Europa nahe am Belagerungszustand

Unser Jahrhundert ist noch jung und hat schon eine Menge unlösbar scheinender Probleme am Hals. Zu einem solchen könnte für das igendwie schon belagerte Europa – neben der üblichen Migration aus dem Süden – auch die Frage des auf absehbare Zeit nicht versiegenden Stroms an muslimischen Kriegsflüchtlingen, in dem sicher auch unerwünschte Elemente sich mitschleppen lassen, heranwachsen. Zumindest scheinen die hinlänglich bekannten Flüchtlingsproduzenten, und das sind nicht nur die Islamterroristen, nicht gewillt, ihre Energien und ihr Tun auf Gemeinwohl und gute Nachbarschaft fördernde Aktivitäten umzulenken.

In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage, warum ausgerechnet wir und nicht, neben den westlichen Verursachern, in erster Linie auch die Milliardärsdynastien von Brunei bis Riad das Flüchtlingsproblem lösen sollen. Gerade von ihnen darf erwartet werden, daß sie Geld und Land, worüber sie in ausreichendem Maße verfügen, ihren muslimischen Brüdern und Schwestern zur Verfügung stellen. Aber nein, man lädt den Europäern, und da der Masse der nicht wirklich Wohlhabenden, die schwere Last und die damit verbundenen Gefahren auf. Und leider machen nicht nur unsere Politiker dieses abgekartete Spiel mit.

Den Mächtigen ist es mit Hilfe ihrer Medien außerordentlich gut gelungen, die Geister der Menschen auch hinsichtlich der Massenzuwanderung zu verwirren. Da sagte im Zuge der Asyldebatte eine gut meinende (wohl auch bezahlte) private Quartiergeberin im Radio: „Das sind doch alles Menschen, gleiche, wie wir es sind“. Stimmt, sie haben alle dieselben oder die gleichen Merkmale, die einen homo sapiens ausmachen. Nun, der guten Frau mag das genügen. Jene Kärntnerin aber, die vor Kurzem von einem Asylwerber unter eine Verladerampe eines Supermarktes gezerrt und im Beisein weiterer Asylanten vergewaltigt wurde, dürfte dieser schöngeistigen Aussage wahrscheinlich nicht viel abgewinnen. Und letztlich ist sie auch Opfer einer laxen und verfehlten Asylpolitik.

Ich könnte jetzt seitenweise ähnlich abscheuliche Taten von Asylwerbern anführen, werde aber trotzdem dem Gros der Fremden im Lande ihre Würde als Mensch nicht absprechen. Ihre Rechte aber können nicht in jedem Fall dieselben sein wie jene der Einheimischen, so wenig wie ihnen alle ihrem eigenen, uns aber total fremden Kulturkreis zuzurechnenden typischen Verhaltensweisen bei uns gestattet werden können*. Das ist aber vielfach bereits der Fall und ist auch ein Grund, warum die Inländer angesichts der aktuellen Flüchtlingswelle auf die Bremse steigen. Ungebetener Gast ist eine Last, sagt ein altes deutsches Sprichwort. Erst recht, wenn sich ein solcher undankbar erweist, sich ungehörig aufführt und am Ende das Gastland dank hilfreicher grüner oder linksliberaler Geister nicht mehr verlassen will. Und wenn, dann als „Heiliger Krieger“ zurückkommt.

Nun kann ich verstehen, daß bei vielen unter uns, besonders unter dem Eindruck der Medienberichte über die scheußlichen Taten der IS-Leute, der Argwohn oder gar die Furcht vor Menschen aus diesen nahöstlichen islamischen Gegenden latent vorhanden ist. Das Entsetzen darüber ist, unabhängig davon ob alle Berichte stimmen, als solches ernst zu nehmen. Inzwischen warnt der Chef des deutschen Bundeskriminalamtes vor islamischem Terror in Deutschland. Zahlreiche Sympathisanten der IS soll es ja auch in Österreich geben.

Wir sollten dennoch, um alles etwas besser verstehen zu können, dabei nicht ganz vergessen, daß es keine Ewigkeit her ist, daß auch in unseren europäischen Landen das Schwert im Namen einer Religion geführt wurde. So soll auf dem Schwert des Scharfrichters von Fribourg zu lesen gewesen sein: „Herr Jesus, du bist der Richter“ ** Das kann selbstverständlich kein einziges islamistisches Verbrechen rechtfertigen.

Wenn wir uns also heute zunehmend mehr und in gewisser Hinsicht in einem Belagerungszustand befinden, der damit enden könnte, daß der dem Genuß und dem Gutmenschentum frönende lendenschwache Europäer von religiös motivierten Einwanderern verdrängt wurde**, dann mag dies eben auch den einen Grund haben, daß das Religiöse, zumindest der Sinn dafür, des wissenschaftlichen Allmachtwahns wegen längst das Weite gesucht hat und die herrschenden Mächte bis heute keinen ebenbürtigen Ersatz dafür anbieten konnten (oder wollen). Den Charakter des Heiligen hat unsere westliche Gesellschaft, so sie je einen hatte, auf jeden Fall längst verloren.

So bleibt zuletzt die Frage nach dem Preis, den wir bereit sind für das Weiterbestehen Europas und seiner angestammten Kulturen zu bezahlen. Dies auch angesichts der Vermutung, daß der Islam und die europäischen Gesellschaften bewußt aufeinander gehetzt werden. Von wem? Zu welchem Zweck? Auf welches Ziel hin? Wenn dieselben Mächte so weiter verfahren und unsere Politik weiter so hilflos agiert, wird für unsere Zukunft als „Eingeborene“ wenig übrigbleiben.

*Focus-Online berichtete: Nach einer Schießerei in Berlin-Neukölln erscheinen Monate später bei der Gerichtsverhandlung die damaligen Kontrahenten und erklären dem Richter, dass es gar nichts mehr zu verhandeln gebe. Sie hätten sich untereinander geeinigt. Weitere Aussagen verweigerten sie. Ein muslimischer „Friedensrichter“ hätte sich der Angelegenheit bereits angenommen“.

**Albert Camus: Fragen der Zeit/Betrachtungen zur Todesstrafe (Rowohlt 1960)

***Man rechnet damit, dass im Jahre 2051 in der Altersgruppe von 0–15 Jahren der Anteil der Muslime rund 33 %, also ein Drittel der österreichischen Bevölkerung betragen wird. Aber schon in 15 Jahren wird es in Wien eine Mehrheit fremdsprachiger Migranten geben.

Helmut Müller

Quelle

Advertisements
Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: