Wir strafen Russland mit Exportverboten, Russland straft uns mit Importverboten

Letzten Endes beschädigen wir uns mit unseren Albernheiten selbst. Was die Russen nicht mehr von uns bekommen sollen, können sie entweder selber machen oder von anderen Ländern beziehen, die sich nicht von amerikanischen Interessen leiten lassen. Für die Russen ändert sich wenig, für uns viel.

Die Russen wollen künftig keine Lebensmittel mehr aus der EU beziehen. Putin kann schmunzeln. Früher hätte er das Einfuhrverbot für westliche Agrarerzeugnisse sicher gerne erlassen, aber kaum durchsetzen können. Man hätte das Einfuhrverbot als verwerfliche „dirigistische Maßnahme“ zum Schutz der russischen Landwirtschaftsbetriebe verteufelt. Jetzt, angesichts der westlichen Boykottmaßnahmen kann er unter dem Beifall seiner Landsleute der eigenen Landwirtschaft die Bahn zur wirtschaftlichen Entfaltung frei machen. Er nutzt die Gunst der Stunde zum Nutzen seines Volkes. Ach! Wenn nur bei uns auch endlich mal jemand etwas zum Nutzen des Volkes entscheiden würde.

Karl-Heinz Hoffmann

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