Armut verfestigt sich in der BRD

Armut ist hier in der Bundesrepublik keine vorübergehende Erscheinung, sondern etwas, was sich auf lange Sicht verfestigen wird. Zu diesem Schluß kommt der so genannte „Schattenbericht“ den die „Nationale Armutskonferenz“ (NAK) Mitte Dezember 2012 in Berlin vorstellte. Der offizielle Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung wird wohl erst Anfang 2013 erwartet. Bereits vor dessen Veröffentlichung sickerten im September aber Infos aus der Publikation an die Öffentlichkeit. Darin wurde anfänglich nicht verschleiert, daß die Schere zwischen Arm und Reich in der BRD immer weiter auseinander geht.

Dabei vereinen die reichsten zehn Prozent der Haushalte in der Bundesrepublik mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens auf sich. Die unteren 50 Prozent der Haushalte hierzulande verfügen hingegen nur über ein Prozent des Nettovermögens.

Als diese Zahlen im September 2012 vorab öffentlich wurden, zog das kapitalhörige Wirtschaftsministerium von Philipp Rösler (FDP) den Bericht wieder ein. Als Begründung der Verschleierungsmaßnahme wurde die Nichtabsprache mit dem Ministerium genannt. Nun ist bei der Neuauflage hingegen mit geschönten Zahlen und unterdrückten Fakten zu rechnen, welche die Schönfärberei der desaströsen Sozialpolitik der Bundesregierung weiter zelebrieren soll.

Immerhin sind auch 2013 wieder Wahlen. Nicht nur die NAK, sondern auch zahlreiche Sozialverbände und volkstreue Kreise sind hingegen der festen Überzeugung, daß die anhaltende Altersarmut in der BRD nur durch die flächendeckende Einführung eines Mindestlohnes bekämpft werden kann.

FNS

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Kommentare

  • Indi  Am 27. Dezember 2012 um 13:09

    Denke ich nicht. Leistung wird teilweise immer mehr bezahlt. Wer also bei geringer Leistung und wenig angesehener Arbeit steht, kriegt weniger netto raus.

  • sozrev  Am 28. Dezember 2012 um 11:55

    Ja stimmt! Noch nie gab es so viele Multimillionäre – wie gerade im Jahr 2012. Ob man das als „Leistung“ bezeichnen sollte ist allerdings eine andere Frage. Nationalliberale und manche Nationalkonservative werden dies sicherlich tun. Allerdings lässt sich die wachsende Armut NICHT ALLEINE durch die Einführung eines flächendekenden Mindestlohnes bekämpfen. Ein solcher als Alleinstellungsmerkmal wird die Verarmungstendenz im Kapitalismus nicht verhindern können. Viel mehr muss das gesamte System abgeschafft werden.

  • Indi  Am 28. Dezember 2012 um 16:10

    Du wirst dich wundern. LEISTUNG ist wo das Geld hinreicht. Wer Geld hat, hat einen langen Arm. Hat der Kapitalunternehmer also Multimillionen hat er es nicht nötig selbst Hand an eine Arbeit zu legen, er läßt das Geld für sich arbeiten.
    Heute gehen Außendienst als Jobprofil und Investmentbanker usw. steil auf das große Geld. Auch die Wirtschaftswissenschaften mit ihren frisch gemachten Neulingen als Ingenieure und Betriebswirte haben heute so viele Angebote gleich nach der Uni, dass sie kaum wissen was sie wählen sollen. Wer eben Wirtschaft studiert hat,geht heute neben anderen Jobs noch sicherer.

    Natürlich ist der Mindestlohn auch nicht … Denn die Kluft arm und reich ist schon sehr lange existent und desweiteren wird man selbst mit mehr netto sozialversicherungspflichtig nicht reich. Es gibt mehr Geld beim Monatslohn, kann aber nicht die Spanne lösen und auch nicht auf Dauer. Es bleiben leider harte sozialökonomische Gesetze auf der Erde.

    Golden wird das nicht mehr. Kann man nur sehen, dass die Natur bestehen bleibt.

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