Offener Brief eines Putin-Verstehers an Dr. Rigolf Hennig

Lieber Kamerad Hennig,

seit mehreren Jahren bin ich in Ihrem Post-Verteiler, erhalte auch das sehr informative „Mitteilungsblatt der Europäischen Aktion“, wofür ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchte. Da dieses Organ, das scheinbar nur in gedruckter Form vorliegt, von Ihnen als presserechtlich Verantwortlichem herausgegeben wird, ist dieses also sowieso öffentlich, kann somit auch von mir öffentlich kritisiert werden. Daß unter anderem Ihr Mitteilungsblatt wahrscheinlich von allen möglichen Behörden und Geheimdiensten ausgewertet wird, bedarf eigentlich keiner weiteren Erwähnung. Meine öffentliche Kritik an dieser Stelle ist in dieser Hinsicht also belanglos.

In Ihrer Ausgabe „E u r o p a  r u f t . Mitteilungsblatt der Europäischen Aktion“ vom Juni 2014 befassen Sie sich auf den Seiten 2 und 3 mit dem „Rätsel Putin“ Für mich, der ich mich zu den Putin-Verstehern zähle, ist es eigentlich ein Rätsel, daß man als politischer Mensch in Putin ein „Rätsel“ sehen kann. Putin ist nach meiner Überzeugung ein russischer Mensch, ein russischer Patriot, ein russischer Machtstaatspolitiker und ein russischer Reichsstratege. Insofern decken sich Putins Positionen mit unseren Standpunkten, der deutschen Nationalisten, zu 80-90 Prozent; aber eine völlige Interessenübereinstimmung werden wir mit ihm wie mit anderen russischen Patrioten und Nationalisten freilich nicht erzielen können.

Daß der russische Patriot Putin heute noch den Sieg der Sowjetunion über „Nazi-Deutschland“ feiert, worüber Sie sich aufregen, ist doch selbstverständlich. Andernfalls wären Rußland, die Ukraine und gesamt Osteuropa deutsche Kolonien geworden – mit allen weiteren Folgen für die Bevölkerung. Putins Vater kämpfte in der Marine der Sowjetarmee gegen die deutsche Wehrmacht, seine Mutter war Fabrikarbeiterin in Leningrad (St. Petersburg). Daß sich Putin darüber freut, daß die Armee, in der sein Vater gedient hatte, gesiegt hatte und nicht die feindliche deutsche Armee, ist für Sie ein Rätsel? Oder daß sich Putin darüber freut, daß seine Mutter, Fabrikarbeiterin in Leningrad, nicht von der Wehrmacht ausgehungert wurde, was ja erst die Voraussetzung dafür war, daß ihr Sohn Wladimir nach dem Zweiten Weltkrieg geboren werden konnte, das ist für Sie ein Rätsel? Ich dachte immer, gerade Mediziner wie Sie zeichneten sich besonders durch Menschenkenntnis aus.

In Ihrem o. g. Artikel wimmelt es nur so von Mutmaßungen und Verschwörungstheorien, für die Sie keine Belege anführen. Putins Mutter soll also keine russische Fabrikarbeiterin aus Leningrad (St. Petersburg) sein, sondern eine Jüdin, die ihn in Israel zur Welt brachte und in Georgien aufzog. Aber möglicherweise, so schreiben Sie, sei diese Dame nur Putins Pflegemutter gewesen. Somit wäre Wladimir Putin nur jüdisch erzogen worden, andernfalls wäre er ethnisch Jude, wenn seine leibliche Mutter Jüdin ist.

Zur Biographie Putins siehe:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Wladimirowitsch_Putin

Für mich sind diese Verschwörungstheorien belanglos, da Stalin als Georgier auch kein ethnischer Russe gewesen war, sich aber selbst als Kommunist georgischer Herkunft auch in den Dienst des damaligen russischen Staates und des russischen Imperiums stellte. Oder nehmen Sie Napoleon Bonaparte, der als Korse auch eher Italiener als Franzose gewesen war. Aber auch Napoleon wollte den französischen Staat und das französische Imperium stark machen – was ihm viele Jahre lang auch gelang. Oder nehmen Sie unseren Kameraden Safet Babic, der sich auch immer wieder auf Altermedia anhören muß, daß er keine deutschen Eltern hat. Andere meinen dann als Entkräftung, Babic habe blaue Augen und sei in seiner Jugendzeit blond gewesen. Tatsache ist, daß sich Babic in den Dienst des deutschen Nationalismus stellt. Daß die Fälle Babic, Napoleon und Stalin nur für den Ausnahmefall vorgesehen und möglich sind, nicht aber für gesamte, kulturfremde Einwanderungsgruppen, das versteht sich von selbst.

Dieser Exkurs nur zu der von Ihnen aufgeworfenen Frage, ob Putins Mutter Russin, Jüdin oder jüdische Pflegemutter ist bzw. gewesen war. Für mich ist eigentlich nur interessant, was Putin a) sagt bzw. schreibt und b) noch viel mehr, was er als Staatsmann macht.

Putin ist ein russischer Machtstaatspolitiker, der den russischen Staat und das russische Imperium stark machen möchte, wobei die Frage der Moral seiner Mittel nur die Schwachen interessiert, um es einmal mit Nietzsche auszudrücken.

In der BRD werden Hitler-Verehrer nicht deshalb verfolgt, wie sie meinen, weil sie politisch ernst zu nehmen wären und kurz vor der Machtergreifung stünden, sondern weil sie gerade im Ausland Negativschlagzeilen über Deutschland bewirken. In der BRD bildet sich seit Jahren ein „neuer Patriotismus“ heraus, zu dem freilich auch der „deutsche“ Weltmeister Mesut Özil seinen Beitrag leisten darf, ohne die Nationalhymne mitsingen zu müssen. Aber deutsche Neonazis dürfen sich nicht an dem „neuen Patriotismus“ beteiligen, da diese vom deutschen Bürgertum als peinlich empfunden werden. Deutsche Neonazis machen hierzulande mit ihrer Hitler-Verehrung („18“, „88“ usw.) nur den Zentralrat der Juden stark, der dann seinen „moralischen“ Druck auf Merkel & Co. mittels „Vergangenheitsbewältigung“ erhöhen kann. Schauen Sie, Dr. Hennig, in Rußland ist das ähnlich. Stellen Sie sich vor, Putin würde den russischen Neonazis keine Schranken setzen, was da los wäre? Die westlichen, antirussischen Medien, wie die Springer-Presse bei uns, würden Putin dafür angreifen, ihn verdächtigen, er selbst sympathisiere mit den russischen Neonazis, er sei am Ende selber einer!

Ob das gerecht ist, Neonazis in Rußland oder Deutschland zu verfolgen, diese Frage stellen sich nur die Neonazis selbst. Das interessiert sonst kaum einen. Zudem sind russische Hitler-Verehrer schon komische Erscheinungen. Zumindest bei mir ist es so, daß sich mein Selbstwertgefühl auch darin ausdrückt, daß Politiker nicht meine Vorbilder sein können, die meine Vorfahren als „Untermenschen“ bezeichnen. Und Hitler ließ eben die Slawen als „Untermenschen“ bezeichnen. Russische Neonazis sind also sowieso keine politischen Größen, mit denen man sich weiter befassen sollte. Bei unseren deutschen Neonazis ist das etwas anderes, die sich, ob blond oder dunkelhaarig, nach Hitlers Logik zur „Herrenrasse“ zählen dürfen. Mit diesen Leuten sollte man sich aus deutscher nationaler Sicht noch einmal befassen.

Lieber Dr. Hennig, Sie begehen den grundsätzlichen Fehler, Wladimir Putin zu einseitig aus Ihrer eigenen deutsch völkischen Position heraus zu beurteilen. Ihre „Analyse“ ist mir zu subjektiv; mehr Objektivität oder das Streben danach, wäre bei Ihnen angebracht. So werfen Sie Putin vor, zu wenig die völkische und rassische Komponente zu vertreten. Auch Alexander Dugin sei zu sehr auf das „Eurasische“ fixiert. Putin und Dugin sind nach meiner Einschätzung weniger russisch völkisch oder weiß-großrassisch geprägt als auf die russische Reichsidee ausgerichtet – und die ist nun einmal eurasisch.

Um das russische Imperium, das in der Tradition sowohl des Zaren-Reiches als auch der Sowjetunion steht, zu erhalten und zu stärken, müssen Putin, Dugin usw. auch die anderen Stämme und Völker dieses Imperiums für sich gewinnen. Die USA sind ja gerade dabei, die Tschetschenen und anderen nicht-russischen Völker, die dem russischen Reich angehören, gegen die Zentrale in Moskau aufzuhetzen.

Stellen Sie sich einmal vor, Putin würde sich offen „rassistisch“ gegen die asiatischen Völker und Stämme äußern, was dies bewirken würde? Das russische Imperium würde in wenigen Jahren wie ein Kartenhaus zusammenfallen, die USA und ihre Verbündeten könnten dann endlich die russische Konkursmasse unter sich aufteilen – die Rohstoffquellen, die Landwirtschaftsgebiete, die großen Märkte und die Arbeitskräfte. Genau dies will Putin verhindern. Deshalb umschmeichelt er auch die Kaukasier und die anderen asiatischen Völker und Stämme. Ob dies irgendwelchen Rassentheoretikern, Zoologen usw. in der Schweiz und anderswo gefällt, interessiert Putin nicht, ihm geht es nur um den russischen Machtstaat und das russische Imperium. Putin ist – auch wenn er von diesen Schriftstellern kein Wort gelesen haben sollte – bei Hegel, Machiavelli und Carl Schmitt in die Lehre gegangen. Alexander Dugin, davon können wir ausgehen, hat diese Autoren gelesen und verstanden.

Und weil es Putin um die russische Macht geht, duldet er auch russische Juden, die sich ihm nicht in den Weg stellen. Genau das hätte Hitler auch machen sollen, sich mit den „guten Juden“ gegen die ihm feindlich gesonnenen Juden zu verbünden Aber er hat es eben nicht getan, aber wir heutigen Deutschen können aus seinen Fehlern lernen.

Siehe:

http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsbund_j%C3%BCdischer_Frontsoldaten

Was viel zu wenig beachtet wird, sind die west- und mitteleuropäischen Bündnispartner Putins. Putin steht der Partei „Einiges Rußland“ nahe, deren Vorsitzender er einmal gewesen war.

Siehe:

http://de.wikipedia.org/wiki/Einiges_Russland

Putin wie sein politisches Umfeld sehen in folgenden west- und mitteleuropäischen Parteien ihre Bündnispartner: im Front National (Frankreich), in der Lega Nord (Nord-Italien) und in der FPÖ (Österreich).

Siehe:

http://kurierat/politik/inland/heilige-allianz-geheimtreffen-der-eurasier-und-rechten-in-wien/68.660.733

Wie die FPÖ nicht in jedem Fall völkisch argumentiert, sondern pragmatisch (oder opportunistisch?), so auch Putin. Auch ein Jude oder ein Kaukasier, der sich ihm unterordnet oder sich mit ihm arrangiert, darf bei ihm mitmachen. Ansonsten ist Putin marktwirtschaftlich orientiert wie die FPÖ, wobei der Markt freilich durch den Staat gelenkt werden soll. Um die Wiedereinführung des Bolschewismus in Staat und Wirtschaft, wie dies Bernhard Schaub vermutet, geht es Putin nicht. Während Putin den Markt durch den Staat lenken läßt, geht es Patrick Wieschke von der NPD darum, „Eingriffe des Staates in den freien Markt“ zu verhindern.

Siehe (ab Minute 2:20):

Wer also möchte, daß der Staat in den Markt eingreift, ist nach Auffassung von Wieschke ein „Bolschewist“ wie in der DDR. Was dann mit solchen Leute geschehen soll nach der faschistischen Machtergreifung – das ist ohnehin klar! Aber keine Angst, Wieschke, Heise usw. möchten zwar an den Fleischtöpfen des Systems ankommen, werden aber von den Systemkräften zumindest als Koalitionspartner nicht gebraucht – allenfalls zur Schwächung des Nationalen Widerstands.

Lieber Kamerad Hennig, ich stimme mit Ihnen, Bernhard Schaub und den anderen in der „Europäischen Aktion“ darin überein, daß „Rasse“ und „Juden“ wichtige Themen sind, um die deutsche Lage und die Weltpolitik zu begreifen. Aber es gibt eben auch andere Themen, die ebenso wichtig sind: wirtschaftliche Interessen, Geopolitik, Staatsformen- und Regierungssysteme, Kultur, Sprache, Geschichte usw. usf. Vor allem sollte man nicht alles, was uns nationalen Deutschen nicht gefällt, von einer „Jüdischen Weltverschwörung“ ableiten. Dabei kann nur Unsinn herauskommen, mit dem wir uns bei politisch interessierten Deutschen und anderen intelligenten Menschen lächerlich machen. Ist es nicht komisch, daß die „Europäische Aktion“ für alle Äußerungen und Entscheidungen Putins, die uns nicht gefallen, einen jüdischen Einfluß, gar eine angeblich jüdische Herkunft Putins verantwortlich machen muß? Oder liegt es nicht einfach daran, daß der russische Patriot Putin nicht immer so tickt wie wir deutschen Nationalisten und Patrioten?

Siehe hierzu auch:

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/08/21/dummfaschisten-20/

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:

Die Manipulation des Völkerrechts Wie die „Westliche Wertegemeinschaft” mit Völkermordvorwürfen Imperialismus betreibt. Kyffhäuser Verlag, Mengerskirchen 2011, 14,95 Euro.
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft”, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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Kommentare

  • sozrev  On 1. September 2014 at 13:10

    Die Verschwörungstheorie wonach Putin Jude sei fällt frelich auf die antisemitischen Hitler-Fans zurück. Eine uralte Theorie ist nämlich die Behauptung Hitler sei Jude gewesen. Nach dieser kruden Verschwörungstheorie wären Hitler und die NSDAP nur ein besonders perfider Teil der „jüdischen Weltverschwörung“.

    http://www.h-ref.de/personen/hitler-adolf/vorfahren/hitlers-abstammung.php

    Diese These wurde im übrigen Anfang der 30er Jahre auch von der KPD vertreten.

    Die BILD behauptete das auch Eva Braun jüdische Vorfahren gehabt habe.

    http://www.bild.de/news/ausland/eva-braun/hitler-35381220.bild.html

    In dem Buch „Bevor Hitler kam“ wird desweiteren behauptet Göring, Rosenberg und Himmler seien jüdischer Abkunft.

    http://www.amazon.de/Bevor-Hitler-kam-Dietrich-Bronder/dp/3858000027

    Ähnliches behaupten Verschwörungstheoretiker über Heydrich. Heydrichs Vater habe ihn Wahrheit „Isidor Süß“ geheißen.

  • sozrev  On 1. September 2014 at 13:22

    Aus dem Strasser-Kreis stammt etwa auch folgendes Werk „Adolf Hitler – Begründer Israels“.

    http://www.hansklein.de/dies-und-das/adolf-hitler-begr%C3%BCnder-israels/

    Antisemitische Verschwörungstheoretiker werden nun behaupten die Person Hitler habe ganz genau dem „Plan“ aus den „Protokollen der Weisen von Zion“ entsprochen.

    Die Hitler-Anhänger mögen sich nun mit diesen Verschwörungstheorien darüber streiten ob da irgendwas an dieser These sein kann. Dabei denken diese Verschwörungstheoretiker den antisemitischen Wahn – nachdem hinter alles die Juden stecken – nur konsequenter zu Ende.

    Tatsächlich jüdischer Abstammung ist Schirinowski.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Wolfowitsch_Schirinowski

    Der ist einfach kultig.

  • Carabus violaceus  On 1. September 2014 at 13:42

    Heydrich behauptete mal von sich „als Nationalsozialist bin ich Zionist“.

  • sozrev  On 1. September 2014 at 14:19

    Ja, was aber nicht bedeutet das er jüdischer Herkunft war.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46415096.html

  • sozrev  On 1. September 2014 at 14:34

    Putin verfolgt nun keineswegs alle NS-Gruppen. Es kommt darauf an wie sich diese zu seinem System positionieren.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/konflikt-in-der-ukraine-putins-platzhalter-im-osten-1.1959545

  • sozrev  On 1. September 2014 at 16:58

    Zu Wieschke ließe sich sagen das Strache laut ihn wohl ein Bolschewik ist, da er zumindest rein verbal in der Wirtschaftspolitik links von der SPÖ steht.

    Strache ist immerhin für einen Spitzensteuersatz von 50 Prozent. Laut Pastörs und Wieschke ist das ja wohl schon Bolschewismus.

    http://m.youtube.com/watch?v=aPcfVPWhxks

  • Schwab  On 2. September 2014 at 19:16

    @Sozrev

    Daß in der Ost-Ukraine auf russischer Seite Aktivisten der „Russischen Nationalen Einheit“ dabei sind, ist eine gute Info von Dir.

    Siehe:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/konflikt-in-der-ukraine-putins-platzhalter-im-osten-1.1959545

    Wußte ich bis dato nicht. Das erschüttert in der Tat die Behauptung, Putin würde gegen das gesamte NS-Spektrum in Rußland vorgehen.

    Anekdote am Rande: 1998 war ich mit einer österreichischen nationalen Reisegruppe in Ostpreußen unterwegs. In königsberg besuchten wir einen Russen-Markt, auf dem alle möglichen Händler, auch aus dem Kaukasus tätig waren. Was mir auffiel, waren uniformierte Wächter rings um den Markt. die alles unter Kontrolle hatten. Die waren, wie ich mich informierte, von der „Russischen Nationalen Einheit“, uniformiert mit Swastika-Symbol, fiel mir sofort auf. .

    Siehe:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Russian_National_Unity

    Ist doch gut, daß Putin denen Mitwirkungsmöglichkeiten gibt, sofern sie seinem Konzept folgen. Die Sdv verfolgt ja ein ähnliches Konzept, nur daß wir nicht so viel Macht haben wie Putin.

  • Antwort von Dr. Rigolf Hennig  On 3. September 2014 at 17:55

    Danke, Kamerad Schwab, für die umfangreiche Stellungnahme i. S. Putin..

    Natürlich sehe ich Putin kritisch, unterm Strich aber positiv, wenn ich ihn, wie Du, an seinen Taten messe. Da Zionisten bekanntlich immer auf beiden Seiten des Tisches sitzen, kann ich aber nicht mit letzter Sicherheit ausschließen, daß die Eurasische Union zu diesem Spiel gehört – dies aber nur für den Hinterkopf. Tatsächlich ist ja der Gedanke der Eurasischen Union das Kind des Prof. Haushofer – Berater von Hitler und Hess – (Dugin ist mit den Gedanken Haushofers vertraut) und damit im Bereich dessen, was Du als „Reichsidee“ bezeichnest.

    Wie auch immer: die deutsch-russische Zusammenarbeit wäre ein Gewinn für beide Seiten und würde die Macht des Zionismus brechen. Was ich an den Siegesfeiern auf dem Roten Platz zu kritisieren habe, ist weniger, daß sie stattfinden, sondern, daß sie wieder stattfinden, nachdem sie schon abgeschafft waren. Sie erklären sich aus dem Aufsatz „Die Russen und die Sowjets – zwei Völker?“ auf der Netzseite der EA. Eine deutsch-russische Zusammenarbeit kann allerdings nur auf der Grundlage geschichtlicher Wahrheit und des Völkerechtes erfolgreich verlaufen. Das „Nazi“-Geschrei berührt mich nicht, da sich denkfähige Menschen hierdurch in ihrem Handeln nicht beeinflussen lassen, sondern das tun, was sie für richtig halten. Und auch ein Reich mit verschiedenen Nationen bedarf eines starken, im Zweifel völkisch homogenen Kernes, wenn es Bestand haben soll. Im übrigen war die Hungersnot in Petersburg/Leningrad durch die russische Sturheit verursacht, nicht zu übergeben.

    Nun setze ich angesichts der akuten Kriegsgefahr wegen der Ukraine auf Putin. Was will er aber machen, wenn Kiew die Krim befreien möchte? Wie will er dann einem großen Krieg ausweichen?

    Wir bleiben im Gespräch –

    Mit besten Grüßen! – Dein Rigolf

  • sozrev  On 4. September 2014 at 14:34

    Also mir ist es schleierhaft das Rigolf Hennig sich darüber wundert das Putin den Sieg der Sowjetunion über Deutschland als Sieg feiert. Was sollte er als russicher Patriot auch sonst tun? Das deutsche Nationale dies anders sehen als russische Nationale ist logisch. Dies aber einem russischen Nationalen vorzuwerfen ist doch absurd. Putin und andere russische Politiker betreiben logischerweise Politik im russischen Interesse und sind nicht dazu da um das Geschichtsverständnis von Altermedia, der EA, usw. zu befriedigen.

    Ob das dem deutschen Antisozialisten passt oder nicht – die meisten Russen sehen die Sowjetunion positiv und damit auch Stalin und Lenin die bei Umfragen nach den bedeutensten Russen stets die ersten Plätze belegen. Was nicht heißt das Putin „Stalinist“ wäre, aber er sieht wie die meisten Russen in der Sowjetunion einen positiven nationalen und sozialen Bezugsrahmen.

    Bei denjenigen russischen Faschisten die sich antibolschewistisch/antisozialistsich gerieren handelt es sich zumeist um eine Mischung aus Hitleristen (Landesverräter aus russischer Sicht) und Monarchisten, die zudem in die prowestlich-liberale Oppostion integriert sind, in deren Führungsgremien mitmachen, von westlichen Think Thanks finanziert werden.

    Also das die Russen an der Hungersnot in Leningrad schuld sein sollen ist doch purer Zynismus. Das ist so wie wenn ein Russe sagen würde die Deutschen trügen die Schuld für die sowjetischen Vertreibungsverbrechen, sie hätten doch einfach um dies zu verhindern nach Stalingrad (1943) kapitulieren sollen.

    Wer Zionismus meint, sollte richtigerweise auch Zionismus sagen, wer aber die Juden im Allgemeinen meint, sollte sich nicht hinter Antizionismus verstecken. Der einseitige Bezug auf den hinter alles lauernden Juden verspert zudem den politisch-analytischen Blick. Am Ende kommt heraus, dass hinter alles und jedem die jüdsiche Verschwörung lauert. Damit macht man sich nur lächerlich.

  • Schwab  On 4. September 2014 at 21:41

    http://helmutmueller.wordpress.com/

  • Verschwörungstheoretiker  On 6. September 2014 at 14:50

    Bernhard Schaub und Rigolf Hennig wissen genau, daß insbesondere deutsche Nationalisten ein Problem mit „den Juden“ haben. Deshalb wissen sie genau, daß sie Putin bei deutschen Nationalisten schlecht machen können, indem sie behaupten, daß Putin von Juden gelenkt werde – ohne Beweise anzuführen. Es gibt auch keine schlüssige Erklärung nach dem Prinzip „cui bono“ (wem nutzt es?), daß Putin eine pro-zionistische Politik machen würde. Putin macht nichts, was den Zionisten nutzen würde. Das Gegenteil ist der Fall.
    Die Behauptung Putin steuere gemeinsam mit den USA in einen Krieg („Dritter Durchlauf“) ist Schwachsinn. Soll man Putin allen Ernstes vorwerfen, daß er verhindern möchte, daß die Ukraine zum NATO-Aufmarschgebiet gegen Rußland wird? Schaub und Henig scheinen ihm dies vorzuwerfen.
    Da laut Schaub und Hennig hinter allem und jedem „die Juden“ stünden, stellt sich die Frage: Welche Juden stehen hinter Schaub und Hennig, welche Juden hinter der „Europäischen Aktion“?

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