Philip Bergner: Deutscher Islamist sprengt sich im Irak in die Luft und tötet 20 Menschen

Dinslaken/Mossul. Der deutsche Islamist Philip Bergner alias Abu Usama al-Almani hat offenbar im Irak einen Selbstmordanschlag verübt, bei dem 20 Menschen ums Leben gekommen sind.

Wie die Gruppierung “Islamischer Staat” (vormals “Islamischer Staat im Irak und Syrien”, ISIS) übereinstimmenden Medienberichten zufolge im Internet mitteilte, habe ein Kämpfer namens Abu Usama al-Almani in der Nähe der nordirakischen Stadt Mossul ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in einen Stützpunkt kurdischer Kämpfer gesteuert und zur Explosion gebracht haben. Dabei kamen offenbar 20 Menschen ums Leben. Zwar gibt es bislang keine offizielle Bestätigung deutscher Behörden, daß es sich bei dem Selbstmordattentäter um den 27-jährigen Konvertiten aus dem nordrhein-westfälischen Dinslaken handelt, allerdings zitierte die “Süddeutsche Zeitung” einen Bekannten von Bergner.

Dieser schrieb dem Blatt zufolge im Internet: “Er wurde ja von einer Kugel getroffen und durfte nicht mehr kämpfen. Deswegen hat er dann diese Entscheidung gefällt”. Bergner war durch ein Propagandavideo bekannt geworden, in dem er Ende 2013 Gleichgesinnte dazu aufforderte, wie er nach Syrien auszureisen, von wo es ihn schließlich in den Irak verschlug. Er ist damit bereits der dritte aus Deutschland ausgereiste Kämpfer, der im Irak einen Selbstmordanschlag verübte.

Insgesamt kämpfen im Mittelmeerland Syrien rund 100.000 Rebellen gegen die syrische Armee,etwa die Hälfte davon gehört einer britischen Studie zufolge islamistischen Gruppierungen wie der “Jabhat al-Nusra” oder dem “Islamischen Staat” (vormals “Islamischer Staat im Irak und Syrien”, ISIS) an, die sich auch untereinander gegenseitig bekämpfen. Finanzielle Unterstützung bekommen die Islamisten vor allem aus Saudi-Arabien, das als Verbündeter der USA an einer Schwächung des Iran interessiert ist, welcher wiederum auf der Seite Syriens und des Irak steht. Neben zahlreichen ausländischen Kämpfern vor allem aus dem arabischen Raum stammen auch mehrere tausend der kämpfenden Islamisten aus Mitgliedsstaaten der EU. Aus Deutschland sind über 400 Personen – zumeist Personen ausländischer Abstammung, aber auch Konvertiten – nach Syrien ausgereist. Bislang 30 davon sind nach Berechnungen von ZUERST! in Gefechten von der syrischen Armee, der Regierung nahestehenden Milizen, kurdischen Verbänden oder rivalisierenden islamistischen Gruppierungen getötet worden, der bekannteste von ihnen war der ehemalige U18-Fußballnationalspieler Burak Karan. Mehrere, darunter ein Pforzheimer Islamist sowie der Berliner Ex-Rapper “Deso Dogg” alias Denis Mamadou Cuspert, wurden verwundet. Inzwischen sind nach Syrien ausgereiste Islamisten aus Deutschland grenzübergreifend auch im benachbarten Irak aktiv: Bislang sind drei Fälle bekannt, in denen sich deutsche Kämpfer des “Islamischen Staats” als Selbstmordattentäter in die Luft sprengten. Es wird befürchtet, daß in dem Konflikt weiter radikalisierte Islamisten nach ihrer Rückkehr Terroranschläge auch in Deutschland planen könnten. (lp)

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Kommentare

  • Carabus violaceus  On 13. August 2014 at 18:29

    Ich frage mich immer wieder, warum ethnische Deutsche zum Islam konvertieren und sich im Extremfall in die Luft sprengen!? Irgendwas muss da kompensiert werden.

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