Antisemitische rechtszionistische Israelsolidarität

Der langjährige Ex-Vorsitzende des Front National, Jean-Marie Le Pen, Vater der derzeitigen FN-Chefin Marine Le Pen, sorgte nun in Frankreich für einen Eklat. Linksliberale jüdische Kritiker des Front National forderte Le Pen zur Ausreise aus Frankreich auf und fügte in einem Video-Interview hinzu: „Wissen Sie, da machen wir das nächste Mal eine Ofenladung.“ Marine Le Pen ist schon seit längerer Zeit ein von der israelischen Rechten gerne gesehener Gast. Schon vor Jahren war Frau Le Pen selbst von dem Frauenverband der US-Republikaner als Rednerin in die USA eingeladen worden. Die Rechtspopulistin und Rechtszionistin Marine Le Pen ist als EU-Parlamentarierin Mitglied im Ausschuss für „Freundschaftsbeziehungen zwischen dem Europaparlament und Israel“.

Die Äußerung ihres Vaters ist nun mehr als nur Eindeutig dem Antisemitismus zuzuordnen. Was aber keineswegs bedeutet das der „Alte“ ein Kritiker des Rechtszionismus oder Israel wäre. Der „Alte“ hatte sich im Präsidentschaftswahlkampf 2002 mit dem damaligen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon identifiziert. In einem Interview mit einer israelischen Tageszeitung war er sogar so weit gegangen Israel als „Modell“ für ein vom Front National geführtes Frankreich auszugeben. Der israelische Staatsterrorismus wurde von Le Pen damals „Selbstverteidigungsrecht“ in den rechtspopulistischen Himmel gelobt.

Israelische Rechtszionisten könnten nun darauf verweisen das Le Pen eine Doppelstrategie vor. Wie nun jedenfalls eine Israel- zu einer Iran-Solidarität passen soll dies wird einem politisch denkenden Menschen wohl ein Rätsel bleiben.

Siehe: http://www.dailymotion.com/video/x8ce56_le-pen-l-iran-israel-et-la-bombe_news

Auch die Syrien und Libyen-Politik Marine Le Pens passt nicht wirklich zur prozionistischen Haltung.

Siehe: http://friendsofsyria.co/2013/01/10/frances-le-pen-says-blind-west-aiding-syrian-war/

Bekanntlich unterstützt Israel in Syrien mehrere Fraktionen des salafistischen Jihadismus.

Dies deutet darauf hin das sich Israel nicht wirklich auf die neuen Freunde des europäischen Rechtspopulismus verlassen kann. Jedenfalls fahren die rechten Israelsolidaristen eine Doppelstrategie: Zum einem bedient man im Keller die Israelkritiker, zum anderem setzt aber nach außen im Zeichen des Antiislamismus auf die israelische Rechte, wohl auch aus Gründen einer „Reinwaschung“ vom Vorwurf des Antisemitismus. Le Pen und Konsorten bleiben aber für die zionistischen Aggressoren ein höchst unzuverlässiger Partner. Durch das Pe Pen Sprüchlein ist aber einmal mehr bewiesen das sich Antisemitismus und Zionismus keineswegs ausschließen.

Verfasser: Sozrev

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