Drei Millionen Kinder in der BRD ohne Urlaub

Der deutsche Kinderschutzbund machte die Tage wieder einmal auf die Kinderarmut in der Bundesrepublik öffentlich aufmerksam. Wegen akuter Mittellosigkeit müssen drei Millionen Kinder auf Urlaub verzichten. In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Sprößlinge, die wegen der Armut ihrer Familien in den Ferien zu Hause bleiben mußten, um sagenhafte 50 Prozent gewachsen, sagte der Präsident der Organisation, Heinz Hilgers.

Die Zahlen belegen, daß das vermeintliche „Jobwunder“ und die geschönten Arbeitsmarktzahlen der Bundesregierung nur Augenwischerei darstellen. Zwar stieg in Deutschland die Beschäftigung unter dem Strich an, aber maßgeblich durch den Ausbau des Billiglohnsektors und der Etablierung von prekären Beschäftigungen.

Trotz geringerer Arbeitslosenquote ist die Armut bei den Menschen in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Hilgers befürchtet durch die finanzielle Not – insbesondere bei Hartz-IV-Familien -, daß die familiäre Identitätsstiftung durch fehlende gemeinsame Freizeitgestaltung im Sommer für arme Kinder in der BRD zu kurz kommt.

Der Kinderschutzbund schlägt nun ein einmaliges Urlaubsgeld von 300 Euro für Hartz-IV-Kinder vor. Viel sinnvoller wäre es jedoch das asoziale Hartz-IV-System ganz abzuschaffen, die Menschen in Arbeit zu bringen und einen Mindestlohn einzuführen, von dem man dann auch selbstbestimmt den Urlaub für sich und seine Familie ersparen kann.

FNS

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