Wer den Frieden will, kann kein Verständnis für Israels Politik haben.

Einige Hundert Juden, bei denen das loyale Gewissen noch funktioniert, verurteilen in einem ganzseitigen Inserat in der New York Times die „Massaker an den Palästinensern“. Dutzende deutsche Nahost-Experten prangern in einem Schreiben an Merkel und Co. die Politik Israels gegenüber den Palästinensern an und fordern eine gerechte Nahost-Ordnung. Neturei-Karta-International, eine Organisation orthodoxer Juden, verlangt gar die vollständige Auflösung Israels, dessen Gründung auf Kosten der Palästinenser eine Fehlentscheidung gewesen sei. Herrn Netanjahu wird das so wenig beeindrucken wie Hitler die internationalen Proteste nach der vollständigen Besetzung der Tschechoslowakei. Wie Netanjahu tickt, offenbart folgendes vor wenigen Jahren mit versteckter Kamera aufgenommene Gespräch mit israelischen Siedlern.

Nun ist Netanjahu gewiß nicht Hitlers Nachfolger, auch regieren in Israel nicht die Nationalsozialisten, aber die Zionisten scheinen von ihnen einiges gelernt zu haben, sind aber eine Spur schlauer. Großdeutschland heißt hier zwar Groß-Israel vom Nil bis zum Euphrat, aber man hängt es nicht an die große Glocke und geht mit Chuzpe vor: „Aus der arabischen Welt muss ein Mosaik ethnischer und religiöser Gruppen gemacht werden. Durch die Zerstückelung sind sie schwach und können so leichter manipuliert werden” hieß es bereits 1982 im so genannten Yinon-Plan*. Daß die islamistischen Hilfstruppen um einiges grausamer sind als die SS es je gewesen sein dürfte, spielt dabei keine Rolle. Doch aufgepaßt! in Sachen Unmenschlichkeit weiß sich auch Israels Militär auszuzeichnen, wie nachstehende Aufnahmen zeigen.

Nicht alle kann das beeindrucken. So wurde mir von Freunden Israels zuletzt vorgeworfen, ich sei, wo doch die Hamas so grausam sei und Kinder als Schutzschilder benütze, zu einseitig, zu israelkritisch. Liebe Blauäugige, nicht nur die Hamas benützt, sofern es stimmt, solche Schutzschilder. So hat die unabhängige Journalistin Rania Khalek den Fall der Familie Qdeih und den des 17jährigen Jamal Abu Reda bekannt gemacht, die von israelischen Soldaten als menschliche Schutzschilder mißbraucht worden seien. Im nachfolgenden von Euro-Mid-Observer for Human Rights freigegebenen Video erzählt der Sohn des erschossenen Familienoberhaupts Mohammed Qdeih von den schlimmen Stunden als Geiseln der israelischen Aggressoren.

https://www.youtube.co/watch?feature=player_embedded&v=lyFf-ELO5g0#t=1
So, und nun gibt es nicht wenige, die von diesen nationalzionistischen Exzessen auch noch begeistert sind. Oder zumindest diesen im Stillen zustimmen und zwecks Ablenkung dann auf den wachsenden Antisemitismus in Europa hinweisen. So als hätte das eine mit dem anderen nichts zu tun. So ist es aber bekanntlich nicht. Zum einen ist es gerade die durch die „Teile und herrsche-Politik“ Israels und der USA verursachte Unruhelage in der arabischen Welt, an der die mutmaßliche CIA/Mossad- Erfindung IS reichlich Anteil hat. Zum anderen eben das von vielen instrumentalisierte Urproblem Palästina, das dem Antisemitismus seit jeher Auftrieb gibt, auch zum Vorteil gerade jener, die ihn am entschiedensten und lautstark verurteilen.

Und mitten drinnen, wie zwischen Mühlsteinen, das palästinensische Volk. Seit Jahrzehnten lebt nun dieses in Not und Elend, in einer Existenz ohne jede Würde, ein Volk ohne Heimat, ohne eigenen Staat, Spielball der Machtpolitik. Unter solchen Bedingungen kann es keinen dauerhaften Frieden geben. Einen solchen wollen anscheinend auch jene nicht, die für die Gewaltpolitik des Zionistenstaates Verständnis aufbringen und Kritiker in die Schranken zu weisen versuchen.

*1982 veröffentlichte die Zionistische Weltorganisation (World Zionist Organisation, WZO) einen Aufsatz des Israeli Oded Yinon, der den Plan zum Inhalt hat, Israel zu einer regional-imperialen Macht zu machen.

Helmut Mülller

Quelle

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Kommentare

  • Germanophob und stolz drauf  On 28. August 2014 at 14:58

    „Neturei-Karta-International, eine Organisation orthodoxer Juden, verlangt gar die vollständige Auflösung Israels, dessen Gründung auf Kosten der Palästinenser eine Fehlentscheidung gewesen sei.“ Die im schlechtesten Sinne antinationalen Alibi-Juden der „Israel-Kritik“, die sich bekanntlich auch an den jährlichen islamistischen Zusammenrottungen etwa des sogenannten Al Quds-Tages in Berlin beteiligen, haben sich das Lob der braunen „Sache des Volkes“ redlich verdient.

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