Bankrotte Landesverteidigung

Wofür ist ein aus ideologischen Gründen und parteipolitischen Interessen kaputt gespartes Heer wie das österreichische noch gut? Soldaten schlecht motiviert und mangelhaft ausgerüstet, Flugzeuge am Boden, wie die Moral der Truppe insgesamt. Nicht wesentlich besser geht es der deutschen Bundeswehr. Das eine wie das andere Heer hat immerhin einen vom Gesetz oder der Verfassung vorgegebenen Auftrag. Was aber, wenn es diesem nicht mehr nachkommen kann, weil die Politik es aus den genannten und anderen Gründen nicht will?

Allerlei Ursachen für die Misere werden derzeit sonst noch ins Treffen geführt, jene tieferen aber bleiben unangetastet, ganz im Interesse (und Auftrag) der westlichen Weltkrieg II-Profiteure: Die Veraechtlichmachung des nationalen Imperativs, die Schmaehung der Leistung vorausgegangener Soldatengenerationen und das Unverstaendnis dafür, im Geiste der Gemeinschaft zu dienen, verhindern die Selbstverwirklichung dieser Heere ihrem Sinn und Zweck und ihren guten nationalen Traditionen und bewaehrten Tugenden gemaeß.

Schmaehen wird man die Tugend mit schlimmen Worten, wußte schon der Soldatenkaiser Marc Aurel. Die Untreue der politischen Klasse und ihrer Verbündeten in Staat und Gesellschaft gegenüber dem Vaterland, der Verrat an Volk und Heimat, macht es möglich. Was gibt es denn für das Bundesheer noch zu verteidigen? Einen Papiertiger namens immerwaehrende Neutralitaet. Und was für die Bundeswehr? Die Firma BRD des Großkonzerns USA. Die politisch Verantwortlichen sind, ausgenommen in der Verteidigung ihrer persönlichen Interessen, in jeder Hinsicht traege und gleichgültig geworden. Wozu soll sich da der einfache Soldat noch anstrengen?

Dabei steht das Heer hier wie dort einer Menge neuer Herausforderungen gegenüber. Neben den traditionellen Aufgaben der Landesverteidigung, dem Schutz der Infrastruktur, der Energieversorgung, der Kommunikation, der Hilfeleistung bei Katastrophen oder der Bereitsstellung von militaerischem Personal für UNO-Einsaetze kommen noch sicherheitspolizeiliche Aufgaben hinzu. Etwa angesichts einer biologischen Invasion, will heißen Migranten- und Flüchtlingsströme, ist ein Gemeinwesen im Falle von Terror, Bürgerkrieg oder Epidemien (z.B. Ebola) entsprechend zu sichern und zu schützen.

Alle diese Aufgaben sind mit einem vorbildlich organisierten Heer und seinen bestens ausgebildeten und ausgerüsteten wie auch entsprechend motivierten Soldaten, zu bewerkstelligen. Diesbezüglich kann man sich von der Schweizer Armee oder den finnischen Streitkraeften nicht alles, aber einiges abschauen. Ein Volk muß sich auf seine Armee rund um die Uhr verlassen können, eine Armee, die jederzeit der Wucht und der Komplexitaet einer bedrohlichen Situation standhaelt. Denn was so genannte Verbündete im Ernstfall wert sind, weiß man aus Beispielen der Vergangenheit und ganz aktuell im Falle der bedraengten Kurden in Syrien.

Doch weit und breit ist keine Gesamtstrategie (als Kunst und Wissenschaft) zu erkennen, die dazu geeignet waere, politische, ökonomische, psychologische und militaerische Kraefte im Sinne einer maximalen Unterstützung der nationalen Ziele zu entwickeln und zu nützen. Allein die Wehretate des Bundesheeres wie der Bundeswehr sind angesichts der abzusehenden weiteren Entwicklung schon Bankrotterklaerungen der Politik, deren Anstrengungen weit davon entfernt sind von dem, was der große Hölderlin uns zu sagen weiß: Wir müssen dem Vaterlande und der Welt ein Beispiel geben, daß wir nicht geschaffen sind, um mit uns nach Willkür spielen zu lassen.

Anmerkung: Aus technischen Gründen (beide Rechner ausgefallen) verzögern sich meine Beitraege (auf französischer Tastatur derzeit). Da möglicherweise auch Adressen verlorengingen, werden auch nicht mehr alle bisher registrierten Besucher vom jeweils aktuellen Beitrag benachrichtigt werden können.

Helmut Müller

Quelle

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Kommentare

  • Thomas Wagner  On 17. Oktober 2014 at 20:33

    Seltsam schizophren anmutende Anmerkungen von Helmut Mueller, wie man sie allerdings recht haeufig bei Leuten aus dem konservativen Lager antreffen kann. Zum einen werden die volksfeindlichen Zustaende in Deutschland oder Oesterreich seit Jahr und Tag heftig kritisiert, um dann auf der anderen Seite die mangelnde Wehrfaehigkeit der Armeen eben dieser volksfeindlichen Staaten zu bejammern. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Menschen mit diesen Ansichten das herrschende System trotz aller Kritik durchaus noch fuer verteidigungswert halten. Ein konsequent denkender Nationalist wird es doch eher begruessen, dass es sich mit den militaerischen Faehigkeiten der o.g. Armeen so bescheiden verhaelt, handelt es sich hierbei doch um den bewaffneten Arm von Vasallenstaaten, der lediglich den Interessen der Globalistenelite zu dienen hat.

    @Doch weit und breit ist keine Gesamtstrategie zu erkennen, die dazu geeignet waere politische, oekonomische, psychologische und militaerische Kraefte im Sinne einer maximalen Unterstuetzung der nationalen Ziele zu entwickeln und zu nuetzen.

    Befremdend diese Aussage. Wieso sollte das System so eine Gesamtstrategie fuer die Unterstuetzung nationaler Ziele im Sinne Helmut Muellers entwickeln?
    Die real existierende Gesamtstrategie in der WWG geht ja genau in die Gegenrichtung, d.h. kontinuierliche Schwaechung und schliesslich Abwicklung der Nationalstaaten und deren nationalen Interessen zugunsten des Profitinteresses des transnationalen Kapitals.

  • Taxifahrer  On 20. Oktober 2014 at 07:22

    @Thomas Wagner: Was konsequent zu Ende gedacht ja bedeuten würde, daß Nationalisten sich von jedem Aktivismus (ob auf der Straße oder publizistisch) verabschieden müssten, sei es nun bei Themen wie Einwanderung, Sozialabbau usw. da es immer um politische Alternativen zum herrschenden, volksfeindlichen System geht. Also quasi die Dachperspektive einnehmen und beim Verfall (den man eh nicht aufhalten kann) zuschauen als Lösung?

  • Thomas Wagner  On 20. Oktober 2014 at 23:24

    @Taxifahrer

    Wie du aus meinem Kommentar herausliest, dass konsequent zu Ende gedacht, sich Nationalisten von jedem Aktivismus verabschieden muessten, erschliesst sich mir nun in keinster Weise.
    Es ging mir darum die Widerspruechlichkeit in den Ausfuehrungen Helmut Muellers anzusprechen. Die Streitkraefte der BRD und Oesterreichs existieren schliesslich nicht im luftleeren Raum, sondern sind eine Teilkomponente des Gesamtsystems und werden in dessen Sinne aufgebaut und eingesetzt. Da es sich aber bei diesem System um ein volksfeindliches handelt (ich weiss nicht, ob Mueller dieses Wort verwendet, aber auch aus seinen Beitraegen kann man nur diesen Schluss ziehen), mutet es schon absonderlich an zu erwarten, dass dessen Armeen volksfreundlich eingesetzt werden, z.B. wie von Mueller erwaehnt, bei der Eindaemmung von Migrantenstroemen, ganz zu schweigen davon, dass diese Masseneinwanderung vom System so gewollt ist. Desweiteren ist die von Mueller erwaehnte traditionelle Landesverteidigung heute megaout, da die WWG heutzutage andere Akzente setzt, d.h. die Truppen des Imperiums und seiner Vasallenstaaten sollen als global agierende Interventionsarmeen flexibel und schnell verlegbar sein. Man schaue sich hierzu einmal die „Verteidigungspolitischen Richtlinien des Bundesverteidigungsministeriums“ an.

    @Also quasi die Dachperspektive einnehmen und beim Verfall (den man eh nicht aufhalten kann) zuschauen als Loesung?

    Ich habe so meine Schwierigkeiten mit dem Wort „Loesung“ in diesem Zusammenhang. Glaubst du etwa an eine Loesung in dem Sinne das System zu reformieren und dadurch den von dir genannten Verfall aufzuhalten? Oder meinst du damit das aktive Herbeifuehren einer revolutionaeren Situation? Ich bin davon ueberzeugt, dass das herrschende System an seinen eigenen Widerspruechen zu Grunde gehen wird, d.h. es wird seine eigenen Grundlagen zerstoeren. Die Hauptgrundlage ist aber der Massenwohlstand, als Kit der das ganze volksfeindliche Gebaeude zusammenhaelt. Faellt diese Grundlage, so kann sich die o.g. revolutionaere Situation ergeben. Dann muessen aber die Aktivisten/Revolutionaere bereits da sein, als bestens organisierte und ideologisch geschulte Kraefte. Soviel wollte ich noch zu dem von dir gegebenen Stichwort des Aktivismus anmerken.

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