Altersarmut in der BRD schreitet voran

Die jüngsten Zahlen der BRD-Regierung in Bezug auf die Rente sind mehr als erschreckend. Nach Abzug aller Sozialbeiträge lagen so die Durchschnittsrenten in den alten Bundesländern bei 1062 Euro, was eine Gesamterhöhung seit dem Jahr 2000 um gerade mal 17 Euro entspricht. Hingegen verloren die Rentner in Mitteldeutschland seit damals sogar 23 Euro und bekommen aktuell im Schnitt gerade mal 1047 Euro monatlich. Zugleich sind aber die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um rund ein Fünftel in der BRD gestiegen.

Angedacht ist weiterhin von der herrschenden Klasse, das Pensionsniveau von bisher 51 Prozent auf 43 Prozent des durchschnittlichen Nettolohnes zu senken. Ein Arbeitnehmer, der heute etwa 2500 Euro brutto pro Monat verdient, würde damit im Jahr 2030 nach 35 Beitragsjahren gerade einmal 688 Euro an staatlichen Altersbezügen zu erwarten haben.

Nicht nur die heutige Erwerbsarmut bei Millionen Beschäftigten in prekären Arbeitsverhältnissen wie Zeitarbeit oder Minijob garantieren die Parole „Arm trotz Arbeit”, sondern auch die Altersarmut nach Eintritt des Rentenalters ist bei zahllosen Menschen absehbar. Im gleichen Zeitraum wuchsen jedoch die Gewinne kapitalistischer Großunternehmen in den Bilanzenhimmel. Die herrschende Klasse in der BRD und in den etablierten Parteien haben bisher keine seriösen Lösungen erarbeitet, die das desaströse Bild der Alters- und Erwerbsarmut abwenden können. Es liegt auf der Hand, daß man aber jene zur Kasse bitten muß, die durch die negative Lohn- und Rentenentwicklung über Jahrzehnte gnadenlos profitierten. Und das sind nun einmal die kapitalistischen Konzerne und Unternehmen, in denen jene Deutsche gearbeitet haben und es heute noch tun, die nun von der Altersarmut betroffen sind.

Die sozialistische Forderung nach der Vergesellschaftung von Großkonzernen und eine Arbeitnehmermitbeteiligung an den entsprechenden Unternehmen würde garantieren, daß die Gewinne durch die harte Arbeit maßgeblich an jene fließen würden, welche dafür auch verantwortlich sind: die deutschen Arbeiter. Durch diese Maßnahme und die Einführung eines bundesweiten Mindestlohnes, von dem man auch leben kann, würde sowohl die Erwerbsarmut, als auch die Altersarmut keinerlei Rolle in diesem Land mehr spielen.

FNS

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