Heft 18 der Zeitschrift „hier & jetzt“ erschienen

Das gerade erschienene Heft 18 der vom Bildungswerk für Heimat und nationale Identität herausgegebenen Zeitschrift „hier & jetzt“ bietet diesmal 166 Seiten anspruchsvolle Lektüre aus national-identitärer, authentisch rechter Sicht. Mit einer wohldosierten Mischung aus Theorietexten, profunden Analysen aktueller oder historischer Vorgänge, einem großen Interview sowie Buch- und CD-Rezensionen versucht die Zeitschrift, einem möglichst breiten Spektrum innerhalb des facettenreichen und vielfältigen rechten, nationalen Lagers gerecht zu werden.

Im neuen Heft finden sich unter anderem folgende Interviews und Aufsätze:

Der amerikanische Autor Paul Edward Gottfried gehört zu den wenigen profilierten Politikwissenschaftlern, die die Mechanismen der Manipulation im westlichen Liberalismus untersuchen, die nach Gottfried im „therapeutischen Staat“ gipfeln, der das politische und soziale Verhalten seiner Bürger umfassend kontrolliert. Eine von Gottfried aufgestellte Hauptthese lautet, daß der in den USA dominierende liberalisierte Protestantismus mittlerweile in eine aggressive Weltverbesserungsideologie umgeschlagen ist, welche nach innen repressiv gegen Andersdenkende wirkt und nach außen einem militanten Menschenrechtsinterventionismus und Kulturimperialismus Vorschub leistet. Die „hier & jetzt“ sprach mit Professor Gottfried über seine Rolle als einer der Gründerväter der paläokonservativen Bewegung in den USA, über seine Verehrung für Preußen und das alte Österreich, seine Haltung zur deutschen Sarrazin-Debatte und die Herkunft seiner Familie aus dem Judentum der k. u. k.-Donaumonarchie.

Das neoabsolutistische EU-Europa der Kommissare, der bürokratischen Gleichschaltung, des einheitlichen Binnenmarktes und der Zwangseinheitswährung scheitert gerade, und immer dringlicher stellt sich die Frage, was auf dieses EU-Europa folgen soll. Alain de Benoist beschäftigt sich in seinem Aufsatz mit der Reichsidee als einem möglichen und in der europäischen Tradition und Geschichte verwurzelten Gegenmodell zu einem zentralistisch organisierten Wirtschaftsimperium, als daß die heutige EU sich darstellt. Besonders interessant ist dabei seine Beschäftigung mit den Ghibellinen, die die Reichsidee sozusagen in ihrer Reinform verwirklichten: Das Reich als eine „pluralistische Einrichtung“, „die von einem die politische Ordnung übersteigenden Prinzip beseelt wird“, und das die „eigene Lebensweise und das besondere Recht der einzelnen Völker unangetastet“ läßt.

Auch ein knappes halbes Jahr nach dem Auffliegen der mutmaßlichen Zwickauer Terrorzelle, die unter dem Namen „Nationalsozialistischer Untergrund“ zahlreiche Morde und Banküberfälle verübt haben soll, geben die Ermittlungsergebnisse der Behörden immer neue Rätsel auf. Es wird zwar minutiös nach Kontakten dieses „NSU“ zur NPD gesucht, aber über Indizien, die für eine massive Geheimdienstverstrickung in die mutmaßliche Terrorzelle sprechen, wird so gut wie nicht berichtet. In seinem Beitrag „Rechtsterrorismus als politische Waffe im Kampf gegen Rechts“ beschäftigt sich Per Lennart Aae nicht nur mit den zahlreichen offenen Fragen und Widersprüchen, die die offizielle Darstellung des NSU-Komplexes aufwirft, sondern auch mit der handfesten politischen Instrumentalisierung des Phänomens Rechtsterrorismus in Deutschland. Aae bezieht dabei auch das Münchener Oktoberfestattentat des Jahres 1980 und den Brandanschlag auf ein vorwiegend von Türken bewohntes Haus in Solingen im Jahr 1993 in seine Analyse mit ein und kommt zu dem Schluß, daß von Geheimdiensten inszenierter „Rechtsterrorismus“ ein wichtiges Element in einer Gesamtstrategie des „Kampf gegen Rechts“ ist, „um den manipulierten und verunsicherten Bürgern einen ‚rechten‛ Pseudogegner präsentieren zu können, mit dem die heute Regierenden glauben, allein mittels Ächtung fertig zu werden und der ihnen gleichzeitig die Gelegenheit bietet, dem wirklichen politischen Gegner auszuweichen“.

In seiner staatsphilosophischen Betrachtung „Brandgeruch“ zieht Arne Schimmer Parallelen von den Geheimdienstmachenschaften rund um den Buback-Mord des Jahres 1977 zum NSU-Phantom. In den Prozessen, die den RAF-Mord an Generalbundesanwalt Buback eigentlich hätten aufklären müssen, waren zahlreiche beweiskräftige Informationen zurückgehalten worden, um die mutmaßliche V-Frau Verena Becker zu schützen und die Rolle der Geheimdienste bei diesem Verbrechen zu verheimlichen, ähnliche Muster zeichnen sich schon jetzt bei der Aufarbeitung der Taten der mutmaßlichen Zwickauer Terrorzelle ab. Schimmer greift auf das von dem italienischen Philosophen Giorgio Agamben entwickelte Konzept des „permanenten Ausnahmezustands“ zurück, um „die postdemokratische Mélange aus Parlamentssouveränität, schleichender Entdemokratisierung durch fortwährende Übertragung von Hoheitsrechten an supranationale Institutionen, Geheimdienstaktivitäten, inszeniertem Terror, weltanschaulichen Sondergesetzen und der Bewußtseinssteuerung der Massen durch eine sich auf die Massen stützende ‚Skandalokratie‛“ zu kennzeichnen.

In einem großen Beitrag skizziert Dominik Schwarzenberger die Geschichte und Gegenwart des Zionismus und fragt, ob dieser die jüdische Antwort auf die Juden-Frage sei. Schwarzenberger beginnt seine Betrachtung mit der Streitfrage, ob das Judentum Ethnie, Rasse, Kultur- oder Religionsgemeinschaft ist und stellt die verschiedenen Untergruppen wie Aschkenasim, Sephardim, Mizrahim und einige kleinere Gemeinschaften vor. Ausführlich beschäftigt sich Schwarzenberger mit der jüdischen Aufklärung, der „Haskala“, der Gründungsfigur des politischen Zionismus Theodor Herzl, der Staatswerdung Israels zwischen 1917 und 1948 bis zur Situation des israelischen Staates in der Gegenwart und differenziert zwischen Kulturzionismus, sozialistischem, revisionistischem, faschistischem, religiösem und christlichem Zionismus und beleuchtet auch den Hyperzionismus des Meir Kahane. Schwarzenberger konstatiert, daß der historische Zionismus mit der Gründung Israels im Jahre 1948 zwar sein Hauptziel erreicht habe, der israelische Staat heute aber wegen seiner „maßlosen Härte gegen die Araber“ und der „exzessiven Instrumentalisierung des Holocaust als singuläres Ereignis“ gefährdeter sei denn je.

In Ernst Jüngers philosophischen Roman „Eumeswil“ setzt sich dessen Protagonist Manuel Venator mit der Frage auseinander, wie der Mensch „den Übermächten, sei es des Staates, der Gesellschaft oder der Elemente, trotzt, indem er, ohne sich unterzuordnen, sich ihrer Spielregeln bedient“. In seinem Beitrag „Endzeiten – Die Balkanisierung Europas und Jüngers Anarch“ stelltTomislav Sunic fest, daß Jüngers Buch „als Bildungsroman für die heutigen Generationen der jungen Europäer gelten“ könne, die in eine Zeit der auch von Jünger geschriebenen „geopolitischen Entortung“ hineingeboren wurden. Die Tendenz zur Balkanisierung hat nach Sunic über Überfremdung und demographischen Zusammenbruch mittlerweile ganz Europa erfaßt, wobei diese Balkanisierung auch „ein scharfes Überlebenstalent“ hervorrufen könne, das gerade dem „gelassenen Einzelgänger“ zu Gute komme.

In weiteren Aufsätzen im neuen Heft beschäftigt sich Wolfgang Bendel mit der Demokratie als anthropozentristischer, diesseitiger Religion, Jürgen Schwab untersucht die Ursachen des Sozialstaats, Holger Szymanski lotet die Rahmenbedingungen für einen NPD-Antritt bei den Europawahlen nach dem Fall der Fünf-Prozent-Hürde aus und Per Lennart Aae und Thorsten Thomsen legen eine gründliche Analyse der 13. Speyerer Demokratietagung von Professor Hans Herbert von Arnim vor. In der Rubrik „Debatte“ fragt Martin Ebel nach der Legitimation moderner Radikalität und der stellvertretende NPD-Vorsitzende Karl Richter beschäftigt sich in seinem Aufsatz „V wie Vendetta“ mit neuen Wegen im politischen Kampf. Der Besprechungsteil erhält unter anderem eine lange Rezension der jüngsten Veröffentlichungen von und über Ernst Nolte und Friedrich Baunack beschäftigt sich in seinem „Blätterwald und Scheibenschau“ unter anderem mit der kabylischen Sängerin Souad Massi.

Die neue Ausgabe der „hier & jetzt“ mit ihren 168 Seiten kann zum Preis von 8,50 Euro über vertrieb@hier-und-jetzt-magazin.de oder das Postfach 32 01 33, 01013 Dresden erworben werden.

Quelle:hier&jetzt

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