„Es wird einen Krieg in Europa geben“

Von Karl Richter

Ich gestehe, daß auch ich anfangs vom „Abschuß“ der malaysischen Boeing 777 über der Ostukraine überzeugt war. Inzwischen glaube ich gar nichts mehr, halte aber alles – ALLES – für möglich. Die Welt hat in den letzten knapp zwei Wochen das unglaublich verantwortungslose Zündeln einer einzigartig verkommenen, ja wahnsinnigen Kriegspartei, der USA, erlebt, die von der ersten Stunde an nichts unversucht ließ, die Katastrophe Rußland in die Schuhe zu schieben. Ich persönlich bin überzeugt davon, daß die US-Verbrecher ihre Finger im Spiel haben.

Wir halten fest:

– Die USA haben bis heute nicht den Hauch eines belastbaren „Beweises“ vorgelegt, stattdessen nur einen unglaublich dilettantischen Photoshop-Ausdruck, danach Ausflüchte und schließlich allen Ernstes „Hinweise“ auf Unterhaltungen in den sozialen Netzwerken.

– Stattdessen wurde der russische Generalstab aktiv und präsentierte auf einer Pressekonferenz am Montag, 21.07., seinerseits unangenehme Fakten und Fragen – etwa die nach einem ukrainischen Kampfjet vom Typ SU (Suchoi) 25 in unmittelbarer Nähe der malaysischen Boeing zum Zeitpunkt des Unglücks. Weder Kiew noch die USA äußerten dazu bislang Substantielles.

– Wir erleben in unseren Medien eine nicht für möglich gehaltene Desinformation und Verhetzung der Öffentlichkeit, und zwar einschließlich der TOP-Medien wie „Spiegel“, FAZ, „Zeit“ etc. Für jeden unvoreingenommenen Beobachter bestätigt sich damit die hin und wieder zu hörende Information, wonach im US-Außenministerium rund 30.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, allein in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der CIA aber rund 27.000. Wir müssen davon ausgehen, daß alle maßgeblichen Medien in Deutschland nicht mehr sind als Lokalredaktionen der CIA-Pressestelle. Jeder verantwortungsvolle Deutsche sollte JETZT seine Abos kündigen.

– Die Pressenutten unserer „Qualitätsmedien“ lügen, fälschen, hetzen, daß sich die Balken biegen. Sie suggerieren, daß die breite Mehrheit der Deutschen für Rußland-Sanktionen ist, daß insbesondere die deutsche Wirtschaft für Rußland-Sanktionen eintritt (klar – deutsche Firmenchefs sind genau deshalb so erfolgreich, weil sie sich gerne selbst ins Knie schießen!) und daß die Mehrheit der Deutschen vor Rußland Angst hat. Nichts von alledem ist wahr. Richtig ist, daß „Spiegel“, FAZ, „Zeit“ und Co. in letzter Zeit auffallend viele Kommentare in den Online-Foren löschen und Diskussionen beenden.

– Die westlichen Drahtzieher der Ukraine-Eskalation sind nicht nur bis ins Mark korrupt, sondern schlichtweg wahnsinnig. Sie treiben die Konfrontation mit Rußland auf allen Ebenen und mit allen ökonomischen, propagandistischen und militärischen Mitteln voran, weil sie aus ökonomischen Gründen dringendst einen Krieg brauchen. Das Dollar-Imperium verfällt, die US-Weltherrschaft ist nicht mehr zu halten, Amerika geht jetzt sehr schnell die Luft aus. Nur ein Krieg im letzten Augenblick kann das amerikanische Verbrecherregime noch retten. Deshalb muß Rußland jetzt in den Krieg gezwungen werden (und wir weisen nochmals darauf hin, daß die Vorkriegssituation im Sommer 2014 derjenigen von 1939 gleicht wie ein Ei dem anderen).

– Rußland hat demgegenüber nicht das geringste Interesse an einem Krieg, wird ihn aber – meine persönliche Einschätzung – ebensowenig verhindern können wie Deutschland 1939. Die Irren im Westen reden inzwischen vor laufender Kamera davon. Heute wird unter Bezug auf die „Financial Times“ gemeldet, daß offenbar auch für Putin der Krieg zur Gewißheit geworden ist. Das Blatt zitiert einen Putin-Vertrauten im Zusammenhang mit dem gestrigen Yukos-Urteil des Ständigen Schiedsgerichtshofes in Den Haag mit den Worten: „Ein Vertrauter von Putin sagte, dass das Yukos-Urteil im Lichte der geopolitischen Auseinandersetzung um die Ukraine unerheblich sei: ´Es wird einen Krieg in Europa geben. Glauben Sie wirklich, dass das dann noch eine Rolle spielt?´“

Was bedeutet das alles für uns, für jeden einzelnen? Die Hoffnung auf eine ernstzunehmende Organisation, die den Verbrechern in den Arm fallen könnte, scheint illusorisch – allerdings kommt es in der Geschichte oft gerade dann, wenn niemand damit rechnet, sehr unverhofft. Die größere Hoffnung ist, daß die US-Gangster selbst zu viel Schieß haben.

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