Das Poroschenko-Regime schwächelt

Das Poroschenko-Regime schwächelt zusehends.Die vollmundig angekündigte „finale Antiterroraktion“ ist über ein paar selbst organisierte, im Ergebnis wirkungslos verlaufene Terrorangriffe auf die neurussischen Milizen und ein paar unbeteiligte Zivilisten nicht hinausgekommen. Die eigenen, im Kampf mit den Rebellen erlittenen Verluste werden mit gutem Grund nicht bekannt gegeben.

Seit Tagen wird in den Medien nichts über die Kampftätigkeit im Operationsgebiet berichtet. Das erklärt mir die Lage. Unsere Berichterstattung ist Poroschenko-freundlich. Könnten die westukrainischen Streitkräfte Kampferfolge vorweisen, dann würden wir das von den Medien brühwarm serviert bekommen. Aber wir hören nichts. Das heißt, die Lage der sogenannten „Antiterrortruppen“ ist betrüblich bis hoffnungslos.

Die Poroschenkos sind nicht einmal mehr in der Lage die ukrainisch-russische Grenze zu bewachen. 130 Kilometer Grenzverlauf sind derzeit auf ukrainischer Seite unbewacht. Das ist schon peinlich genug, aber noch peinlicher ist das von der Poroschenko-Regierung an die Russen gerichtete Ansinnen, die Sicherung der ukrainischen Grenze zu übernehmen. Das sollte kein Scherz sein. Die Poroschenkos scheinen es ernst zu meinen.

Putin soll seine Truppen aus den Grenzbezirken zurückziehen, aber gleichzeitig den Grenzschutz für die Ukrainer übernehmen? Wie könnte er diesem absonderlichen Wunsch nachkommen? Seine Soldaten sollen aus der Grenzregion abgezogen werden? Soll er die Schaffner der Moskauer Metro dienstverpflichten und an die ukrainische Grenze schicken?
Mir schwant, der Schokoladenkönig wird nicht allzu lange am Ruder bleiben. Die großen vaterländischen Parolen von der ewig ukrainischen Krim und dem ukrainischen Donez-Gebiet werden ihm nicht über die Runden helfen.

Es wird sich bald zeigen, dass er die in ihn gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen kann. Dann schwingt sich in Kiew der Nächste in den Sattel und der wird’s auch nicht richten können.

Karl-Heinz Hoffmann

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