Dummfaschisten (11)

Während ein Teil der Dummfaschisten sich entweder aus dem NW zurückzieht (Andreas Thierry) oder aus diesem ausgeschlossen wird (Axel Reitz), hat ein anderer Flügel dieses Spektrums erkannt, dass man durchaus erfolgreich sein kann, wenn man sich dem bürgerlich-rechtspopulistischen Diskurs anschließt. Udo Pastörs der „Judentrepublik“-Schwätzer und Wirtschaftsliberale hatte wohl schon einmal den Yad Vashem-Pilger und zum systemtreuen Rechtsliberalen konvertierten Postfaschisten Fini als politisches Vorbild benannt.

Siehe:http://www.tagesspiegel.de/zeitung/npd-rechts-runter/1490048.html

„Seine“ NPD ist in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu den westdeutschen Landesverbänden oder aber zu anderen mitteldeutschen NPD-Landesverbänden (Thüringen. Sachsen, Brandenburg, Berlin) relativ erfolgreich und schaffte bei der letzten Landtagswahl den Wiedereinzug in das Schweriner Landesparlament. Wie in Sachsen leistet die Landtagsfraktion der NPD im Nordosten der Republik professionelle und solide Sacharbeit.

Bei seinem Ansinnen – wie ein Gianfranco Fini in Italien – trotz demagogischer Fehlleistungen von den bürgerlichen Parteien akzeptiert zu werden, wurde Pastörs kürzlich ein Tiefschlag versetzt. NPD-Aktivisten meinten sich als Wehrmachts- und Waffen-SS-Soldaten verkleiden zu müsen und mit einem Schild mit der Aufschrift „2.Weltkrieg 1939-1945“ herumzustolzieren. Verantwortlich für diese Aktion waren die beiden Landtagsabgeordneten Tino Müller und David Petereit, die sich eher aus fraglichen Gründen als „nationale Sozialisten“ bezeichnen, es aber üblicherweise an sozialistischen Forderungen mangeln lassen.

Siehe:http://mupinfo.de/?p=19584

Müller und Petereit sind nun sicherlich der Meinung solche Aktionen würden ihnen im Volk viel Zuspruch einbringen. Dabei verwechseln sie offenbar das Milieu in welchem sie sich bewegen mit der Masse des deutschen Volkes. Die Kostümierung als Hollywoodnazis halten die wohl etwas kindisch gestrickten Abgeordneten und ihr Anhang für sonderlich „radikal“. Die meisten Deutschen werden ein solches Faschingsgebahren wohl eher als peinlich oder gar als bedrohlich empfinden. Pastörs und Apfel werden nun immer wieder erklären müssen, dass die NPD nicht in Warschau oder Moskau einmarschieren möchte und kein Sondereinsatzkommando von als SS-Mitgliedern kostümierten NPD-Aktivisten in Planung ist.

Solcherlei Eselsaktionen bringen die nationale Opposition – nicht nur die NPD, sondern auch die Freien Kräfte und den deutschen Nationalismus in seiner Gesamtheit – in die Defensive, da man nur noch erklären muss, dass Ganze sei doch ganz anders gemeint gewesen. Über Sachthemen wie die Eurokrise, die akute Überfremdung des deutschen Volkes, die demographische Katastrophe und die soziale Schieflage kann so gar nicht mehr diskutiert und nach außen vermittelt werden. Solche dummfaschistischen Bürgerschreckaktionen befeuern nur die Systempropaganda gegen die nationale Opposition und entpolitisieren den deutschen Nationalismus.

Falls es aber Tino Müller und David Petereit aber irgendwann einmal um eine ernsthafte „Provokation“ der herrschenden kapitalistischen Eliten geht, so sollten die doch ganz einfach in den Schweriner Landtag einen Antrag einbringen wonach die Vermögen von Mehrfachmillionären einzuziehen seien oder zumindest für eine kräftige Erhöhung des Spitzensteuersatzes eintreten. Wahrscheinlich ist dieses Szenario allerdings nicht.

SdV-Redaktion

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Kommentare

  • Blauzahn  Am 30. Juni 2012 um 17:04

    Darüber hinaus stelle ich mir die Frage wieso die NPD keine Klage gegen ESM und Fiskalpakt eingereicht haben. Bislang hat das nur die Linke getan: http://www.sueddeutsche.de/politik/verfassungsklagen-gegen-euro-rettungsschirm-esm-gegner-hoffen-auf-hilfe-aus-karlsruhe-1.1397885

  • Schwab  Am 30. Juni 2012 um 21:14

    „Während ein Teil der Dummfaschisten sich entweder aus dem NW zurückzieht (Andreas Thierry) oder aus diesem ausgeschlossen wird (Axel Reitz), … .“

    Thierry und Reitz sind nicht dumm, allenfalls verhaltensgestört. Das eine schließt das andere nicht aus. Thierry und Reitz hatten sich als durchschnittlich begabte Schreiberlinge an ein – im ganzen gesehen – dummes Publikum gewandt.

  • Sozrev  Am 1. Juli 2012 um 08:48

    Reitz und Thierry sind im eigentlichen Sinn sicherlich nicht „dumm“. Insbesondere Reitz geht es aber um die unpolitische Position des Bürgerschrecks. Ein klassischer Sekten“politiker“!

  • Schwab  Am 1. Juli 2012 um 12:17

    Reitz g i n g es um den Bürgerschreck. Er ist jetzt Geschichte.

    • Gerswind  Am 1. Juli 2012 um 17:10

      Hallo zusammen,

      ich hätte, insbesondere von hier, mehr Sacharbeit erwartet! (http://freies-pommern.de/?p=3762)

      Für die Bezeichnung – Dummfaschisten – danke ich einerseits (passt für die Regierung…) und mir sehr wichtig:

      Eine Entschuldigung und Relativierung bei den Volksvertretern Herrn Müller und Herrn Petereit!

      @Blauzahn: mich auch

      MvG

      Gerswind

  • sozrev  Am 2. Juli 2012 um 15:34

    Ärgerlich das der Faschist Petereit seinen Versand mit dem „Strasser-Symbol“ schmückt. Im Buchangebot findet sich allerdings keine „strasseristische“ Literatur sondern die klassische Hitleristen-Literatur (Volk in Bewegung, usw).

    http://levensboom.de

  • Schwab  Am 2. Juli 2012 um 17:13

    @Gerswind

    Gehn Sie mal bitte auf die Sachargumente in dem oben stehenden Artikel ein, die polemischen Spitzen sind nebensächlich.

    Der Kern des Themas, wie ich das verstanden habe, dreht sich darum, daß die NPD MeckPomm sich zwar redlich bemüht, gute nationale Politik zu machen, das Wählerpotential in diesem wirtschaftlich gebeutelten Land aber kaum ausschöpfen kann. Dafür sind nicht nur externe Faktoren verantwortlich (Medien, Repression, NSU usw.), sondern auch ein fehlendes Erfolgskonzept.

    Pastörs &. Co. erwecken den Eindruck, modernen und opportunistischen Rechtspopulismus mit dem angestaubten NS-Faschismus und der ebenso antiquierten Ariosophie der 1930er Jahre kombinieren zu wollen. Mit dem zuletzt genannten Bestandteil kann man heute eine immer kleiner werdende NS-Szene bei guter Laune halten.

    Der Rechtspopulismus (Flat-Tax, Kirchhoff usw.) paßt aber nicht mit NS und „Krummnasen“- und „Judenrepublik“-Agitation zusammen. Bürgerliche Kreise werden dadurch abgeschreckt. Eine Annäherung an CDU, CSU, FDP, Springerpresse, Henryk Broder und Ralph Giordano wird somit verhindert.

    Dauerhaft sind so die Sitze im Schweriner Landtag nicht zu halten. Fragen Sie mal Frank Franz, Peter Marx und Thorsten Thomsen, die haben da auch Bedenken.

    Also entweder echten Rechtspopulismus wie Henkel und Freie Wähler (ohne Hitlerverehrung und Antijudenropaganda, dafür mit Hetze gegen den Islam) oder ausschließliche NS-Szene-Bespaßung oder den mühesamen Weg des sozialrevolutionären Nationalismus, der sich wenigstens auf der Höhe der Zeit befindet.

    Es müssen bessere Konzepte ausgearbeitet und umgesetzt werden.

    • Gerswind  Am 2. Juli 2012 um 20:36

      @Schwab

      Bitte den Film auf der genannten Seite betrachten, im Kontext sehen und die teils dümmlichen Personen betrachten, welche insbesondere an meinem Standort agieren.

      Ansonsten „Kamerad“ das bestehende Konzept, des Bestandes in den Grundprinzipien, möchte ich nicht gerüttelt sehen, solange es keine Diktatur wird!

  • Gerswind  Am 2. Juli 2012 um 21:25

    PS: nur die NPD ist seit 1998, aus meiner Sicht und Betrachtungszeit, Treu in ihren Prinzipien!

    So, nun aber Gute Nacht.

  • Gerswind  Am 2. Juli 2012 um 21:25

    verdammt, doch schon spät… *1989!

  • sozrev  Am 3. Juli 2012 um 15:29

    „Also entweder echten Rechtspopulismus wie Henkel und Freie Wähler ..“

    Lustigerweise streben die Freien Wähler in Bayern ein Bündnis mit der SPD und den Grünen an. Damit bekommen dann rechtspopulisische Wähler die volle Dröhnung an Multikulti und EU-Wahn plus Eurobonds und Auflösung des deutschen Nationalstaates. Rechtspopulisten und Rechtsliberale stützen damit (in Bayern) den antinationalen Linksliberalismus.

  • Schwab  Am 4. Juli 2012 um 11:42

    Das ist vielleicht auch nur eine Drohkulisse an die CSU, sie, die Freien Wähler, ernst zu nehmen. Am Ende machen die ne Koalition mit CSU und FDP, wenns fürdie nicht reicht.

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