Monatsarchiv: Juli 2013

Hizbollah – terroristische Vereinigung?

Jetzt, nach der Beteiligung der Hizbollah-Miliz an der Niederwerfung des Rebellenstützpunktes Kusair in Syrien, werden im Lager der Israelfreunde die Stimmen immer lauter, die eine Einordung der Hizbollah als Terroristische Vereinigung fordern. Dabei wird die Frage, ob die Hizbollah-Miliz der Begriffsbestimmung einer terroristischen Vereinigung überhaupt entspricht, geflissentlich ignoriert. Weiterlesen

Terrorunterstützung!

Daß die libanesische Hezbollah-Organisation – die „Partei Gottes“ – nun auf die Terrorliste der Europäischen Union (EU) gesetzt wurde ist nun nicht wirklich überraschend. Schließlich gilt die nationale schiitische Befreiungsorganisation aus dem Libanon zurecht als gefährlichster Gegner Israels und hat nun in Syrien die Kriegswende Zugunsten der progressiven baathistischen Regierung bewirkt. Der Hezbollah wird vorgeworfen mehrere israelische Staatsbürger bei einem Anschlag auf dem Staatsgebiet Bulgariens getötet zu haben. Eine Behauptung die natürlich von der israelischen Regierung und dem Mossad aufgestellt wurde, für dies es aber natürlich keine Beweise gibt. In Wahrheit nimmt die Hezbollah keine Zivilisten ins Visier, sondern greift alleine militärische Ziele des zionistischen Aggressors an. Daß die EU nun den Wünschen der Libanesenmörder in Jerusalem und Tel Aviv folgt darf nun sicherlich nicht verwundern, schließlich gehört die angedachte Zerschlagung der Hezbollah zu den Grundvoraussetzung für Angela Merkels „Staatsräson“, nämlich dem Zionistenstaat auch militärisch zur Seite zu stehen. Weiterlesen

Libyen: Heftige Kämpfe in Tripolis zwischen NATO-Islamisten und Berber-Miliz aus Zintan

Der antideutsche deutsche Imperialismus

Die aktuelle Ausgabe des Deutschen Imperialismus ist antideutsch, weil sie alle deutschen Traditionen vernichten will. An deren Stelle sollen Antifaschismus, Gender-Mainstreaming, Menschenrechte, Demokratie (mit eingebautem Militärputsch, wenn „falsch“ gewählt wird) und andere Ideologiefragmente eines exrtemistischen Linksliberalismus treten. Das Hauptziel bleibt die wirtschaftliche Hegemonie des deutschen Grosskapitals über Europa, wobei man nur die ideologische Begründung austauschte. Weiterlesen

Wahabiten, Salafisten und BRD-Imperialisten

Die Lieferung von 200 deutschen Panzern des Typs Leopard II an Saudi Arabien sorgt in der öffentlichen Diskussion für sehr viel Empörung, Heuchelei und Scheinmoralismus. Die Bundesregierung behauptet nun, es ginge um die „Stabilität“ in der Region des Nahen Ostens – was aus ihrer Sicht auch stimmen mag. Ähnlich sieht es auch die israelische Regierung, die laut Bundespräsident Wulff den Panzerdeal im Vorfeld abgesegnet hatte. Aus israelischer, US-amerikanischer und bundesrepublikanischer Sicht stellt der reaktionäre und feudalistische Golfstaat ein Gegengewicht zur aufstrebenden Mittelmacht des Iran dar. Die Aufrüstung des wahabitischen Wächters der prowestlichen Reaktion im Nahen Osten folgt daher auch der völlig „normalen“ Machtlogik der westlichen Wertegemeinschaft. Weiterlesen

Ägypten: Das unregierbare Land?

So wie die Dinge im Land am Nil derzeit liegen, scheint es in der Tat unregierbar zu sein. Und dieser Zustand wird so lange anhalten, bis es gelingt, völlig neue, bisher nirgendwo erprobte, politisch unorthodoxe, speziell auf Ägypten zugeschnittene Modelle gesellschaftlicher Organisationsformen in das kollektive Bewusstsein der Ägypter einzupflanzen und schließlich zur Entfaltung zu bringen. Weiterlesen

Diktat Freihandelszone

Nicht nur für Laien auf dem Felde der Ökonomie ist es etwas schwierig, das heutige Wirtschaftsleben in seiner ganzen Vielfalt und Komplexität auf Anhieb zu durchschauen und zu verstehen. Das erleichtert Politikern, die meist selbst zu wenig von Wirtschaft verstehen, ihnen Aufgeschwatztes ihren Wählern weiter zu erzählen. Etwa das Ammenmärchen, daß die heutige Immigration in jedem Fall zur Produktionssteigerung und daher zu mehr Wohlstand beitrage. Selbst wenn es stimmte, wozu noch mehr? Weiterlesen

Bruch zwischen Saudis und Washington über Haltung zu Ägypten

Von F. William Engdahl

In der Berichterstattung über den Militärputsch vom 3. Juli in Ägypten, bei dem der bisherige Präsident Mohammed Mursi, ein Anhänger der Muslimbruderschaft, gestürzt und zahlreiche Mitglieder der Bruderschaft, die die ägyptische Politik im letzten Jahr bestimmt hatte, entlassen wurden, wird ein Aspekt nur ganz selten kommentiert, nämlich die trotzige Reaktion des saudischen Königshauses, das den Rauswurf der Bruderschaft begrüßt und die Wiedereinsetzung des Militärs unterstützt.

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Das Deutschlandbild des Oberst Graf von Stauffenberg

Zum Beitrag on Wolfgang Venohr

Stauffenberg und das „geheime Deutschland“

CLAUS VON STAUFFENBERG
Die Genese des Täters aus dem Geheimen Deutschland

208 Seiten, 20 Abbildungen
ISBN 3 85418 104 3
EUR 24,– / CHF 41,–

„Es lebe das geheime Deutschland!“ soll der letzte Ruf Claus von Stauffenbergs gewesen sein, bevor man ihn im Hof des Bendlerblocks zu Berlin in der Nacht des 20. Juli 1944 erschoß. Die Herkunft aus dem Kreis des Dichters Stefan George, des „Künders des Neuen Reiches“, prägte Stauffenberg zeit seines Lebens. Je mehr Graf Stauffenberg seit 1942 von den Schinderhütten der Lagerwelt im eroberten Osten erfuhr, desto stärker wurde auch sein Wille, diesen Zustand zu beenden und schließlich das Attentat auf Adolf Hitler zu wagen. Früh bereits hatte der George-Kreis in dem jungen Stauffenberg das Gefühl des Auserwähltseins bestärkt und damit den späteren „Täter“ auf den Schild gehoben. Weiterlesen