Die religiöse Ursachen des Palästina-Konfliktes

Ich möchte auf einige fundamentale westlich-säkulare Denkfehler in der Betrachtung des Palästina Konfliktes aufmerksam machen. Das Betrachtungsproblem bei dem Palästina Konflikt liegt an der europäisch-säkularisierten oder gar atheisierten Denkweise. Kein Moslem kann es Verantworten das auf „die heilige“ – Jerusalem – verzichtet wird. Die Wurzeln der religiösen Ausrichtung des Palästina Konfliktes liegt auf muslimischer Seite in der Koransure 17: „Rum sei dem einem Gott, der seinen Diener Mohammed zur Nachtzeit reißen ließ von der heiligen Moschee zur entferten Moschee, deren Ort wir gesegnet haben, so das wir Mohammed einige unser Zeichen zeigen können, denn er ist der Seher und der Hörer“. Für den gläubigen Muslim ist der Sinn dieser Koransure völlig klar. Obwohl Jerusalem nicht wörtlich erwähnt wird, weiß der Muslim, dass der Prophet Mohammed an jedem Tag von Mekka nach Jerusalem geritten ist auf dem Rücken seines Reittieres Buraq, dessen Sprung so der Koran „von Hoizont zu Horizont“ gereicht haben soll. Mohammed soll in Jerusalem mit dem Erzenegel Gabriel zusammen gekommen sein. Die Fingerabdrücke des Erzengels seine auf dem Felsendomm hinterlassen worden. Der Muslim laubt das Mohammed, der Gesandte Gottes, wieder zurückkehren wird und auf dem Felsendom wieder escheinen wird. Dies werde geschehen nachdem Mohammed zur unviversallen Einsicht über den Zustand der Dingeg gelangt sei.

Der Erzengel Gabriel soll über den Felsendom gesagt haben: „Von diesem Stein aus ist Allah zum Himmel aufgestiegen“. Muslime glauben das Allah höchst selbst seine Füße auf diesen Fels gesetzt hätte. Dieser Glaube geht im wesentlichen auf den Kalifen Abdel Malik Ibn Marwan zurück, dem Erbauer des Felsendoms. Seit dieser Zeit glauben die Muslime wetweit das der Felsendom das einzige Zeugnis der Allgegenwart Allahs auf Erden sei und auch das Symbol das Allah einst auf die Erde zurückkehren werde. Man glaubt desweiteren das die Felskuppel der Mittelpunkt der Welt sei. Ein weiterer weit verbreiteter Glaube ist das sich unter der Felskuppel ein Bereich befände mit den Seelen der Toten welche auf das jünsgte Gericht warten.

Für den Muslim und zwar in Palästina, in Saudi Arabien, im Iran, hier bei uns in der BRD ist ein unglaublicher Frevel das „Ungläubige“, hier israelische Juden, die Fläche um den Felsendom okkupiert haben. Aber hier stand einst das wichtigste Heiligtum der Juden: Der Tempel, in dem Gott laut jüdischer Auffassung seinen „Wohnsitz“ hatte. Die Klagemauer ist das Zeignis dieses anderen Heiligtums, das von jüdischer Seite als „göttlich“ angesehen wird. Muslime und nicht nur Hamas, Hisbollah und Al Aksa Märtyrerbrigaden glauben das jüdische Terroristen, den Felsendom sprengen wollten um ihn wieder durch einen jüdischen Tempel zu ersetzen. Hört sich fast schon paranoid an für „westliche“ Ohren, aber dies wird nun mal geglaubt. Orhodoxe Juden verkaufen überall im übrigen Poster auf denen der Felsendom nicht mehr zu sehen ist sondern durch den heiligen Tempel der Juden überblendet wird. Vielleicht doch weniger „paranaoid“ als man denken mag.

Ausgangspunkt der jüdischen Sichtweise ist die kollektive Erinnerung des jüdischen Volkes an den Tempel des König Salomon. 1982 hatten fanatische jüdische Fundamentalisten geplant den Tempel zu sprengen. Israelische Sicherheitsdienst hatten dies damals entdeckt und verhindert. Wäre dies den Terroristen geglückt dann hätte es in der islamischen Welt kein Halten mehr gegeben. Jede muslimische Regierung und sei sie noch so ein Vasall des Westens und Israels bis Dato gewesen hätte zum heiligen Krieg gegen Israel aufrufen müssen. Ein größeres Verbrechen gegen den Glauben der Muslime ist gar nicht vorstellbar. Lange Rede kurzer Sinn keine Seite wird zurückweichen denn hier geht es um mehr als nur einen Nationalitätenkonflikt, es geht um den inneren Kern der jeweiligen Religion. Weitgehende Zugeständnisse wären Verrat an der jeweiligen Religion, an Gottes heiligen Wort. Welcher Staatsmann solcherlei „Verrat“ üben würde – der wäre ein toter Mann. Ich weiße darauf hin das dies nicht unbedingt meine Sichtweise ist aber man soll sich hier keine Illusionen machen über eine Lösbarkeit dieses Konfliktes auf friedlichen Wege – das wird es nicht geben.

Verfasser: Sozrev

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