Wie viele Fremde verträgt ein Land, wie viel Fremdes eine Kultur?

Durch imperialistische Politik und Konzerninteressen verursachte Konflikte und Kriege produzieren ohne Zweifel Flüchtlingselend. Weltweit sollen es an die 50 Millionen sein, die auf der Flucht sind. Mehr als 20.000 Flüchtlinge sollen bereits bei ihrer Fahrt übers Mittelmeer ums Leben gekommen sein. Das ist schlimm, gewiß. Auch wenn nicht jeder einzelne unter ihnen ein Flüchtling im Sinne der Genfer Konvention ist, ist es dennoch im gesamten eine menschliche Tragödie. An die 70.000 sollen es dennoch an Italiens Küsten geschafft haben. Der Ansturm insgesamt hat Folgen für die Aufnahmeländer, die, so hört man, ihre Tore noch weiter öffnen sollten.

So fordert etwa das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR), Europa solle in den nächsten zwei Jahren über Kontingente oder Familienzusammenführung mindestens 100.000 Syrer zusätzlich aufnehmen. Und wie viele Iraker, Afghanen, Somalier, Sudanesen und andere Afrikaner noch zusätzlich? Damit Inder, die jetzt schon Italiens Kühe melken, den Melkhocker an Nigerianer abgeben, ungebildete Migranten unseren Generationenvertrag sichern und Millionen billige Arbeitssklaven den Konzernen in der Europäischen Union (Arbeitslosenquote im April 10,4%) als Reservearmee zur Verfügung stehen?

Wem als Geschichtskundigem und Lebenserfahrenem da Übles schwant, dem wird gleich der moralische Imperativ geblasen. Die Frage, wie viele Fremde ein Land vertrage, gilt für die Apostel des in Erosion befindlichen linksliberalen Zeitgeistes selbstverständlich als rechtslastig. Nicht wenige dieser Verwirrten wollen in einer völligen Überfremdung gar eine Bereicherung sehen. Wer aber damit schon seine Erfahrung gemacht hat und noch einigermaßen bei Hausverstand ist, der wird dies anders sehen. Und es wird von Tag zu Tag schlimmer.

Ja, so mancher muß sich bereits rettungslos verloren fühlen vor dem durch die organisierte „Völkerwanderung“ heraufbeschworenen Zukunftshorizont. Selbst wenn Europa in der Lage wäre hunderte Millionen Opfer lokaler und imperialer Politik, von Konzerninteressen oder solche des Klimas, aufzunehmen – was dann? Das institutionalisierte multikulturelle Chaos, wie ich annehme.* Dieses versucht man mit an Nötigung grenzenden Argumenten dem bereits mißtraurischen Bürger schmackhaft zu machen.

So erklärte Peter Sutherland, in einschlägigen Organisationen bestens verankerter ehemaliger EU-Kommissar, vor Mitgliedern des britischen Oberhauses, der künftige Wohlstand vieler EU-Staaten hänge davon ab, daß sie multikultureller würden. Was dann viele Naive tatsächlich für bare Münze halten. Wie haben dann bloß, im Gegensatz zu Sutherlands Vorstellungen, eher “monokulturell” ausgerichtete Länder wie Südkorea und Japan einen so großen Wohlstand erreicht?

Bei den Verantwortungsträgern scheint es aber vielfach so zu sein, daß sie die Risiken und Gefahren, persönlichen Vorteils wegen, ignorieren oder, ihrer Kultur entfremdet, auch schon zynisch in Kauf nehmen. Für die gefährliche Lage, in der wir uns als Europäer heute teilweise bereits befinden oder in die wir zusehends mehr hineingeraten, wären mehrere Gründe anzuführen. Ich erwähne hier den der NS-Zeit wegen verschmähten und vernachlässigten biologisch-kulturellen Aspekt und dessen Fehlen im politischen Diskurs besonders in Hinblick auf das angepriesene Allheilmittel Integration.

Gerade das vergötterte „Gleichheit über alles“ – als konsequenter Ausdruck für die Wurzellosigkeit vieler Europäer – läßt in dieser Hinsicht der Autochthonen biologisches Erbe und kulturelle Tradition sowie die von der Verhaltensforschung erarbeiteten Erkenntnisse außen vor. Das “Eigene”, besondere Anlagen und Bedürfnisse werden in vielen Fällen nur mehr bei uns völlig Fremden respektiert, etwa auch schon bei Gerichtsverfahren „wegen deren kulturellen Besonderheiten“. So als hätten wir Eingeborenen keine. Oder so, als wären diese es wert, daß sie vom Erdboden verschwänden. Eine im Lichte der Evolution hirnrissige Einstellung, wenn nicht auch schon Geisteskrankheit.

Ich bezweifle, daß von realitätsfremden Dogmen geleiteten Wirrköpfe auch nur ansatzweise mit autochthoner Kultur etwas im Sinne haben, geschweige die von ihnen auf ihr ideologisches Podest gehobenen fremden Kulturen und Identitäten verstehen oder eingehender verstehen wollen. Wie in dem ganzen Genderunsinn geht es doch hier auch nur um ein ideologisch verortetes, weltfremdes Fantasieren. Die Multikulti-Nachplapperer sind die Stachanows eines globalen Projektes. Kämen sie zur Vernunft, würden sie doch sehr schnell und unmittelbar mit den Ansprüchen und Herausforderungen ihrer eigenen kulturellen Grundlagen und Besonderheiten konfrontiert werden.

Unsere scheinbaren Ausländerfreunde haben sozusagen durch biologisch-kulturelle Eigenkastrierung eine Lebenslüge zu ihrem politischen Programm gemacht.** Unabhängig davon, daß mit Massen von Einwanderern auch Kriminelle, gefährlicher Erreger und jede Menge Analphabeten*** uns bereichern. Nicht zuletzt Konflikte eben.
Natürlich werden in den global agierenden Planungsstäben, wo kulturelle Besonderheiten nur insofern Bedeutung haben, als daß sie sich strategisch verwenden lassen, solche Gefahren ins Kalkül gezogen. Aber letztlich gilt es ein Plansoll zu erfüllen.

Einem solchen Auftrag hat sich die Politik zu fügen, und da wirken des französischen Präsidenten Hollande Forderung, der Nahost-Konflikt dürfe nicht nach Frankreich „eingeschleppt“ werden, wie ein verspätetes, hilfloses Eingeständnis einer gescheiterten, fahrlässigen Integrationspolitik. Gilt für andere Länder auch. Weil nachhaltige Problemlösungen links liegengelassen wurden und weiter werden. Nicht zuletzt die Betroffenen selbst.

In Werken von Schriftstelllern wie Albert Camus und Max Frisch wird in verschiedener Weise die mehr als schwierige Frage nach dem Verhältnis zwischen dem Eigenen und dem Anderen, also in diesem Fall dem Fremden, gestellt. Diese Frage aufrichtig zu beantworten machen sich die Globalisten und ihre Verbündeten in Staat und Gesellschaft gleich gar nicht die Mühe. Aspekte der Kultur wie Religion, Nationalität und Sprache, wodurch sich Völker voneinander unterscheiden, sind in dem Eine-Welt-Konzept nicht nur nachrangig, sondern stehen den Bestrebungen dessen Betreiber diametral entgegen.

Kulturspezifische Werteordnungen, eine Gemeinschaft miteinander verknüpfter Grundbegriffe, von Gefühlen geleitete oder beherrschte Auffassungen und Praktiken wie sie jeder einzelnen Kultur eigen sind, sind, weil nicht materiell, störend. Nationalstolz, Familiensinn und Heimatliebe werden umgeleitet und neu definiert dem Konzern- oder Zentralstaatstreben dienstbar gemacht. Das funktioniert bei bereits entwurzelten Europäern noch relativ leicht, wird sich aber bei den in ihren jeweiligen Kulturen und Traditionen verharrenden Fremden spießen.

Der Fremden natürliches Beharren auf dem Eigenen hat erkenntlich Folgen für das Zusammenleben mit den Autochthonen. Für die eine wie die andere Seite gilt ja, daß es beinahe unmöglich ist, in eine andere Kultur wirklich verstehend einzutauchen, in der man nicht aufgewachsen ist. Das schafft Distanz, Mißverständnisse und Mißtrauen, das für jede Gesellschaft tödlich ist..

Man kann ja eine konfliktreiche Gesellschaft als spannend und interessant finden, sinnvoll und wünschenswert ist es nicht. Spätestens wenn es einmal unerträglich wird – worüber gerade viele bei uns Zuflucht Suchende aus leidvoller Erfahrung zu berichten wüßten – werden es auch die naivsten von Dekadenz erfaßten Gutmenschen einsehen müssen. So sehen es zumindest bereits viele meiner ausländischen Freunde. Man muß ihnen nur offen und ehrlich gegenübertreten.

Wenn dutzende wildfremde Nationalitäten in großer Zahl in ein europäisches Land einwandern, dann prallen nicht bloß Kulturen, sondern fremde Welten aufeinander. Da wird ab einer bestimmten Dichte und Vielfalt die Einwanderungspolitik früher oder später zum Bumerang, zur Desintegration. Irgendwann führt der Gleichheitswahn dahin, wo man einander nicht mehr versteht, verstehen will. Da kann plötzlich die durch Erziehung gemilderte natürliche, aber latent vorhandene Fremdenfurcht auch noch als Verstärker wirken.Und wirkt auch schon.

Der Fremde ist eben nicht immer so, wie man ihn sich vorstellte. Denn so ganz anders ist nicht selten dessen Welt und dessen Verständnis vom Menschen. Was uns als positiver Wert erscheint, mag von anderen geringer geschätzt werden. Was bei uns institutionalisiert ist, wie Homosexualität, ist anderswo ein Tabu. Typisch männliche Arbeit bei uns wird in manchen Kulturen nur von Frauen ausgeführt. Zu den großen Unterschieden zwischen unserer Wertordnung und den Wertesystemen anderer Völker zählt die Einstellung zur Frau und besonders auch zur Arbeit. Krass zeigen sich die Unterschiede in der Wertschätzung des Clans, der Familie und des Nachwuchses. Oder in Extremen wie Ehrenmorde oder Totalverschleierung.

Es ist eben ein Irrglaube anzunehmen, mit der so genannten Integration wären die Unterschiede vom Tisch. Im Gegenteil, je größer und stärker eine Gruppe ist bzw. wird, desto mehr werden sie hervortreten. Fast jede spezifische Verhaltensform kann in der einen Gesellschaft richtig in einer anderen als falsch betrachtet werden, und das wäre so weit auch kein Problem. Zu einem solchen wird es erst, wenn zwei unterschiedliche Verhaltensformen oder Traditionen in ein und derselben Gesellschaft, womöglich auf engstem Raum (territoriale Frage!), sich manifestieren. Da bietet sich, wie ein jüdischer Denker diesbezüglich einmal formulierte, „die Trennung als einzig richtige“ und, wie ich meine, „artgemäße“ Lösung an, denn noch so viel Integrationsgeschwätz übertüncht nur die wahren Ursachen und Probleme.

Wenn in unsere heimische Kultur fremde Maßstäbe und Normen „einwandern“, diese sich durch ihre Träger ohne Verständnis für unsere Lebensgewohnheiten ausbreiten und die Mehrheit der Inländer sich der Folgen nicht bewußt ist, dann bedeutet dies eine große Gefahr für unsere Gesellschaft. In so einer Gefahr befinden wir uns, und deshalb könnte es sinnvoll sein, Überlegungen zur Verringerung des Fremdanteils auf ein verträgliches, dem inneren Frieden dienliches Maß anzustellen. Ein Zehn Prozent-Anteil unserer Kultur nicht Nahestehender wäre, denke ich, gerade noch verkraftbar. Wir sind weit darüber. Wir sind daher als Europäer nicht weniger gefährdet als die Yamomami in der Amazonasregion.

Nachher ist man meist gescheiter. Auch der eine oder andere Politiker weiß jetzt schon, daß es besser gewesen wäre, man hätte sich rechtzeitig über die Folgen einer unkontrollierten und nicht zielgerichteten Eiwanderung den Kopf zerbrochen. Und hätte dazu – unter gebührender Bedachtnahme auf die Integrationsfähig bzw. –willigkeit des Fremden – einen vernünftigen prozentuellen Ausländeranteil von Anfang an festgelegt. Nur hätte dann die Politik nicht das Zepter an die mit Geld und Krediten lockenden Konzerne und internationale Schattengremien abgeben dürfen. Hier nicht und in einigen Herkunftsländern der Einwanderer und Flüchtlinge auch nicht. Also bleibt uns nur die Rückeroberung des Eigenen. Dazu ist aber eine Überwindung der „geistigen Situation der Zeit“ (Karl Jaspers) unbedingt Voraussetzung.

*Für den Fall des Falles haben sich auch die Bereitschaftspolizeien der bundesdeutschen Länder vorbereitet. Sie haben 52 neue “Beweissicherungs- und Dokumentationskraftwagen” (BeDoKw) beschafft. Sie sind mit einem bis zu 4 Meter hoch ausfahrbaren Kameramast ausgestattet, auf dem eine bewegliche Einheit aus Videokamera mit Zoomfunktion, aber auch ein Richtmikrofon fixiert ist. Auch die Bundespolizei hat eine Bestellung über weitere 24 Fahrzeuge aufgegeben. Die Beschaffung ist Teil der Ausrüstung des Fuhrparks deutscher Polizeibehörden, denn zeitgleich wurden 78 neue Wasserwerfer beschafft.

** In Deutschland müssten nach Meinung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wesentlich mehr Muslime öffentliche Funktionen bekleiden. Es fehlten muslimische Richter, Staatsanwälte, Polizisten, Schulleiter. “Ich glaube, dass wir daran arbeiten müssen, Menschen Mut zu machen, sich sozusagen auch diesen Teil der deutschen Gesellschaft zu erobern… und die Republik nach ihren Maßstäben zu gestalten.“”, so Gabriel.

***Ein Fünftel der Bevölkerung in Österreich kann weder lesen noch schreiben. Es ist kein Geheimnis, daß es sich mehrheitlich um Zugewanderte handelt.

Helmut Müller

Quelle

Advertisements
Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: