Aktion gegen Zeitarbeit in Cham

Zum wiederholten Mal verteilten nationale Aktivisten am 16.11.2011 zahlreiche Flugblätter des „Freien Netz Süd” gegen die asoziale Zeitarbeit. Diesmal haben sich die Aktivisten den Parkplatz vor der Agentur für Arbeit in Cham ausgesucht um über die soziale Ausbeutung aufzuklären.

Die Agenturen für Arbeit schicken immer mehr Arbeitslose unter Androhung von sogenannten Ein-Euro-Jobs in die legale Sklaverei. Die Berater bei den Arbeitsagenturen verkaufen eine Anstellung bei Zeitarbeitsfirmen oft als Chance für den Wiedereinstieg in das Berufsleben. Dass die meisten ausgebeuteten Leihkräfte nie übernommen werden wird hier wohlwissend verschwiegen. Hauptsache die Arbeitslosenstatistik stimmt.

Die Agenturen treiben die Erwerbslosen zu den Zeitarbeitsfirmen, diese verschachern das „Menschenmaterial” dann an Betriebe. Hier müssen die ehemals Arbeitslosen zu Mindestlöhnen schuften. Obwohl sie die Gleiche, teilweise auch qualifizierte Arbeit, wie die Festangestellten verrichten, bekommen sie nur ihren Hungerlohn ausbezahlt. Von Zuschüssen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld ganz zu schweigen. Die Option der Übernahme in ein festes Angestelltenverhältnis wird nur äußerst selten angewandt. Zwischen einigen Ver- und Entleihern besteht auch eine Vereinbarung, dass die Leiharbeiter nicht übernommen werden. Der einfache Arbeiter wird über solche Vereinbarungen selbstverständlich nicht in Kenntnis gesetzt. Die „Agentur für Arbeit” weiß dies sehr wohl und schick trotz besseren Wissens sogar junge Arbeiter die frisch aus der Lehre kommen genau in diese Unterdrückermaschinerie. Das Motto dieses Spiels ist wohl: „Früh übt sich, wer ein glücklicher Sklave werden will!”

Die Ausbeutung in diesem Staat kennt kein Ende. So besitzen viele größere Unternehmen ihre eigenen Leiharbeitsfirmen, über die das Personal eingestellt wird. So spart man sich die Gewinnspanne der Zeitarbeitsfirma und kann die Arbeiter zu den gleichen unmenschlichen Bedingungen ausbeuten. Eine Firma kann durch Zeitarbeiter die Lohnnebenkosten fast um die Hälfte drücken. Auch die festangestellten Arbeiter haben unter den Folgen der Zeitarbeit zu leiden. Die Leiharbeiter strengen sich oftmals, in der hoffnungslosen Aussicht auf Festanstellung, mehr an. Unter Androhung der Entlassung verlangt der Betrieb dann auch mehr Tätigkeiten von seinen „eigenen” Arbeitern. Sogenannte freiwillige, unbezahlte Überstunden sind jetzt schon bei vielen Firmen normal. Somit wird der Konkurrenzkampf unter den Arbeitern extrem verstärkt.

Zeitarbeit ist nichts anderes als ein widerwärtiges kapitalistisches Instrument zur Lohndrückung und Profitmaximierung.

Die Ausbeutung durch asoziale Zeitarbeit muss gestoppt werden!

Freies Netz Süd

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