Arabische Witzbolde und bundesrepublikanische Völkermordanhänger

Die UN-Botschafter Saudi Arabiens und Katars sind offenbar gerade aufgrund der Lage in Syrien zu allerlei Scherzen aufgelegt. So wollen sich diese beiden Staaten als Speerspitze der prowestlichen arabischen Reaktion für eine neue antisyrische UN-Resolution einsetzen, die laut den beiden Diplomaten Syrien in die „Demokratie“ führen soll. Ein solcher Antrag wird in der UNO zweifelsohne auf die Unterstützung der USA und die Staaten der EU setzen können. Hiermit wird aber ein für allemal deutlich gemacht, wie man sich die menschenrechtsbewegte „Demokratie- und Freiheitsbewegung“ im arabischen Raum vorzustellen hat.

Saudi Arabien und Katar als beste Verbündete der USA und der Staaten der Europäischen Union im Nahen Osten sind wohl die repressivsten Diktaturen in der Region, die sich zudem auf die Niederschlagung von Oppositionsbewegungen spezialisiert haben. Saudi Arabien exportiert die Aufstandsbekämpfung auch nach Bahrain, wo sich das feudale und korrupte pro-westliche Königshaus nur dank saudischer Truppen und Foltermeister an der Macht halten kann. Die saudische „Demokratie“ zeichnet sich nach Innen unter anderem durch Hinrichtungen von „Hexen“, Todesstrafe für die Ausrichtung von christlichen Gottesdiensten und ein PKW-Fahrverbot für Frauen aus.

Katar spielt sich seit Ausbruch des sogenannten „arabischen Frühlings“ als neue imperiale Möchtegern-Großmacht auf und war maßgeblich für die finanzielle und militärische Unterstützung der NATO-Rebellen in Libyen verantwortlich. Neben Saudi Arabien, der Türkei und den USA spielt Katar nun auch eine gewichtige Rolle bei der Bewaffnung salafistischer Terrorgruppen in Syrien. Der Reichtum des Königshauses von Katar wird vor allem durch ein Heer von rechtlosen Fremdarbeitern gesichert, welches mehr als 80 Prozent der Bevölkerung Katars ausmacht.

Saudi Arabien und Katar haben zudem ein Interesse an der Entfachung eines sektirischen Religionskrieges und schüren unter den Sunniten die Angst vor einer angeblichen Machtübernahme der Schiiten in der gesamten Region. In Syrien richtet sich die wahabitisch-salafistische Terrorkampagne gegen Alawiten und Christen. Die von den Saudis, Katar und den USA gesponsorten Terrorgruppen treten dort mit der Parole „den Christen den Tod, den Alawiten das Exil“ auf. Diese Kampagne richtet sich vor allem gegen den Iran, den Hauptgegenspieler der Saudis, gegen den Libanon der mehrheitlich von Schiiten und Christen bewohnt wird, sowie gegen den Irak, dessen schiitische Regierung sich hinter Bashar Al Assad stellte.

In Libyen massakrierten die NATO-Rebellen, also jene „Demokratie“ und „Freheitskämpfer“ der Westlichen Wertegemeinschaft nach dem Sturz und der feigen Ermordung Gaddafis nicht nur echte oder vermeintliche Gaddafi-Anhänger sondern auch Libyer mit schwarzer Hautfarbe oder Frauen die unter Gaddafi Geschäfte betrieben in welchen sie Schmuck und Parfüm verkauften. In Syrien droht bei einem Sturz Assads ein Religions- und Völkermord an den Alawiten, Christen und an allen die von den salafistischen „Menschenrechtskämpfern“ der Westlichen Wertegeinschaft für Assad-Anhänger gehalten werden. Das saudische antidemokratische „Demokratiemodell“ welches von den USA und auch von der Bundesregierung gestützt wird steht für die Vorbereitung eines Völkermordes am syrischen Volk.

Die menschenrechtsbewegte Krokolistränen derjenigen, die in der Bundesrepublik nach einem Sturz der Assad-Regierung verlangen, können also nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Claudia Roths dieser Republik für eine Entrechtung der syrischen Frauen, einen religiösen Völkermord und die Vernichtung der sozialen Basis der syrischen Nation eintreten.

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