Politiker, hört die Signale!

Norwegen werde seine Werte niemals aufgeben, meinte Premier Stoltenberg nach der Katastrophe von Oslo und Utoya. Wo lebt er denn? Mit der Aufnahme von Massen Fremder hat auch die norwegische Politklasse ein einst einzigartiges Land, dessen und seiner Menschen Art und Kultur wie auch deren Werte längst einer grundlegenden Veränderung preisgegeben.

Der österreichische Zeitungskommentator, der schreibt, der „Massenmörder“ habe seinen Feind „in dieser liberalen, multikulturellen Gesellschaft mit offenem Herzen für Flüchtlinge von überall“ gesehen, und der meint, diese den Interessen des norwegischen Volkes zuwiderlaufende Entwicklung nicht einmal hinterfragen zu müssen, ignoriert natürlich ebenfalls, daß eben diese Politik für ein anderes Norwegen allen möglichen Extremen Vorschub leistet.

Nicht zu unrecht fragt denn auch ein wachsamer Presse-Kommentator „…darf man andererseits verschweigen, was diesen (Attentäter) zu seiner Wahnsinnstat getrieben hat?“. Nein, man darf nicht, selbst wenn es einen pro-zionistischen Hintergrund geben sollte, gehörten alle Fakten auf den Tisch.

Fremd in der eigenen Heimat fühlen sich ja zurecht nicht nur „rechtsextreme“ Norweger, sondern bereits auch hunderttausende brave „von der Liebe zu Europa und unserer Kultur“, wie A.B. Breivik es formulierte, getriebene Nordländer. Doch sowohl deren Unmut an der Wahlurne wie auch die verzweifelten Signale von Einzelgängern im Internet wurden bisher von der regierenden Klasse so wenig wahr oder ernst genommen wie die greifbaren Ursachen selbst.

Daher haben diese lernunwilligen Politiker selbstverständlich solche Exzesse mit zu verantworten. Das gilt für eine Regierung, die zudem Milliarden in einem Staatsfonds bunkert, aber nicht fähig ist, einen zweiten Hubschrauber oder ein zweites Boot zu organisieren, erst recht. Wie viele Jugendliche mußten nicht deshalb ihr Leben lassen Herr Stoltenberg?

Doch die demokratischen Unschuldslämmer schieben den schwarzen Peter der ungeliebten politischen Konkurrenz, in diesem Fall den „Rechten“, zu. Um wie geistig umnachtet so wie bisher weitermachen zu können?

Wir haben es allerdings im Bereich der Ursachenforschung nicht nur mit dem Phänomen Multikulti zu tun, weshalb dieser Komplex – und auch diese Wahnsinnstat – in einem viel weiteren und tieferen Zusammenhang gesehen werden muß.

Was uns heute an Unnötigem und Schädlichem zugemutet wird, was alles uns umgibt und zuschüttet, uns hörbar auf die Nerven geht, auch schon bedroht oder vergiftet auf die Teller kommt, hätten unsere Vorfahren wohl nicht so leicht ertragen. Da wären Unzählige auch ohne Überfremdung verrückt oder Amokläufer geworden.

Doch auch unter den so genannten „modernen“ Menschen mangelt es nicht an Frustrierten und aus der Bahn Geworfenen. Eben wegen der erwähnten und weiteren uns beunruhigende Ursachen.

Der angepasste Mensch der Jetztzeit funktioniert ja bereits wie ein Autopilot, ist ruhelos, ständig auf der Achse und nach Abwechslung Ausschau haltend. Damit die Jugend ja nur nicht zur Besinnung kommt, werden, wie in Wien, die Öffnungszeiten der Lokale bis sechs Uhr früh verlängert. Was da in alkohol- und drogengeschwängerten Nächten heranwächst, davor sollten sich die Verantwortlichen eines Tages in acht nehmen.

Wenn dieser viel gelobte „Fortschritt“ weiter so unbekümmert vorangetrieben wird, dann kann mühelos vorausgesagt werden, daß es eines Tages in Europa mehr Terroristen und Massenmörder denn je geben wird. Und kein dafür verantwortlicher Politiker möge nachher sagen, er konnte so etwas ja nicht ahnen.

Ob im Falle der schrecklichen Vorgänge in Norwegen oder bei anderen schwerwiegenden Vorfällen sollte deshalb Hannah Arendts „Ich will verstehen“ zu Beginn jeder Überlegung stehen. Das sollte besonders für Politiker und andere Verantwortungsträger gelten, wollen sie nicht eines Tages die Folgen ihres Fehlverhaltens selbst erleiden.

Helmut Müller

Quelle

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