Wer sind die Narren?

Das US- (oder Israel?)-Protektorat namens Europäische Union hat, kraft seiner selbstverliehenen hohen moralischen Kompetenz, ein Öl-Embargo über den Iran verhängt. Ob sich die Verwalter multinationaler Interessen dabei etwas gedacht oder automatisch in vorauseilendem Gehorsam gehandelt haben, ist nebensächlich. Hauptsache, sie haben das Mullah-Regime in Teheran gestärkt.

An Teherans Stelle würde ich dem ziemlich ratlos wirkenden EU-Ratspräsidenten einen Qualitätsperser als Geschenk überbringen lassen. Auch im Hinblick darauf, daß bei fortschreitendem EU-Dilettantismus dieser Teppich dann doch einmal vor einem iranischen Präsidenten ausgerollt werden müßte.

Den Dummköpfen in dieser EU sollte eigentlich bekannt sein: Druck erzeugt Gegendruck und Not macht erfinderisch. Als Beispiel mögen der alliierte Bombenterror und all die Boykottmaßnahmen während des Krieges gegen das deutsche Volk dienen. Was wurde bewirkt? Nichts anderes als Höchstleistungen auf den Gebieten der Technik und der Wissenschaft. Endgültig in die Knie gezwungen wurde dieses Volk erst nach Jahrzehnten der Umerziehung und fortgesetzter „Feindpropaganda“. Aber die wird schon die nächste Generation entsorgen. Hoffentlich.
Auch das iranische Volk ist intelligent und tüchtig, und stehen auch nicht alle Iraner hinter ihrer Führung, wenig intelligente Maßnahmen wie ein Öl-Boykott schmiedet es nur zusammen. Aber über die Torheit der Herrschenden hat ja schon Barbara Tuchmann ausführlich genug geschrieben.

Man könnte ja den USA oder auch Israel zehnmal mehr vorwerfen als dem Iran. Darauf aber zu warten, daß unsere Medien sich dieser Aufgabe annehmen, wäre allerdings vergeblich. Und so blasen alle in dasselbe Horn: Der Iran bastle an einer Atombombe, und die könnte „auch uns“ bedrohen. Also nicht die 200 israelischen Atombomben!

Unmittelbar bedroht dadurch müßten sich auf jeden Fall Israels Nachbarn, besonders jetzt der Iran fühlen. Dieser möchte daher vielleicht nichts anderes, als ein Waffengleichgewicht im Nahen und Mittleren Osten herstellen. Israel hingegen möchte seine beherrschende Rolle in der Region behalten. Mit der Option auf einen atomaren Erstschlag natürlich.

Der Iran wird seine Atombombe früher oder später haben, und er wird keinen „Weltkrieg“ entfachen, wie eine Billigzeitung mutmaßt. Das wissen auch die Zionisten, die nur noch ein paar Jahre Platzhirsch spielen dürfen und von daher eher für jede Dummheit bereit zu sein scheinen. Ehrlich gesagt, wenn ich mir die zionistischen Politik so vergegenwärtige, dann tue ich mir schwer, wie erwähnte Zeitung, die Narren in Teheran anzusiedeln. Aber was ist in dieser EU denn noch rational, wenn es um zionistische Interessen geht. Da geht jede Vernunft baden. Kürzlich durfte gar ein zionistischer Rassist und Araberfresser bei einem Wiener Kongreß im Haus der Industrie an der Seite des Herrn Genscher u. a. am Podium auftreten. Ging ein Aufschrei durch die Presse? Wehe, man hätte den iranischen Außenminister dazu eingeladen!*

*Was allerdings schwer vorstellbar wäre, steht der Veranstalter, David Ungar Klein („Create Connections“), doch der zionistischen Seite sehr nahe. Aber muß man deshalb gleich Herrn Lieberman einladen?

Helmut Müller

Quelle

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