Ein Mann in seinem Widerspruch

Der langjährige NPD-Bundesvorsitzende und frisch gebackene EU-Parlamentsabgeordnete Udo Voigt wurde auf dieser Seite im Zusammenhang mit der Russland/Ukraine-Politik bereits mehrfach kritisch behandelt.

Siehe:https://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/03/19/nato-frontdienst/

Udo Voigt hatte nun im EU-Parlament Sanktionen gegen Russland abgelehnt und forderte auch eine Untersuchung des Massakers von Odessa, bei dem wohl mehr als 100 Gewerkschaftler getötet wurden. Voigt sprach etwas verharmlosend von „Menschenrechtsverstößen“ und verschwieg seiner Anhängerschaft auch das die Hauptverantwortlichen für dieses Verbrechen in den Reihen des NPD-Verbündeten vom Rechten Sektor zu suchen sind.

Siehe: http://www.udovoigt.de/?p=411

Siehe:http://friedensblick.de/11359/massaker-von-odessa-videos-beweisen-verbrechen-des-rechten-sektors/

Dies entspricht einer Voigtschen Doppelstrategie. Sowohl den Putin-Anhängern, als auch den Russland-Gegnern im deutschen Nationalismus soll etwas angeboten werden. Die Unlogik dieser Vorgehensweise fällt aber dem Voigt-Lager unter Umständen gar nicht auf.

Udo Voigt und viele in der NPD sind der Meinung alle weißen Völker – also auch Russen und Ukrainer – sollten sich auf ein gemeinsames politisches Ziel einigen, mit der Begründung es handele es sich ja um weiße Europäer. Lobenswert ist in diesem Zusammenhang aber wenigstens die Voigt-Phrase, wonach Russland zu Europa gehöre, die USA aber nicht.

In der NPD glauben einige das sich Putin, Dugin, Schirinowski, wohl unter NPD-Vermittlung, an einen Tisch mit den Russenhassern vom Rechten Sektor, Swoboda, der Radikalen Partei und dem prozionistischen Asow-Bataillon setzen sollten um ein Bündnis der weißen Völker Europas zu besiegeln. Der NPD-Abgordnete Arne Schimmer hatte hierzu im sächsischen Landtag folgendes ausgeführt: „Daran ändert selbstverständlich auch nicht, daß wir zur ukrainischen Regierungspartei Swoboda oder dem außerparlamentarischen Rechten Sektor freundschaftliche Kontakte pflegen. Im Gegensatz zu den tonangebenden Politikern in diesem Lande setzen wir Nationaldemokraten eben nicht auf einseitige Parteinahme, sondern auf den Dialog mit beiden Seiten.“

Die ukrainischen NATO-Faschisten würden dann aber Voigt darauf hinweisen das es sich bei Purin und Dugin um die Speerspitze einer „jüdisch-moscowitischen Verschwörung“ gegen die Ukraine handele. Deswegen wolle man sich unter die Schirmherrschaft von US-Imperialismus, EU und NATO begeben. Es ist für die ukrainischen NATO-Büttel wohl auch erfolgsversprechender Steinmeier und hochrangigen US-Vertretern die Hand zu schütteln, als etwa der NPD, die in der WWG als Paria gilt, als jemand mit dem man nichts zu tun haben sollte, wenn man nach Macht und Ansehen strebt. Deswegen wird es wohl auch nichts mit einem Staatsbesuch von Voigt und Pastörs in Kiew.

Russische Patrioten und Nationalisten würden einwenden das die ukrainischen Faschisten die Fußtruppen der antirussischen Politik von USA, NATO und EU bilden. Zudem seien staatlichen russischen Medien die Verbindungen der NPD zu diesen radikalantirussischen Kräften bekannt.

Siehe:http://german.ruvr.ru/2014_05_29/Maidan-Faschismus-Deutschland-der-Westen-und-die-Braune-Revolution-in-der-Ukraine-4908/

Am Ende verscherzt man es sich so nur bei allen Beteiligten. Diese Doppelstrategie kann gar nicht aufgehen.

Die Annahme das Hautfarbe einen gemeinsamen politischen Willen begründen könnte, mag zwar nett gemeint sein, nur entspricht dies nicht der Lebensrealität der Leben der Völker. Völkische Konflikte gibt es schließlich vor allem zwischen benachbarten und regional eng angrenzenden Nationen. Einen völkischen Konflikt gibt es ja nicht etwa zwischen deutschen und kongolesischen Nationalisten, sondern zwischen nationalen Deutschen und Italien (Südtirol), Polen und Tschechen (Schlesien und Sudetenland).

Verfasser: Sozrev

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Kommentare

  • Schwab  On 29. August 2014 at 16:14

    Herr Voigt, Sie werden sicherlich den Artikel oben und auch meinen Kurzkommentar lesen: Sagen Sie mal, haben Sie ne Schraube locker? Das sind Ihre Kameraden,vom Rechten Sektor, die in Odessa als Mordbrenner in Erscheinung traten, die auch mit der NATO gegen Rußland zusammenarbeiten. Alzheimer mit Anfang 60?

  • Taxifahrer  On 29. August 2014 at 21:32

    Demenz kann (wenn natürlich weitaus seltener) auch bei 30-jährigen eintreten. Finde den Kommentar insgesamt wiedermal zu überzogen, nicht was die Doppelstrategie anbelangt, sondern wenn die Rede ist von „Voigts Kameraden“. Voigt war vermutlich noch nie oder zumindest nicht in den letzten 10 Jahren in der Ukraine. Ich weiß das bei euch größtenteils alles nur auf virtueller bzw publizistischer Ebene abläuft, aber was steckt denn für ein realer praktischer Nutzen hinter einem virtuellen Bündnis? Genau so wenig gibt es heute einen Konflikt um Südtirol oder Schlesien, das begrenzt sich vielleicht auf ein paar anonyme Kommentare oder „Gefällt mir“ im www, real ist davon aber natürlich nirgends auch nur ansatzweise etwas zu spüren. Nehmt das Internet oder ein paar Blatt Papier nicht so wichtig.

  • sozrev  On 30. August 2014 at 05:05

    Die Kontakte zwischen der NPD und den ukrainischen Nationalisten sind schon alt, gibt es seit etwas über 20 Jahre. Einen praktischen Nutzen hat die NPD aus einem solchen Bündnis freilich nicht, schon deshalb weil Swoboda und Konsorten nun eher darauf achten müssen nicht allzu sehr mit der NPD in Verbindung gebracht zu werden, weil die Akzeptanz durch die WWG wichtiger ist.Die Konfliktlinie bezüglich Schlesien war eher bezogen auf deutsche und polnische Nationalisten. Südtirol ist da relevanter, weil es dort noch einen großen Anteil in der Bevölkerung gibt die von Italien weg wollen.

  • sozrev  On 30. August 2014 at 05:10

    Taxifahrer, die NPD kann man übrigens nur nach papierenen Erklärungen beurteilen, da sie anders als die Linkspartei ja gar nicht in den Genuss kommt Politik real umzusetzen.

  • Schwab  On 30. August 2014 at 16:58

    Noch einmal, Herr Voigt, das sind Ihre Kameraden vom Rechten Sektor, die in Odessa das Gewerkschaftshaus gestürmt und angezündet haben.

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