Psychokrieg gegen die Mehrheit

Ich denke, ich liege richtig, wenn ich feststelle, daß wir in einer Zeit der Extreme und Übertreibungen leben, in der jeder, der diese anprangert oder sich in die erzeugte kollektiven Hysterie nicht einordnet, in die rechte oder reaktionäre Ecke gestellt wird. Auf dem gesellschaftspolitischen Gebiet wird dies von bestimmten Interessengruppen zu deren ausschließlichem Eigennutz gepflogen. Oder, wie es ein Blogger in einem aktuellen Fall sieht: „Die geheuchelte Wurst-Toleranz ist eine oktroyierte, von oben vorgegebene. Conchita Wurst ist ein Feigenblatt für eine politisch zunehmend degenerierte Gesellschaft“.

So falsch liegt dieser Blogger damit wohl nicht. Auch wenn es einem ziemlich wurst ist, ob einer homosexuell ist oder nicht, kann man angesichts des diesbezüglichen Gesinnungsterrors nicht einfach mit Scheuklappen und Ohrstöpseln durch die Gegend rennen. Werden doch bewährte Prinzipien, lebensbejahende Vorgaben der Evolution (oder Schöpfung) und zivilisatorische Notwendigkeiten im Namen der Toleranz, der Gleichheit und der Freiheit ignoriert. Ja da werden in einem Aufwaschen auch gleich die Weisheiten der Alten und die Lehren der Geschichte sträflich außer acht gelassen.

Die einen handeln bewußt so in Verfolgung ideologischer Wahnvorstellungen oder eines kurzfristigen tagespolitischen Ziels, die anderen gehen aus gefährlicher Naivität unbekümmert über ihnen unbequeme Tatsachen einfach hinweg. Doch schon der von mir geschätzte Montesqieu wußte, daß übertriebene Gleichheit, so wie die übertriebene Freiheit, ebenso in die Knechtschaft führt wie deren Abwesenheit. Als Freund beider Tugenden, kann man nur höchst alarmiert sein, wenn allerlei Gutmenschen gebetsmühlenartig ihre Schnulze von grenzenloser Gleichheit und Freiheit anstimmen und den von der Evolution vorgegebenen Sinn des Lebens in Frage stellen.

So ist etwa die übermäßige Propagierung und Bewerbung der Homosexualität als etwas absolut Normales, gar Anzustrebendes allein aus dem Blickwinkel des Geburtendefizits gesehen eine ausgesprochene Idiotie. Soweit wird es zwar nicht ganz kommen, daß Schwul-sein zum Pflichtfach an Elementarschulen wird, da solche Extreme, und das werden die Vernünftigen und Gebildeten in der Politik wohl einsehen, schon morgen ganz andere Früchte zeitigen könnten. Und eines kann man jetzt schon sagen, liberal würden diese nicht sein. Aber genau das möchten ja viele Bornierte aus gutem Grunde nicht hören oder wissen.

So wundert es nicht, daß die Aktivisten der in geschlechtlicher und gesellschaftlicher Hinsicht verhaltensauffälligen Szene und ihre einflußreichen Unterstützer in Staat und Gesellschaft nicht die Verständigung mit der Mehrheit suchen. Im Gegenteil, es wird zuweilen überfallsartig die Konfrontation mit dieser oder auch einzelnen, meist bereits verstörten Bürgern gesucht. So mit einem Plakat der schwulen „Life-Ball“-Veranstalter, wo es heißt: “Ich bin Adam – Ich bin Eva – Ich bin ich” nackt in einem “Garten der Lüste” – wobei unter anderem Eva mit männlichem Geschlechtsteil gezeigt wird.

Anschauungen und Tugenden der Mehrheit werden bereits mit Häme überzogen. Etwa in der Art: diese Rechten hätten „…merkwürdige Ansichten über das, was Familie ist“ (Selbstdarsteller und „Single“ André Heller). Will heißen, traditionelle Familie ist etwas für Vertrottelte. Einer Lachnummer gleicht, was aus Nantes (Bretagne) gemeldet wird: Dort mußten (oder sind stark dazu angehalten worden) die männlichen Pennäler der Stadt heute, 15. Mai, in Damenrock oder Kleid zur Schule gehen. Und zwar im Rahmen des Kampfes gegen “Sexismus”. Dazu Marine Le Pens Kommentar: “Da hat man den Tiefpunkt erreicht. Bleibt nur noch, die Leiter wegzuziehen”.

Da wie dort wird, mit Unterstützung von „Hiwis“ in den Medien, geistiges Mobbing gegen die Mehrheit der Normalbürger betrieben und diese, falls störrisch, am öffentlichen Pranger gemaßregelt. Ich benutze bewußt den im Zweiten Weltkrieg für Hilfswillige gebräuchlichen Begriff, da es mir so scheint, daß in dieser so genannten Demokratie nicht nur bereits totalitäre Ansätze unterschwellig bis offen vorhanden sind (siehe: Politische Korrektheit), sondern wir uns auch schon in einem unerklärten, stillen Krieg zu befinden scheinen. „Nur“ ein Psychokrieg, gewiß.

Wäre den „Kriegstreibern“ und ihren Unterstützern, darunter Politiker, Kunstschaffende und Top-Journalisten, wider erwarten doch einmal der Endsieg beschieden, könnten sie dann noch der Errichtung von speziellen Psychiatrien und Gulags für Abweichler widerstehen? Ich gehe so weit zu sagen, so mancher heute geistig oder künstlerisch schaffende Gutmensch hätte sich einst auch in den Dienst eines Diktators gestellt. So wie dieselben „nützlichen Idioten“ heute dem völkermörderischen internationalen Kapital, seinen Logen und Orden hörig sind.

Nun ist, ich weiß schon, guter Rat teuer, wie dem verhängnisvollen, anmaßenden Treiben dieser bereits mächtigen, in Wirklichkeit lebensfeindlichen Lobbies, und damit natürlich einer verhängnisvollen Politik insgesamt, erfolgreich begegnet werden könnte. Jedenfalls scheinen mir die bisherigen Wege und Methoden zur Zurückweisung deren frechen Anmaßung und zur Verteidigung des Eigenen nicht sehr zielführend. Die einen laufen wie aufgeputscht ihrem Gegner ständig in das offene Messer, das sie ihm vorher in die Hand gedrückt haben. Die anderen hecheln dem Erfolg hinterher und rutschen am Ende doch auf Knien in die ihnen reservierte politische Ecke. Und dann haben wir noch eine dritte Gruppe, die glaubt, über allen Wolken schwebend, in elitärer Einsamkeit das Übel abwenden zu können.

Nichts davon scheint mir erfolgversprechend. An eine gemeinsame Aktionsplattform ist aber, aus bekannten Gründen, vorerst einmal nicht zu denken. Und schließlich: bevor man nun überhaupt, isoliert oder verbündet, zwecks Verteidigung des Eigenen oder Erreichung eines gemeinsamen Ziels eine vernünftige Strategie in Angriff zu nehmen gedenkt, sollte man sich selbst und den Gegner richtig einschätzen können. Das scheint mir noch nicht der Fall zu sein. Wer demnach in außerordentlichen Zeiten wie diesen, des Infotainments und der Shows“, des Gesinnungsdrucks und der Ausgrenzung Andersdenkender, etwas ändern möchte, muß also innerlich erst einmal ganz fest werden.

Zum einen steht man ja einer tendenziösen veröffentlichten Meinung und wechselnden politischen Moden gegenüber, zum anderen leben viele Menschen, die man überzeugen möchte, in Gegensatz und Entfremdung. Und werden verhetzt. Wie zu allen Zeiten der Auflösung und des Traditionsbruchs könnte aber, außer einer Urkatastrophe, ein großer Gedanke die Menschen einen und zu einem erstrebenswerten Ziel führen. Aber wo ist dieser Gedanke heute und wer sollte das Ganze bündeln, Ordnung und Klarheit in das Chaos bringen? Da besteht also nach wie vor ein Vakuum, und umso mehr müssten daher Fehler vermieden werden.

Es gilt deshalb auch, zwischen zu raschem, unbesonnenem Vorgehen und zögerlichem Taktieren das richtige Maß und ein den Umständen entsprechend angemessenes Tempo zu finden. In gewisser Weise also Mäßigung da, wo damit Unheil vermieden werden kann. Wie immer der große Gedanke heißen oder durch den Gegner punziert sein mag, entscheidend ist, daß er, bewußt im Rahmen der Evolution (Schöpfung) verortet, der Sicherung und Fortpflanzung des Lebens und damit auch dem Ganzen, dem ganzen Volk, der ganzen Nation, dem ganzen Europa zum Vorteil gereicht. Das wäre einmal eine sinnvolle, begrüßenswerte Revolution.

Helmut Müller

Quelle

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