Sophie Scholl – Patriotin und Christin

Klaus Graf von Stauffenberg als „Symbolfigur des Widerstandes“ ist gerade durch einen arg verkitschten und unhistorichen Hollywood-Film in aller Munde. Darüber hinaus sollte aber gerade die „Weiße Rose“ und hier insbesondere Sophie Scholl nicht in Vergessenheit geraten. Gerade Nationalrevolutionäre aber auch andere Nationalisten und Patrioten sollte Sophie Scholl gegen zweierlei Sorten von Diffamierungen in Schutz zu nehmen. Da wäre zum einem die von der Bundesepublik wie bei Stauffenberg vorgenommene Vereinnahmung und damit das politisch-korrekte Verbrennen von Sophie Scholl und zum einem die gehässigen Diffamierungen des NS-Lagers. Gegen beide Seiten wäre nun das Erbe Sophie Scholls zu verteidigen. Die einen wollen sich mit falschen Federn schmücken, die anderen möchten Sophie Scholl am liebsten vor ein immagineres Erschiessungskommado stellen.

Zum einem wird dem Bundesbürger in medialer Berauschung eingeredet die Weiße Rose sei so eine Art Prä-Form der soegannten BRD-„Antifa“ gewesen. Sophie Scholl soll zu einer androgynen Vorkämpferin des Westlichen Wertegemeinschaft umgelogen werden. Am besten noch zur Fürsprecherin von Gender Mainstreaming, aus dem Ruder gelofenen Hyperfeminismus, „Gay-Rights“ und als Motiv für „Fascism is a Crime“ Buttons. Die Antifa ist sich natürlich nicht zu blöd auf den Zug der bürgerlich und liberalen sowie pseudokonservativen Staats-Antifa aufzuspringen und Sophie Scholl praktisch als eine der Ihren auszugeben. Das kommt nun davon wenn man jedem 9.- Klässler „Geschichtsbuch“ glauben schenken will. Die Antifa München rief nun jedenfalls zu einem Sophie Scholl Gedenken auf und präsentierte damit ihre offensichtliche Geschichtsfernheit. Eine Sophie-Scholl Schule agitiert gegen „Rassismus und Nazis“, Antideutche Gruppen sehen im letzten Sophie Scholl nun jedoch die Tendenz „zur Versöhnung mit der deutschen Nation“. Ein paar „Aktivisten“ aus dem „NW“ besprühten einen Sophie Scholl Gedenkstein mit ihrem Lieblingskreuz und ein paar Runen. Der alltägliche Wahnsinn in diesem Staate könnte man einwenden.

Geboren wurde Sophie Scholl 1921 in Forchtenberg als Tochter eines liberalen Bürgermeisters. Sie wird christlich und humanistisch erzogen, tritt aber dem BDM (Bund Deutscher Mädels) bei. Ihr Bruder Hans wird kurzweilig verhaftet weil er insgeheim die Tradition der im dritten Reich verbotenen „Bündischen Jugend“ fortsetzt. Nach Kriegsausbruch arbeite Sophie als Kindergärtnerin. 1942 begann sie schließlich in München Philosophie und Biologie zu studieren.

Besonderen Halt fand Sophie Scholl im christlichen Glauben. Besonders beindruckte sie die Schriften des Heiligen Augustinus („Gottestaat“). Gott bedeute für Sophie Leben und der Sieg über die zerstörenden Kräfte in dieser Welt. Besonders die Berichte über die Ermordung von Behinderten durch das Regime forderten das christliche Gewissen zum Handeln heraus. Zusammen mit ihrem Bruder Hans und mehreren Komilitonen gründet sie die „Weiße Rose“. Kontakte bestehen bald unter anderem zum Nationalbolschewisten Harro Schulze-Boysen von der „Roten Kapelle“. Boysen war zuerst Mitglied der „Volksnationalen Reichsvereinigung“, später von Otto Strassers „Schwarzer Front“. Später gab er die Zeitschrift „Gegner“ heraus an der unter anderem Franz von Salomon mitwirkt. Seinem Gegner-Kreis sollte unter anderem auch Kurt Schumacher angehören. 1932 tritt er in die KPD ein. Ende 1942 wird er verhaftet und wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt.

Der Kreis um die Scholls sollte bald eine ganze Reihe von Flugblättern verfassen die in etwas naiver Ausdrucksweise an das deutsche Volk appellierten. Wahre Worte ließen sich aber darunter finden: „Jedes Volk bekommt die Regierung die es verdient“. Eine sehr fatalistische Haltung die nun aber auch heute sicherlich von einigen Nationalen eingenommen wird. Neben den zahlreichen Charakteriskas des deutschen Nationalkarakters drückt sich hier auch ein sehr negaiver aus. Der deutsche Michel ist ein sehr autoritätshöriges Subjekt. Guter Bürger zu sein bedeutet für viel zu allem Ja und Amen zu sagen. Aufgeregt und Geschimpft wird dann am Stammtisch und das war es dann in der Regel. Blind gefolgt wurde dem Kaiser, Adolf und nun Angie. Der Deutsche ist ein Fatalist. Er lässt sich belügen, betrügen und ausbeuten. Untertanengeist könnte man dies durchaus treffend auch nennen. Wenn das System infolge der Finanzkrisen zusammenbrechen wird so werden Umstürze, Revolten und Revolution zuerst in den europäischen Nachbarländern stattfinden. Andere Völker sind Revolutionärer als das Unsrige. Deutschland wird in der antikapitalistischen Entwicklung eher ein Nachzügler sein.

Der Kreis der Weißen Rose sollte aber schon bald auffliegen. Sie blieben ja stets jugendliche Laien und idealistische Amateure. In den anschließenden Verhören durch Gestapo-Mitarbeiter finden wir aber auch einen gewissen Gegenwartsbezug. Die „cool“ handelnden Systemvertreter sind ein Ausdruck heutiger Systemknechte. Stets handelnd nach dem Motto: Schalte dein Hirn aus! Nicht nachgedacht werden soll über die „Verhältnisse“, das Gesamtsystem, das eigene Tun- und Handeln. Man befolgt ja nur Befehle und handelt so glaubt man im Sinne von etwas Höhren, hier das „freiheitliche System“, dort im Sinne von „Führer und Volksgemeinschaft“. Modern nennt sich dies in den USA auch „Homeland-Security“ – hier kann man 80-Jährige Friedensaktivisten verhaften lassen weil sie sich in der Leihbücherei eine Fidel Castro Biographie ausgeliehen hatten. Verschwiegen werden sollen aber der heutigen Jugend der Idealismus und das nationale Verantwortungsgefühl der Mitglieder der Weißen Rose. Das passt nicht in unsere heutige Hedonisten-Gesellschaft der Bundesrepublik. Im Interview mit der Jungen Freiheit führte Susanne Zeller-Hirzel aus:

Zitat

Zeller: Natürlich, Deutschland war ihr wichtig. Es wäre ihr niemals in den Sinn gekommen, es zu hassen Sie ist später im Gestapo-Verhör gefragt worden, ob sie wieder so handeln würde. Sie sagte: „Ja, weil ich es für das Richtige für mein Volk halte.“ Und denken Sie nur an Professor Kurt Huber, der die Flugblätter mitformuliert hat und auch zum Tode verurteilt wurde. Er schrieb seiner Frau aus dem Gefängnis: „Freu Dich mit mir, ich darf für unser geliebtes Vaterland sterben.“ Ähnliches schrieb auch Willi Graf.

Also war die Weiße Rose ein patriotischer Widerstand?

Zeller: Auf jeden Fall, man handelte bewußt für Deutschland, hatte eine Zukunftshoffnung für unser Vaterland, hoffte auf ein demokratisches Deutschland in einem föderalistischen Europa.

http://www.jf-archiv.de/archiv02/092yy29.htm

All dies ist wie wir alle Wissen NICHT eingetreten. Deutschlands-Politiker handeln heute weder für Vaterland, noch für eine spezifische Ideologie. Der Typus des Berufspolitiker handelt nur mehr autistisch für die Partei, die eigene Geltungssucht – Politik ist eine Selbstdarstellungssucht geworden wie Horst Seehofer offen zugab. Europa ist keine Idee mehr, das „Europa der Vaterländer“ (De Gaulle) ist inexistent. Die EU handelt nur mehr unter der Prämisse eines „Wirtschaftseuropa“, das angebliche „Friedensprojekt“ wurde zu einem Wetteiferer im im Geschäft des internationalen Kriegsimperialismus. Man Wetteifert mit den USA um ein möglichst großes Stück am Kuchen des Globalismus und Imperialismus. Deutschland ist keine Demokratie, wir haben es ganz im Gegenteil mit einer pseudodemokratisch verbrämten Dikatur der „Eliten“ zu tun. Marcuse prägte das Wort der „repressiven Toleranz“.

Verfasser: Sozrev

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