Besprechungen (20)

Seit mehreren Jahren provoziert die Fernsehjournalistin Monika „Mo“ Asumang, indem sie beispielsweise vor laufender Kamera Teilnehmer nationaler Demonstrationen befragt.

Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mo_Asumang

Siehe auch:

Da diese Frau von einer deutschen Mutter und einem aus Ghana stammenden Vater abstammt, scheint alleine schon ihr halbnegrider Phänotyp insbesondere für viele Deutsche aus dem völkischen Spektrum eine Zumutung zu sein. In Asumangs neuem Arte- und ZDF-Dokumentarfilm „Die Arier“ kommen gleich zu Beginn Sequenzen, in denen nationale Demonstrationsteilnehmer ablehnend auf Fragen Asumangs reagieren. Die oftmals gereizten und von wenig Souveränität zeugenden Kommentare bestimmter nationaler Demo-Teilnehmer waren wohl auch das eigentliche Ziel Asumangs, nämlich daß sich die vermeintlichen „arischen Herrenmenschen“ – von einer Halbnegerin provoziert – als Idioten selbst vorführen.

Siehe:

Die harschen ablehnenden Reaktionen sind wohl in vielen Fällen nicht nur daraus zu erklären, weil man sich nicht gerne mit Vertretern von Systemmedien unterhält oder als einfacher Demo-Teilnehmer auf den Veranstalter verweist, der alleine autorisiert sei für die Demonstrationsleitung zu sprechen; nein: in vielen Stellungnahmen kommt direkt oder unterschwellig zum Ausdruck („geh doch nach Afrika!“; Minute 4:00), daß man sich mit „Nicht-Ariern“ wie Frau Asumang aus rassischer Überheblichkeit heraus nicht einmal zu unterhalten gedenkt. Diese Frau stehe als „Nicht-Arierin“ auf einem niederen Niveau der Menschheit, gehöre am Ende für die „Artgemeinschaft“ gar nicht als „Mensch“ anerkannt. Tom Metzger, us-amerikanischer Rassist, vertritt die Auffassung, daß Neger aufgrund ihrer Ähnlichkeit (der Formen von Kopf und Gesicht) mit den Affen, nicht als Menschen zu erkennen seien (Minute: 58:00).

Siehe auch:
http://en.wikipedia.org/wiki/Tom_Metzger_%28white_supremacist%29

Im Grunde genommen sind die Neonazis, die bei diesen Filmarbeiten brav ihr dummes Klischee erfüllen, und Frau Asumang selbst – bei allen genetischen und ideologischen Unterschieden – in ihrer psychischen Verfaßtheit ähnlich strukturiert. Aus beiden Haltungen spricht nämlich eine tiefe psychische Verletztheit, wozu sich Frau Asumang immerhin im Film selbst an mehreren Stellen bekennt (u. a. ab Minute 1:00; ab 1 Std. 30 Minute); daß nämlich ihr bisheriges menschliches Dasein wesentlich davon bestimmt gewesen sei, von vielen der reinen Bio-Deutschen immer wieder aufgrund ihrer teilweise negriden Herkunft gemieden, sogar immer wieder deshalb beleidigt bzw. „verletzt“ geworden zu sein.

Der Antrieb zur journalistischen Arbeit liegt bei Frau Asumang also in persönlichen Motiven (neben dem Beruf, um Geld zu verdienen, in ihrer rassischen Herkunft, die sie seit ihrer Kindheit immer wieder als Nachteil bzw. als Quelle von Diskriminierungen erlebt). Bei den klischeehaften Neonazis liegt der eigentliche Grund dafür, warum sie sich dem Nationalen Widerstand angeschlossen haben, oftmals auch in persönlichen Motiven, nämlich nicht selten in mangelndem Selbstwertgefühl. Da man unterschwellig ahnt, daß man – aufgrund sozialer und / oder genetischer Herkunft – innerhalb des eigenen deutschen Volkes eher zu den Benachteiligten gehört („White Trash“), denen man weniger Intelligenz zuerkennt, sucht man sich eine „Weltanschauung“, derzufolge man wenigstens zu einer überlegenen völkischen bzw. rassischen Gruppe zählt.

Siehe hierzu meine früheren Ausführungen zu diesem Thema:
https://sachedesvolkes.wordpress.com/2012/08/22/dummfaschisten-12/

Wenn beispielsweise der NPD-Politiker Udo Pastörs in seinen Reden darauf besteht, daß wir Deutschen im Vergleich zu den Polen die besseren Automobile bauen, dann bewirkt das genau diesen Effekt. Der Einzelne im Versammlungssaal macht sich dann wohl kaum Gedanken darüber, welchen Beitrag er oder sie selbst zur Überlegenheit der deutschen Automobilindustrie leistet. Oder welchen Beitrag leiste ich eigentlich persönlich zur Überlegenheit des deutschen Maschinenbaus? Sicherlich nicht den, den mein Großvater mütterlicherseits, mein Onkel und mein Cousin leisteten bzw. nach wie vor leisten (mit denen ich eng genetisch verwandt bin)!

Siehe meine Verwandten, die im Maschinenbau tätig sind:
http://www.fella-gmbh.de/pages/de/unternehmen.php

Frau Asumang und die klischeehaften Neonazis, die sie in ihrem Film vorführt, haben diese einfache, allzu menschliche psychische Struktur gemeinsam: sie sind in der Vergangenheit persönlich zutiefst erniedrigt worden, wollen deshalb andere erniedrigen. Der Dumm-Neonazi wird von seinen intelligenteren Volksgenossen einfach nicht ernst genommen, während er die Halbnegerin glaubt aufgrund deren rassischen Determiniertheit demütigen zu müssen. Frau Asumang ist zwar ebenso in diesem Muster (ich bin gedemütigt worden, also demütige ich …) gefangen, sie verhält sich aber weitaus intelligenter als die meisten Neonazis. Die Asumang wirkt souveräner als die Neonazis, sie möchte sich zumindest mit Aussteigern versöhnen (ab 1Std. 28 Minute), möchte auch von den ganz hartgesottenen zumindest als Gesprächspartnerin akzeptiert werden.
Sie glänzt durch mehr Wissen. Sie zeigt auf, daß der Begriff des „Ariers“ für die Rassenkunde bzw. Anthropologie unwissenschaftlich ist. Er stammt nämlich aus der Sprachwissenschaft und hat seine Wurzeln in Indien und im Iran (ab Minute 35:00).

Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Arier

Wo Asumang Recht hat, hat sie Recht. Für die Wissenschaft von der Politik ist aber ihr Dokumentarfilm weitgehend wertlos. Er bringt politisch keine neuen Erkenntnisse. Am Ende wissen wir nur, daß die Halbnegerin Asumang intelligenter ist als viele Neonazis. Aber die Frage, ob rassisch weitgehend homogene Völker wie die Deutschen und Japaner politisch stabilere Gemeinwesen hervorbringen als multirassische wie in Brasilien, Südafrika und in den USA – diese Frage beantwortet Frau Asumang nicht.

Dies ist freilich nur eine Grobsortierung. Bei den Europäern spricht man anthropologisch von den europäischen Europiden, zumal viele der von uns südöstlich gelegenen Völker wie die Türken, Araber, Juden, Iraner, da die Inder insgesamt Europide sind. Inder, Paschtunen, Tatschicken usw. auch zu den Europiden gezählt werden (zu den europäischen Europiden zählen auch überwiegend die Nordafrikaner).

Siehe:
http://www.ares-verlag.com/buecher/geschichte/geschichte-detail/article/anthropologie-europas.html

Der Begriff des „Ariers“, wie er im Dritten Reich und zuvor schon von Rassentheoretikern wie Arthur de Gobineau gebraucht wurde, umfaßt also inhaltlich die europäischen Europäiden, die sich in die sechs (Unter-) Rassen: Nordische, Fälische, Westische (bzw. Mediterrane), Dinarische, Ostische (bzw. Alpine) und Ostbaltische (bzw. Osteuropide) gliedern. Die Siedlungsgebiete der europäischen Europäiden erstrecken sich seit Jahrhunderten freilich nicht nur auf Europa, sondern auch auf andere Kontinente: auf Nord- und Südamerika, Südafrika, Australien, Neuseeland usw. Der Rassenbegriff ist also nicht unbedingt an die Geographie gebunden.

Aber um politische Fragen und wissenschaftliche Themenstellungen rund um den Begriffsinhalt der „Rasse“ geht es Frau Asumang und den anderen Systemjournalisten ja nicht. Und auch in diesem Punkt stimmt sie mit den meisten Neonazis überein.

Jürgen Schwab

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Kommentare

  • Taxifahrer  On 14. Mai 2014 at 10:52

    Als Mo Asumang die Demonstranten fragte, gegen was sie eigentlich demonstrieren, erntete sie nur Schulterzuckenn. Das mag neben der dumpfen Haltung „ich rede nicht mit Negern“ durchaus auch dem Umstand geschuldet sein, dass diese Aktivisten wirklich nicht wussten was das Demomotto war. Aus eigener Erfahrung habe ich früher oftmals erlebt das manche Teilnehmer weder das Motto kannten- geschweige denn den Aufruf gelesen hatten.

  • Schwab  On 15. Mai 2014 at 16:51

    Der oben stehende Artikel ist bereits von mir an die Redaktion korrigiert worden. Im Schlußteil sind mit „West-Europiden“ die „europäischen Europiden“ gemeint.

  • Frieda  On 23. Juni 2014 at 08:03

    Rassenhass bzw. -beleidigungen als Folge erlebter Benachteiligung zu interpretieren, ist auch ein Klischee und muss gar nicht zutreffen. Zugrundeliegende Motivationslagen können ohnehin nur vermutet werden und sind nicht beweisbar. Für die Stichhaltigkeit eines Standpunktes spielen sie keine Rolle, und selbst „niedrige Motive“ können zu richtigen Gedanken führen. Ich sag das, weil mich Psychologisierungen mit der Absicht der (Dis-)Qualifizierung stören. Es sind oft nur billige Ablenkungsmanöver vom Eigentlichen.
    Für mich sind entsprechende Äußerungen eher unter dem Aspekt des Galgenhumors in Notwehrsituationen zu betrachten, und deshalb habe ich nichts dagegen einzuwenden.
    Und die Sache mit den Ariern ist doch ein alter Hut und dürfte den meisten bekannt sein. Häufig, speziell im englischsprachigen Raum, steht der Ausdruck ungeachtet dessen einfach als Synonym für Weiße. Und warum nicht? Sprache entwickelt sich eben weiter und Begriffsbedeutungen verändern sich.

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