Dümmer als die NATO erlaubt

Für die „Antikapitalistische Linke“ (AKL), einer Strömung in der Linkspartei die den Hauptteil des linken Parteiflügels umfasst, hat nun die friedenspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Linkspartei, die Trotzkistin Christine Buchholz, die scheinbare Ablehnung eines Militärschlages gegen Syrien im Geiste des Pazifismus begründet.

Siehe: http://www.antikapitalistische-linke.de/article/703.syr.html

Den Lesern der Stellungsnahme wird aber was sie im Regelfall wohl nicht wissen werden Sand in die Augen gestreut. Christine Buchholz, hat nämlich neben allerlei Antifa-Geseiere vor allem ein politisches Hobby: Sie hetze vor und während des Libyenkrieges gegen die Regierung Gaddafi und tut dies nun auch im Fall Syriens schon seit mehr als zwei Jahren, wenn es darum geht die Baath-Partei und Assad anzuschwärzen sowie die billigsten NATO-Lügen aufzuwärmen und zu wiederholen.

Zeitgleich zu der Erklärung auf der Seite der AKL hatte Buchholz für die Fraktion der Linkspartei im Bundestag eine Stellungsnahme verbreitet, die mitunter inhaltlich die Kriegshetze der anderen Bundestagsfraktionen noch in den Schatten stellt. Buchholz verbreitet im Grunde Propagadaphrasen der NATO-Rebellen, wenn sie folgendes äußert:“Im Übrigen könnte das Assad-Regime aus einem solchen militärischen Angriff politisch noch gestärkt hervorgehen. Gegen den Giftgasangriff haben in Syrien selbst – sogar unter den Bedingungen der Unterdrückung in Damaskus – Proteste und Flugblattaktionen stattgefunden. Ein US-geführter Angriff von außen würde es dem Regime erleichtern, solchen zivilen Widerstand, den es weiterhin gibt, als Teil der äußeren Aggression zu verunglimpfen und noch wirksamer zu unterdrücken.“

Siehe: http://www.linksfraktion.de/im-wortlaut/militaerischen-werkzeugkasten-entsorgen/

Die Linkspartei teilt mit allen anderen Bundestagparteien ein Haupziel und zwar die Beseitigung der nationalprogressiven Regierung Syriens und die Zerschlagung der Achse des Widerstandes (Syrien, Iran, Hezbollah). Die Linkspartei bedient in der BRD die linksliberale Opposition gegen Assad. Die Linkspartei hat mehrere Konferenzen mit linksliberalen syrischen Oppositionellen und den NATO-Islamisten von der Muslimbruderschaft veranstaltet. Die Linkspartei steht in engen Kontakt zu der sogenannten „Nationalen Syrischen Koalition“. Deren Führer Ahmed Jarba erklärte: „ Das Assad-Regime hat die volle Unterstützung Russlands, der Hisbollah und des Iran und wir haben nichts. Unsere Verbündeten haben uns nicht das gegeben, was wir wollen. Wir brauchen wirkliche Unterstützung….Wenn es eine Intervention gibt, wird das Regime nicht lange überleben. Es ist notwendig eine mutige Entscheidung zu treffen. Wir brauchen unsere Freunde. Sie sollten nicht nur Worte verlieren.“

Michel Kilo, ein „Star“ bei den Syrien-Konferenzen der Linkspartei fungiert gar als Verbindungsmann zur Al Kaida in Syrien, zur Al Nusra-Front. Gegenüber dem TV-Sender n-tv erklärte Kilo: „Ich war in Syrien und habe dort Mitglieder von Jabhat al-Nusra und Liwaa Ahar Souria getroffen. Das sind Brigaden freier syrischer Männer, die von euch als Fundamentalisten bezeichnet werden. Ich bin Christ, sie haben mich mit offenen Armen empfangen mich umarmt und mir Auszeichnungen gegeben.“

Buchholz, die ein führendes Mitglied im trotzkistischen Spektrum in der Linkspartei um „Marx 21“ ist“, der Nachfolgeorganisation von „Linksruck“, ist wie viele auf der heutigen vorgeblichen „radikalen Linken“ in der Bundesrepublik nicht in der Lage zwischen Reaktion, Konterrevolution und Revolution zu unterscheiden. Deshalb halten Buchholz und Marx 21 auch die salafistischen und wahabitischen Erzreaktionäre, die im Sinne der Westlichen Wertegemeinschaft agieren, für „Revolutionäre“, während die Anhänger des Nationalprogressiven und kleinbürgerlich-sozialistischen Lagers um Assad zu „Reaktionären“ und „Verbrechern“ erklärt werden. Absurder geht es natürlich kaum mehr.

Ziefle, Mitarbeiter von Buchholz, setzt den Buchholz-Behauptungen auf der Internetseite von Marx 21 noch einmal die Krone auf.„Wahlloses Töten, die Taktik der verbrannten Erde, Kollektivstrafe für die Bevölkerung – das sind die klassischen Mittel der Aufstandsbekämpfung, wenn sich herausstellt, dass die Unterstützung für die Aufständischen in der Bevölkerung ein „normales“, „polizeiliches“ Vorgehen nicht mehr zulässt“.
 
Siehe:http://marx21.de/content/view/1933/32/

In Ziefler Sicht würde ein Sieg des „Aufstandes“ gegen Assad – oder besser der Christen und Alawiten-Mörder – „anderen Bewegungen“ in Saudi Arabien und Katar „neuen Mut verleihen“. Welche Bewegungen kann der Trotzkist aber meinen? Kennt Ziefle etwa eine trotzkistische Massenbewegung im Wahabiten-Staat von dem außer ihm noch nie jemand etwas gehört hat? Mit der Logik hat es Ziefle nicht. Würde man sein Geschreibe nämlich ernst nehmen, dann machen der Emir von Katar und die saudischen Feudalisten den „Rebellen“ in Syrien „Mut“, damit ihre eigenen Untertanen sie dann selbst stürzen sollten. Für Ziefle und seine Marx 21 Mitgenossen sind die NATO-Rebellen „Bündnispartner“, die man sich zu „antiimperialististischen“ Revolutionären umgelogen hat. Am Ende landen dann solche Wirrköpfe im Bett mit den US-Imperialismus, Cameron, Hollande und Angela Merkel.

Diese Haltung entspricht im großen und ganzen der NATO-Propaganda. Nur wird von den NATO-Kriegern niemand ernsthaft die Behauptung aufstellen wollen, dass es sich bei den islamistischen AL Kaida-Fußtruppen der westlichen Imperialisten in Syrien um „revolutionäre Arbeitermilizen“ handelt. Von dieser irrenhausreifen Deutung dürften nun die „Arbeitermilizen“ der Jihadisten noch nie auch nur etwas gehört haben. Eine Begegnung mit den „Arbeitermilizen“ dürften die Freunde und Freundinnen einer feministischen, multikulturellen und offenen Gesellschaft nöchst wahrscheinlich nicht unbeschadet überstehen. Die gottlosen Atheisten von Marx 21 und der AKL, die wohl davon träumen, dass die Salafisten und Wahabiten in Damaskus ein Trotzki-Denkmahl errichten, dürften die Gotteskrieger wohl den Kopf abschlagen oder noch schlimmeres veranstalten.

Dabei hält sich Buchholz und sicherlich ein Großteil der Spektrums um die AKL irgendwie für „antiimperialistisch“. Faktisch handelt es sich aber um nützliche Idioten des Kapitals und des Menschenrechtsimperialismus weil allen von den Kriegsimperialisten bedrohten souveränen Nationalstaaten die Solidarität verweigert wird oder man schlimmstenfalls gar in die lügenhafte Anklage gegen diese angeblichen „Schurkenstaaten“ einstimmt. Dies war im Fall Serbiens so oder etwa während des Irakkrieges, wo man sich beeilte gegenüber dem Mainstream zu versichern, dass es sich bei Saddam Hussein um die Ausgeburt des Bösen handelte. Nun beteiligt man sich an der Kampagne gegen Gaddafi und Assad. Auch mit Staaten wie dem Iran, Weißrussland oder Nordkorea wird sich in diesem Spektrum kaum jemand solidarisch zeigen. Dies alles läuft auf einen linken Flankenschutz für den Imperialismus der Westlichen Wertegemeinschaft hinaus.

Verfasser: Sozrev

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Kommentare

  • Andi  On 14. Oktober 2013 at 18:47

    Ich erinnere mich, in meiner Form als pflichtbewusster Deutscher, in den letzten Monaten – wenn nicht gar Jahren – immer nur zu der folgenden Worte, entnommen einer Rede, welche ursprünglich der Eröffnung der Kunstausstellung München Rechnung trug.
    So also auch hier das Zitat, möge es mehr und mehr Aufmerksamkeit erregen, der guten Sache wegen:

    „Es lohnt nicht, Sie durch handgreifliche Beweise ihres geschichtlichen Irrtumes zu überführen. Sie irren nicht, Sie sagen wissentlich die Unwahrheit.
    Sie operieren nur mit den Begriffen von Kultur und Zivilisation, die Ihnen innerlich vollkommen fremd sind, hinter denen Sie aber ihre abgefeilten politischen und Wirtschaftlichen Eigeninteressen zu verstecken versuchen.

    Wo haben Sie beispielsweise der Kunst in Ihren eigenen Ländern eine andere Hilfe angedeihen lassen, als die einer verlogenen und zu nichts verpflichtenden, demagogischen Propaganda.
    […]
    Ihre klatschhaften Zeitungen sind das getreue Spiegelbild ihres Zustandes geistiger und seliger Verwahrlosung.
    Ihre Literatur erschöpft sich in einer ätzenden Gesellschaftskritik, hinter der keine aufbauende Idee steht und die nur ein eitles Herumzeigen ihrer eigenen, morbiden Schwächen darstellt.

    Woher nehmen Sie das Recht, gerade uns gegenüber, auf ihre kulturschützerische Mission hinzuweisen? Sie, deren ganze Geschichte von den blutigen Spuren ihres Barbarismus, ihrer Kulturlosigkeit und Zivilisationsfeindschaft gezeichnet ist!

    Bedarf es für eine wissende Welt überhaupt noch einer Begründung für die nur dem Laien unverständliche Tatsache, daß die westlerische Plutokratie nun endlich auch nach außen hin den würdigen Bundesgenossen im sovjetischen Bolschevismus gefunden hat und nicht die Spur von Scham empfindet, wenn Sie selbst dieses aufreizende Konkubinat mit verlogenen und heuchlerischen Phrasen als Schutzwehr gegen die angebliche Bedrohung des freien Geisteslebens durch uns empfiehlt?

    Hier ist vielleicht die akuteste Gefahr bloßgelegt, vor die Europa je gestellt war.

    Erst diese zynische und unmißverständliche Frontenbildung, zeigt den erwachenden Völkern, wo wir alle stehen und was wir tun müssen.
    Wollten wir diese Gefahr übersehen und nicht nach den Forderungen, die sie aus ihr folgern handeln, dann wäre es um das Schicksal unseres Erdteiles getan.“
    Dr. Joseph Goebbels, 1941

    Mit den besten Grüßen aus Sachsen
    Andi

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