Immer wieder Auschwitz

„Antideutsche“ auf „westlerisch-rechtschauvinistisch“ gewendet

Bei der identitären Selbsttitulierung „Antideutsch“ sollte man meinen, daß die Politik der antideutschen „Ideologiekritiker“ darauf aus wäre den Deutschen als Nation das Lebensrecht abzusprechen. Man denkt vielleicht auch an antideutsche Antifa-Kindersprüchlein wie „Nie wieder Deutschland!“ oder „Deutschland das Existenzrecht entziehen“. Innenpolitisch müsste das „Antideutsche“ wohl darauf aus sein die deutsche Nation mittels Multikulti-Ideologie oder „Durchrassung“ (Edmund Stoiber) aufzulösen. Die Metamorphose des Antideutschtums infolge des 11. Septembers und des Antiislamismus hat die „Antideutschen“ aber zurück an den deutschen Herd befördert.

Die radikalsten Ausläufer der antideutschen Bewegung sind nicht zu Anhänger eines nationalsouveränen deutschen Nationalstaates geworden – wie der Ex-Antideutsche Jürgen Elsässer – sie haben das „Antideutsche“ zu einem westlerischen, antiislamischen und radikal prokapitalistischen abstrusen „Deutschnationalismus“ Marke Alfred Huggenberg, erweitert um den westlichen Wertekolonialismus umdefiniert. Daß Deutsche wird nicht mehr als „erblicher Nationalcharakter“ der deutschen Nation definiert, sondern als globale „Ideologie“ – die man nicht in erster Linie in Deutschland fände – sondern im Iran, auf Kuba, in Nordkorea oder Venezuela. Die Redaktion der Bahamas, das Flagschiff der „Hardcore-Antideutschen“ geriert sich heute als Kritiker der Begrifflichkeit des Antideutschen: „Was einmal antideutsch geheißen hat, taucht heute als Apologie für das irgendwie widerständige Tun migrantischer Schlägerbanden, als Angriff auf den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr oder als vom Sozialneid erfülltes Ressentiment gegen deutsche Frührentner, die sich auf Mallorca niedergelassen haben, wieder auf”.

Die Antideutschen führen sich selbst als die radikalsten publizistisch-theoretischen Hardliner der Westlichen Wertegemeinschaft auf, die stets diejenigen zu Belehren wissen, die realpolitisch das Mordswerk auszuführen vermögen, dass die „Antideutschen“ sich nur in ihren wortreichen Erklärungen zusammenträumen. Der US-Imperialismus sei durchaus zu kritisieren und zwar da wo er noch zu lasch mit den Kräften der „Antizivilisation“ umginge. Ja auch der Hooligan der WWG Israel habe sich gegenüber dem „Islamofaschismus“ noch zu weichherzig gezeigt, der Rechtspopulismus sei viel zu „Islamfreundlich“, usw.

Während die Frühform der Antideutschen in den 1990er-Jahren gegen eine angebliche Aufkunft eines „4. Reiches“ und gegen einen damals herbeihalluzinierten neuen „deutschen Vernichtungsrassismus“ nach Mölln, Rostock-Lichtenhagen und Solingen polemisierten, haben die heutigen Antideutschen eigentlich gar nichts mehr gegen ihre damligen Horrorphantasamen einzuwenden. Gegen eine teutonische Großmacht – falls westlerisch und unter Kommando der USA und Israels – haben sie nichts mehr einzuwenden und den alten kolonialistischen Rassechauvinismus haben sie als „emanzipatorisch“ verklärt. Daß Problem sei das die deutschen Antirassisten seien, denn Fremdenfeindlichkeit sei der Ausruck der aufgeklärten bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, der sich die Antideutschen radikal verschrieben haben. Insofern werden die Täter von Solingen und Mölln in diesem Denken zu emanzipatorischen Sachverwaltern des Antiislamismus. Der „Kampf gegen Rechts“ wird im antideutschen Denken so zu einer Schutzaktion für die „antisemitische Internationale“ und den „Islamofaschismus“.

Völlig durchgeknallt erscheinen die Antideutschen wenn sie nun die Rechtspopulisten aus einer noch weitaus radikaleren rechts-westlerischen Warte aus kritisieren. Pro Köln oder der FPÖ wird vorgeworfen „den“ Islam nicht nur NICHT entschieden genug zu bekämpfen, sondern in Wahrheit „Bündnispartner“ des „islamischen Faschismus“ zu sein. Allerdings sei der antiislamische Rechtspopulismus dann immerhin noch das im Verhältnis gesehen „Beste“ was das Politsprektrum in Europa zu bieten habe. Den Durchgeknalltesten in diesem Spektrum um die Bahamas-Redaktion wäre sogar ein Wahlaufruf für die NPD zuzutrauen – falls in dieser westlerische Rechtspopulisten das Ruder übernehmen würden und diese auch noch einen auf Hardcore-Zionismus und Amerikanismus machen würden.

Bei den „Antideutschen“ handelt es sich mittlerweile nicht mehr um reine „Kulturalisten“ wie man sie unter konservativen, rechts- und linksliberalen Prozionisten und Transatlantiker findet, sondern um eine besondere Form von „Rassetheoretikern“, die den westlichen Kulturalismus mit einem kolonialistischen Rassechauvinismus aus dem 19. Jahrhundert verbindet. Während der Kulturalist den Antirassismus bemüht um die Abwertung anderer Kulturkreise zu rechtfertigen, verweist der Antideutsche heute auf den „Rassismus“ der Kolonialzeit, den er zu einem Akt der „Emanzipation“ und „bürgerlichen Aufklärung“ verklärt. Um dies heute zu rechtfertigen greifen die Antideutschen Irrenhausinsassen auf folgende Absurdität zurück: Hitler und der „NS“ werden einfach zu den Ur- und Gründervätern des „Antirassismus“ erklärt. Auschwitz erscheint so als die letzte logische Konsequenz des „Antirassismus“ und der Rassechauvinismus wird so zur emanzipatorischen Pflicht der bürgerlichen Gesellschaft – zumindest nach der antideutscher Definitionssicht. Voraussetzung im antideutschen Denken ist natürlich das der weiße Kolonialherrenchauvinismus über die westlich-bürgerlichen Aufklärungswerte definiert wird.

In dieser ideologischen Irrenhauskonstelation kann sich der Deutsche – vor Jahren noch nicht einmal Angehöriger der Menschheit im antideutschen Denken – von Auschwitz entsühnen. Wie? Ganz einfach! Die Deutschen sollen die „Barbaren“ und die antiwestlichen „Unmenschen“ ganz bellizistisch und WWG-„antifaschistisch“ ins Jenseits befördern. Bomben auf Teheran, Damaskus, Tripolis, Pjönjang oder Caracas ganz nach dem Motto „Nie wieder Völkermord ohne uns!“ unter „intelektueller“ Führung der „Antideutschen“ würden die verwestlichte deutsche Nation endlich wieder „moralisch“ aufwerten. Damit wäre der Westdrang endlich abgeschlossen und die antideutschen Völkermordreunde hätten endlich ihren inneren Seelenfrieden gefunden. Aus dem „Nie wieder Auschwitz“ wird so ein „immer wieder Auschwitz!“.

Verfasser: Sozrev

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Kommentare

  • hanswernerklausen  On 25. Februar 2014 at 18:07

    „Bahamas“ ist in den letzten Jahren eher ein Sprachrohr der israelischen Rechten als der „politisch-korrekten“ deutschen Linken : mit dort populären Themen wie Genderismus oder „Antirassismus“ hat „bahamas“ nicht mehr viel am Hut. Sie sind innerhalb der Linken isoliert und fühlen sich sehr wohl dabei.

  • martinabelt  On 26. Februar 2014 at 07:36

    Die „4.Reich“-Propaganda der „Antideutschen“ Anfang der 90er war natürlich überzogen, Fakt ist allerdings schon, daß das wiedervereinigte „Groß“deutschland damals insbesondere bei der Zersetzung des sozialistischen Jugoslawien eine weitaus aggressivere Rolle einnahm als seinerzeit die USA und die EG. Ähnliches gilt abgeschwächt auch für den Kosovo-Krieg, wo ja bekanntlich Joseph Fischer noch vor der Albright der Hauptkriegstreiber war. Erst allmählich hat sich Deutschland dann wieder mit der alten BRD-Rolle der „proimperialistischen Wirtschaftsgroßmacht“ begnügt.

  • Sozrev  On 26. Februar 2014 at 15:30

    Klausen:

    Richtig! Bei der Bahamas setzt man inzwischen gar auf „Rassentheorien“. Siehe: http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web58-3.html

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