Arbeitstagung der Sache des Volkes

Zu einer Arbeitstagung in Oberfranken trafen sich am vergangenen Wochenende Aktivisten, Sympathisanten und interessierte Seminarteilnehmer. Das anwesende Spektrum reichte von parteifreien Nationalisten bis hin zu Mitgliedern der NPD. Weltanschaulich gesehen umfasste die 12. Arbeitstagung der Sache des Volkes ein Spektrum von sozialrevolutionären Nationalisten bis hin zu eher nationalliberal ausgerichteten Patrioten. Somit bestand aufgrund der weltanschaulichen Unterschiedlichkeit auch ein Diskussionsbedarf, der mittels Powerpoint-Präsentationen, Vorträgen und Diskussionsbeiträgen reichlich abgedeckt werden konnte.

Der sozialrevolutionäre Nationalist und bekannte nationale Theoretiker Jürgen Schwab referierte mittels einer Powerpoint-Präsentation über das Thema „die Interessen im nationalen Widerstand“, wobei er auf die einzelnen weltanschaulichen Lager im deutschen Nationalismus einging und hierbei deren Schwächen und Stärken anschaulich aufzeigte. Möchtegern-Rechtspopulisten in der NPD wie Frank Franz und Thorsten Thomsen würden versuchen an den bürgerlichen Diskurs anzudocken und seien darauf aus der NPD einen Kurs ähnlich demjenigen der FPÖ aufzubürden. Dies sei aber schon darum zum Scheitern verurteilt, da die NPD durch die mediale Stigmatisierung für einen solchen nationalliberalen und rechtspopulistischen Kurs verbrannt sei. Zudem tendiere der Rechtspopulismus zur Beliebigkeit und führe zu einer Aufgabe der weltanschaulichen nationalpolitischen Positionen.

Der Vorsitzende der NPD, Holger Apfel, der auf eine „seriöse Radikalität“ setze, sei eher nicht diesem Lager zuzuordnen, müsse aber zwischen den einzelnen weltanschaulichen Fraktionen lavieren. Unter den NS-Orthodoxen („Hitleristen“), die keinen echten nationalen „Sozialismus“ vertreten, sondern eher von einer nationalkapitalistischen Diktatur auf einer heute nicht mehr existenten Grundlage ausgingen, nämlich eines heute nicht mehr völkisch denkenden deutschen Großkapitals und Großbürgertums, herrsche eine weltanschauliche Begriffslosigkeit. Der „nationale Sozialismus“ unter welchem in diesen Kreisen in erster Linie „Volksgemeinschaft“ verstanden würde, sei inhaltslos und beinhalte kaum sozialistische Forderungen. Unterschiedliche wirtschaftspolitische Vorstellungen zwischen dem Referenten und den anwesenden Nationalisten vom Freien Netz Süd wurden unter anderem daran sichtbar, dass Jürgen Schwab sowie der Chefredakteur der Internetseite der Sache des Volkes einen nationalistischen Klassenkampf befürworteten, während die Kameraden vom Freien Netz Süd eine sozialmarktwirtschaftliche „Volksgemeinschaft“ präferierten.

In einem weiteren Vortrag behandelte Jürgen Schwab das aktuelle Thema der Parteineugründung „Alternative für Deutschland“. Die Rechtsbürgerliche und Rechtsliberale eurokritische Partei sei eine ernstzunehmende Herausforderung für den Nationalen Widerstand und hätte durchaus das Potential gar in den Bundestag einzuziehen. Wahrscheinlich würden die Rechtspopulisten der PRO-Gruppen, die BRD-Republikaner und die Partei „die Freiheit“ völlig Gegenstandslos, während sich die NPD auf einen niedrigen Niveau zumindest halten würde. Der Chefredakteur der Internetseite der Sache des Volkes verwies darauf, dass mit der „Alternative für Deutschland“, ein Stück europäische Normalität in die BRD einkehre und ein auf „political correctnes“ gebügeltes rechtes Bürgertum nun dem kapitalistischen System Flankenschutz leisten könnte.

Martin Laus ging in seinem Powerpoint-Vortrag auf die charakterlichen Fehler und Schwächen vieler nationaler Aktivisten ein und legte dar warum der BRD-Neonazismus nur dem System nützen kann. Zu aller Erst sollten sich nationale Kreise Theorie und Weltanschauung aneignen, da ansonsten der politische Kampf Ziel- und Inhaltslos sei. Es müsse auch klar werden was der Nationalist mit „System“, „Staat“, „Volk“ oder „Nation“ meint. Auch in der Wirtschaftspolitik und auf anderen elementaren Politikfeldern bestünde ein großer Theoriemangel. Mittels eines weiteren Vortrages befasste sich der Referent mit Wirtschaftspolitik und hier insbesondere mit der Geldpolitik und deren Funktionsweise im liberalkapitalistischen System. Dies zeigt er Anhand der Finanz- und Eurokrise mit viel Fach-und Spezialwissen auf.

Der Chefredakteur der Internetpräsenz der Sache des Volkes ging in seinem ersten Vortrag auf Fehler im nationalrevolutionären Spektrum ein und beschäftigte sich neben einem historischen Abriss über die Nationalrevolutionären mit der Frage warum sozialrevolutionäre Nationalisten in Deutschland bislang noch nicht Wirkungsmächtig wurden. Zum einem säßen sozialrevolutionäre Nationalisten als „Linke Leute von Rechts“ zwischen den weltanschaulichen Stühlen. Im antikommunistischen rechtsnationalen Lager gelten Nationalrevolutionäre oftmals als „Bolschewisten“, während sie auf der Linken in der Regel als „Nazis“ verdammt würden. Hinzu kämen Versteckspielchen und Abgrenzungsaktionen mancher gescheiterter, heute gar nicht mehr existenter Gruppen und Organisationen. Um dem Abhilfe zu Leisten sei die Theoriebildung verstärkt durch eigenen Aktionen zu ergänzen.

In einem weiteren Vortrag beschäftigte sich der Referent mit dem Islamismus und der rechtsnationalen Reaktion auf das Problemfeld der islamischen Zuwanderung. Gegenwärtig setzen in Europa fast alle Parteien der nationalen Rechten auf den Antiislamismus, sei es nun die FPÖ, der belgische Vlaams Belang, die nationalkonservativ-wirtschaftsliberale SVP, die British National Party oder in Frankreich die Front National. Gleichzeitig haben sich all diese Parteien einen prozionistischen und proimperialistischen Anstrich verpasst.

Die deutschen Rechtspopulisten von Pro NRW oder den Republikanern wirkten dagegen eher wie Amateure, die nicht nur bei Wahlen erfolglos bleiben, sondern den Antiislamismus und die pro-Israel-Haltung kaum intellektuell Unterfüttern könnten. Der Antiislamismus sei ebenso bequem wie der alte Antisemitismus der 1920 und 1930er-Jahre- weil beide Anschauungen – damals wie heute Ideologien des Mainstreams seien. Beisicht und Schlierer wären nicht sonderlich „mutig“, schließlich lässt sich das Geschwätz der Rechtspopulisten bei Springers „Welt“, Henryk M. Broder oder der pseudolinken antideustchen Neocon-Presse, etwa in „Konkret“ oder der „Jungle World“ wesentlich radikaler und intelligenter nachlesen.

Die Zuwanderung und die daraus erwachsende Überfremdung, Verausländerung und Verdrängung der Deutschen sei über das Interesse des Großkapitals an einer „industriellen Reservearme“ zu erfassen. Ziel sei es die Löhne und Gehälter der inländischen Arbeitnehmer nach Unten zu drücken. Sozialleistungen sollen abgebaut, das Arbeitsrecht geschleift und Druck auf die reformistischen Gewerkschaften aufgebaut werden. Der in der BRD wild grassierende „Antirassismus“ erfülle hier seinen Zweck als Totschlagargument im Dienste des Großkapitals. Zuwanderer seien in der Regel Konkurrenten für die deutschen Arbeiter und Kleinbürger. Diese seien die Leidtragenden dieses Verdrängungswettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt und bei der Lohnspirale die immer weiter nach Unten zeigt. Die Ursache – auch für die islamische Zuwanderung – sei im Zuwanderungsinteresse der Kapitalistenklasse zu sehen. Zur Sprache kam auch die proislamistische Wende des westlichen Imperialismus. So setzen die USA, Frankreich, Großbritannien, aber auch die BRD, verstärkt auf sunnistische Islamisten, wenn es darum geht national-progressive Regierungen in Libyen oder Syrien zu bekämpfen, oder den schiitischen Iran sowie die Hizbollah im Libanon. Orthodoxe Islamisten würden den Nationalstaat ablehnen und die Utopie einer transnationalen „islamistischen Weltgemeinschaft“ vertreten.

SdV-Redaktion

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