Schwab-Vortrag bei Nürnberger NPD (2)

Die „Alternative für Deutschland (AfD)“ stand im Mittelpunkt eines Vortrags, den Jürgen Schwab am 17. Mai vor den Mitgliedern und Sympathisanten des Nürnberger Kreisverbandes der NPD hielt. Der nationale Publizist machte deutlich, daß es nach seiner Überzeugung aufgrund parteienoligarchischer Mechanismen nur schlechte Parteien gebe, aber eben auch weniger schlechte und bessere im Vergleich zu anderen. Die NPD sei trotz aller Abstriche für deutsche Nationalisten die mit Abstand am besten weltanschaulich aufgestellte Partei – auch im Vergleich zu anderen rechten und patriotischen Konkurrenzorganisationen.

Grundsatztreue bewirke vor allem Ausdauer bei Mißerfolgen, vor allem bei Wahlen. Schwab erzählte dabei aus eigener Erfahrung als Ex-REP-Kreisvorsitzender von Miltenberg/Main. So habe sich die Partei der Republikaner nach den Erfolgen Ende der 1980er Jahren selbst zerfleischt. Solche Organisationen, auch die neue AfD seien durch Glücksritter aller Art geprägt, die den schnellen Erfolg, auch ihren persönlichen Erfolg suchten. Grundsätze und Überzeugungen könnten dabei nur hinderlich sein. Dies sei vor allem das Prinzip des Rechtspopulismus. Programme seien demnach an der Akzeptanz a) des Bankkontos patriotischer Bürger und b) an den bürgerlichen Medien, vor allem von FAZ, Focus und Springerpresse auszurichten. Die neue AfD treffe den Geschmack der gebildeten Mittelschicht und des unternehmerischen Mittelstandes, der auf kaufkräftige Kundschaft im Binnenmarkt angewiesen sei. Die Lobby des großen exportorientierten Kapitals, die weiter auf den Euro-Raum setze, sei weniger das Klientel des AfD. Würde die AfD irgendwann in die Bundesregierung gelangen, würde auch das große Kapital versuchen, diese Partei zu manipulieren bzw. zu kaufen.

Die AfD, so der Referent, sei derzeit mangels echtem charismatischen Parteiführer noch keine lupenreine rechtspopulistische Partei, eher eine Neuauflage des Bundes freier Bürger der 1990er Jahre – also akademisch, bildungsbürgerlich, bieder. Das dürftige Programm des AfD sei auf die Akzeptanz des rechten Flügels von Unionsparteien und FDP zugeschnitten: also Steuermodell von Paul Kirchhoff, kein klares Bekenntnis zur nationalen deutschen Währung, statt dessen die D-Mark als Notausgang, besser aber sei ein „Nord-Euro“. Zuwanderung werde befürwortet, sofern die Migranten qualifiziert für den Arbeitsmarkt und integrationswillig seien – also möglichst wenige Moslems. Von den Ursachen der Überfremdung, die Schwab a) in der amerikanischen reeducation (Umerziehung) samt Menschenrechten und Antirassismus und b) mehr noch im Lohndrückerinteresse des Großkapitals sieht, lenkten (Möchtegern-) Rechtspopulisten wie die vom AfD konsequent ab.

Für die unschönen Seite der kapitalistischen Moderne brauchten gerade Teile des rechten Fußvolks persönliche Sündenböcke. Da das deutsche Großkapital heute mangels Wehrmacht nicht mehr eigenständig imperialistisch auf den Weltmärkten auftreten könne, sei man von Seiten der BRD zur Unterordnung unter die sogenannte Westliche Wertegemeinschaft (WWG) gezwungen, was auch bedeute, daß nicht mehr „der Jude“, sondern „der Islamist“ als Sündenbock fungiere.

Schwab war sich mit Ralf Ollert, der die Versammlung leitete, darin einig, daß die AfD bei der nächsten Bundestagswahl der NPD Stimmen koste, über deren weitere Existenz könne man derzeit nur spekulieren.

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Kommentare

  • Thomas Wagner  Am 20. Mai 2013 um 23:09

    Bei der AfD handelt es sich um eine durch und durch systemkonforme Partei, welche lediglich Kritik an der derzeitigen sogenannten Eurorettungspolitik und vielleicht noch an der ein oder anderen Detailfrage uebt, ohne freilich darueber reden zu wollen aus welchen Machtverhaeltnissen und Strukturen der Euro ueberhaupt erwachsen ist. Aber was will man gross erwarten. Die Herrschaften von der AfD wollen schliesslich „mitspielen“ im Wettbewerb um die parlamentarischen Mehrheitsverhaeltnisse. Mitspielen kann man aber nur wenn man sich gewissen Grundsaetzen unterwirft, d.h. dem Moechtegernmitspieler werden vom System folgende Gretchenfragen gestellt: Wie hast du es mit Multikulti/Westbindung u.Besetzung unseres Vaterlandes durch den US-Hegemon/Geschichts- u. Gedenkpolitik/Verhaeltnis zum israelischen Zionistenstaat? Diese Dinge gehoeren aber zum Allerheiligsten der antideutschen BRD, man kann in diesen Faellen von regelrechten Dogmen sprechen. Bei Dogmen werden aber keine Kompromisse geduldet, sondern diese Fragen muessen ohne Wenn und Aber im Sinne des Systems beantwortet werden. Ist dies nicht der Fall wird eine solche Partei die geballte Macht der Systemmedien und anderer gesellschaftlich relevanter Kraefte zu spueren bekommen. Die systemstuetzenden Medien werden dann nach Belieben von Luegen, Verzerrungen und Halbwahrheiten Gebrauch machen. Desweiteren wuerde eine solche Partei von BRD-Staatsagenten unterwandert um diese in den Augen der Oeffentlichkeit zu diskreditieren. Die honorigen und auf ihre buergerliche Reputation bedachten Protagonisten der AfD haben aber nicht das geringste Interesse daran sich als Paria neben der NPD wiederzufinden. Man will ja wie gesagt akzeptiert sein. Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass man von Seiten der AfD bzgl. der genannten Gretchenfragen (sicherlich Fragen die national denkenden Deutschen am Herzen liegen) nichts Gegenteiliges hoert, bzw. in Sachen Multikulti sogar bereits erklaerterweise prinzipiell mit dem System konform geht.

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