfen den Juden vor Juden zu sein. Eine bestimmte Abstammung bzw. die Herkunft der Ahnen soll etwas Verwerfliches sein. In dem Wort „Antisemitismus“ ist schon die Information enthalten, daß Antisemiten den Juden die semitische Rasse vorwerfen. Ungeachtet des Umstandes, daß den heutigen Juden ein Rassengemisch aus semitisch-beduinischen, vorderasiatisch-armenoiden, europäiden u. a. Bestandteilen zugrunde liegt, worauf Salcia Landmann in ihrem Standardwerk einging, …

Siehe: http://www.amazon.de/Die-Juden-Rasse-Salcia-Landmann/dp/3809021881

… könnten Antisemiten auch den Palästinensern einen semitischen Rassenanteil vorwerfen.

Antizionisten hingegen kritisieren die Siedlungspolitik des Judenstaates Israel. Die Zionisten wiederum waren bzw. sind eine nationalistische Bewegung von Juden aus den europäischen Ländern, die schon in den 1880er Jahren wie der österreichische Jude Theodor Herzl nach einer eigenen Staatsgründung im „Heiligen Land“ strebten. Die Zionisten beziehen sich semantisch auf den hebräischen Namen einer historischen Burg namens „Zion“ bei Jerusalem.

Es ist demzufolge nicht zwangsläufig notwendig, daß ein Antizionist auch Antisemit ist. Bei marxistischen Linken, die sich vor allem auf den jüdischstämmigen Philosophen Karl Marx beziehen, ist nicht davon auszugehen, daß sie in größerer Zahl Antisemiten sind. Zumal die meisten Marxisten die Unterscheidung von Menschen in Völker und Rassen für unbegründeten „Rassismus“ halten und sowieso ablehnen.

Der Herr Broder sollte sich also einmal den Fakten zuwenden, auch wenn seine wahrheitswidrige Polemik den nationalen Interessen der Zionisten nützen mögen.

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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