SdV-Gespräch mit Karl Richter über die negative Entwicklung in der NPD

SdV: Die zurückliegenden Landtagswahlen in Mitteldeutschland liefen für die NPD nicht gut. Die Nationaldemokraten sind aus dem Landtag von Sachsen geflogen, auch in Thüringen und Brandenburg hat man massiv Stimmen verloren. Lag es „nur“ an der Konkurrenz der rechtsliberalen AfD, oder waren die Niederlagen auch hausgemacht?

Karl Richter: Man muß ehrlich sein: die Basis hat gerackert und gearbeitet und ihr Bestes gegeben. In Sachsen stand der Wiedereinzug Spitz auf Knopf, in Thüringen konnte der erstmalige Einzug gelingen. An der Professionalität und am Einsatz der Basis fehlte es in beiden Fällen nicht, auch in Brandenburg nicht.

Allerdings hat sich die Partei, beginnend mit dem unappetitlichen Rücktritt des Ex-Parteivorsitzenden Holger Apfel, im zurückliegenden Jahr immer wieder punktgenau ins Knie geschossen und sich so über die ganz „normale“ Hetze der Medien hinaus ihre Außenwahrnehmung beim Bürger gründlich selbst vermasselt. So etwas setzt sich fest beim Wähler. Das Traurige daran ist, daß die Parteibasis und viele ehrliche Aktivisten jetzt auslöffeln müssen, was „oben“ angerichtet wurde. Kann man vom Wähler verlangen, daß er einer Partei sein Vertrauen schenkt, die charakterlich offenbar schwer defizitäre Figuren an ihre Spitze stellt wie zuletzt etwa den Thüringer Spitzenkandidaten, der wegen gewalttätiger Übergriffe auf seine Mutter und anderer Fehltritte in die Schlagzeilen geriet? Oder den „Bandido“ und stellvertretenden bayerischen Landesvorsitzenden Sascha Roßmüller, der dieser Tage wegen einer Rocker-Schlägerei in U-Haft genommen wurde? Kann man vom Wähler erwarten, daß er eine vorgebliche Heimat- und Familienpartei wählt, deren dauerbetrunkener Parteichef jungen „Kameraden“ in die Hose greift und sich dann als Kneipier aus dem Staub macht?

Gegen solche Abgründe an Verkommenheit war die vielbemühte Kemna-Affäre, die Udo Voigt 2011 zum Verhängnis wurde, geradezu ein Märchenidyll. Apfel und seine Seilschaft haben aus der Partei in den letzten Jahren einen Sumpf gemacht, der zunächst einmal seiner gründlichen Trockenlegung bedarf, ehe man sich dem Wähler wieder als vermeintlich bessere Alternative zum Altarteienkartell präsentieren kann. Das Spitzen- und Funktionärspersonal der NPD ist eben leider mitnichten besser, sauberer, integerer ist als das der vielgeschmähten Etablierten. So etwas zieht zwangsläufig Vertrauensverlust beim Wähler nach sich, der nur sehr schwer wieder gutzumachen ist.

Angesichts solcher Defizite brauchen wir uns nicht über die AfD-Konkurrenz beschweren. Diese entzaubert sich doch gerade vor laufender Kamera selbst und verrät alle nationalen Positionen auf ganzer Linie – ich habe das erst vor wenigen Wochen im Münchner Rathaus erlebt, wo die AfD lammfromm zusammen mit allen anderen Zuwanderungsparteien gegen das Moschee-Bürgerbegehren gestimmt und eine irre Unterwerfungserklärung der Stadt an die Adresse der Moslems unterstützt hat. Wo ist denn hier eine „Alternative“? Und gar „für Deutschland“? Pustekuchen. Für eine vorzeigbare nationale Alternative wäre die AfD doch überhaupt keine Konkurrenz.

SdV: Auf dem NPD-Bundesparteitag im November soll ein neuer Parteivorsitzender gewählt werden. Worin siehst Du den inhaltlichen Unterschied zwischen dem eher rechtspopulistischen Lager um Frank Franz sowie einem Lager, das sich wohl um Udo Voigt sammelt? Was kann die Partei Deiner Einschätzung nach erwarten?

Karl Richter: Beginnen wir mit der letzten Frage. Was die Partei erwarten kann, hängt maßgeblich vom künftigen Vorstand und vom neuen Vorsitzenden ab. In ihrer augenblicklichen Verfaßtheit bräuchte die Partei gerade jetzt einen unumstrittenen, auch charakterlich glaubhaften Vorsitzenden. Der einzige, der das sein könnte, wäre nach Lage der Dinge Udo Voigt, der aber durch sein Europamandat ausgelastet ist und sich im übrigen auch nichts Gutes täte, den Trümmerhaufen NPD ausgerechnet jetzt wieder zu übernehmen.

Nein, ich denke, die Scherben sollten jetzt diejenigen zusammenkehren, die das Desaster angerichtet haben – insofern hätten Apfel-Seilschaftler, die die Partei ja immer noch wie Metastasen durchziehen, mehr als genug zu tun, werden es am Ende aber auch nicht besser machen. Ich kann ehrlich gesagt bei dem Personal-Tableau, das jetzt im Zusammenhang mit einem möglichen Parteivorsitzenden Frank Franz gehandelt wird, überhaupt keinen „Mehrwert“ gegenüber den bisherigen Zuständen erkennen. Immerhin – Frank Franz ist bislang weder durch Dauersuff noch durch schwule Übergriffigkeiten aufgefallen. Das will derzeit schon etwas heißen in der NPD.

Was die inhaltliche Seite angeht, soll man das nicht überbewerten. Auch Udo Voigt – beziehungsweise der „Voigt-Flügel“ in der Partei – hat ja keinerlei Absichten, an der Programmatik der Partei herumzuschrauben. Für alle Flügel und Fraktionen ist das in Bamberg verabschiedete Programm Richtschnur, und ich sehe auch niemanden, der dieses Programm ändern oder ersetzen möchte. Umgekehrt muß man auch den „Modernisierern“ unterstellen, daß es da keine „Aufweichung“ programmatischer Forderungen geben wird, wie das gelegentlich unterstellt wird. Niemand wird an die Klagemauer pilgern und die Ostgebiete preisgeben.

Ich sehe eher das Problem, daß der dringend nötige Neubeginn auch diesmal ausbleiben wird. Apfel-Altlasten werden auch dem künftigen Vorstand erhalten bleiben und nach Kräften dafür sorgen, daß sich nichts ändert und manches schmutzige Geheimnis unter dem Teppich bleibt. Das einzige, was der Partei in dieser Situation aus der Misere helfen könnte, wäre ein radikaler Schnitt in personeller Hinsicht. Die aktuelle Führungsriege sollte möglichst komplett zurücktreten und Talenten aus der zweiten und dritten Reihe, die es ja durchaus gibt, den Weg freimachen. Recht viel schlimmer als jetzt kann es nicht mehr werden.

SdV: Wie siehst du in der Zukunft die Erfolgsaussichten der NPD bzw. des deutschen Nationalismus?

Karl Richter: Das sind zwei paar Stiefel. Die Erfolgsaussichten eines deutschen Nationalismus sind das eine, die der NPD das andere. Ob die NPD wieder auf die Beine kommt, wird sich zeigen. Daß ein moderner, vorzeigbarer Nationalismus auch in Deutschland über ein ganz erhebliches Zukunftspotential verfügt, steht dagegen für mich völlig außer Frage. Ich sehe nur keinerlei Zwangsläufigkeit, daß diese Entwicklung der NPD zugutekommt. Da müßte die Partei jede Menge Hausaufgaben machen und nicht zuletzt auch den Anschluß an die bundesdeutsche Gegenwart herstellen – das halte ich noch nicht für ausgemacht. Es wird auch unter dem künftigen Vorstand bei den bekannten Grabenkämpfen zwischen Modernisierern und unverbesserlichen Ghetto-Nationalisten bleiben. Für eine Partei, die auf Wählerstimmen angewiesen ist, ist das keine gute Konstellation.

SdV: Bleiben wir gerade noch bei diesem Punkt. Du hattest auf Facebook das Gebaren mancher „200 prozentiger“ Nationalsozialisten scharf kritisiert. Könntest du kurz erklären, wo genau deine Kritikpunkte an diesem Lager liegen?

Karl Richter: Hier muß ich korrigieren: ich hatte von „200-Prozent-NS-Klonen“-gesprochen. Von „Nationalsozialisten“ war keine Rede. Nationalsozialisten gibt es heute schlechterdings nicht, weil es sich beim Nationalsozialismus wie mit der Katholischen Kirche verhält: ohne Kirche keine Katholiken – ohne NSDAP keine Nationalsozialisten. Zur Partei gehörte wie zur Kirche die ganze feinverästelte Hierarchie mit ihren Dogmatikern, Konzilien, Chef- und Unterideologen – das alles ist aber infolge der einschlägigen alliierten Kontrollratsbeschlüsse erst einmal Geschichte. Von daher bewegt sich im luftleeren Raum, wer sich heute als „Nationalsozialist“ ausgeben zu müssen glaubt. Es gibt heute schlicht und einfach keine Nationalsozialialisten – jedenfalls keine, die sich mit Recht so bezeichnen könnten.

Was es hingeben gibt, sind selbsternannte Kopien, Klone und Karikaturen. Das hilft aber nur dem Gegner, indem es ihm einen unerschöpflichen Munitionsvorrat liefert, und wird der ungeheuren Fortschrittlichkeit, den der historische Nationalsozialismus auf vielen Gebieten an den Tag legte, auch in keiner Weise gerecht. Hitler hat sich seinerzeit, bei der Niederschrift von „Mein Kampf“, bekanntlich ebenfalls mit beißendem Spott über die „völkischen Wanderscholaren“ lustig gemacht – völlig zu Recht. Genauso verhält es sich heute. Wer glaubt, heute, 2014, mit den Insignien, dem Auftreten, vielen Begrifflichkeiten des historischen Nationalsozialismus herumhantieren zu müssen, ist ein Narr, bestenfalls ein Pausenclown der Geschichte. Der Nationalsozialismus war etwas ungeheuer Modernes, bediente sich der modernsten Medien und Ausdrucksmöglichkeiten. Davon sind die „200-Prozentigen“ heute in aller Regel Welten entfernt. Mit diesem „Lager“ – wenn es denn eines ist – ist heute keine Politik zu machen. Das sollten wir aber tun, und zwar möglichst gut, möglichst effizient, wenn wir für die Zukunft dieses Volkes noch etwas herausholen wollen. Farben- und NS-Nostalgie ist entschieden zu wenig.

SdV: Xavier Naidoo ist derzeit in aller Munde, da der bekannte Soulsänger die fehlende nationale Souveränität Deutschlands angesprochen hatte, sich gegen einen Krieg mit Rußland ausspricht und sogar auf nationale Gruppen zugeht. Naidoo hatte explizit der NPD ein Gesprächsangebot gemacht. Wie sollten deutsche Nationalisten mit solchen Migranten umgehen, die sich ja oft nationalpatriotischer äußern als viele ethnische Deutsche, die eher einem Nationalmasochismus frönen?

Karl Richter: Völlig richtig erkannt – man muß hier jedes Gesprächsangebot aufgreifen, das sich darbietet. Wenn ich richtig orientiert bin, bekommt die NPD nicht jeden Tag Gesprächsangebote vonseiten prominenter Mainstream-Vertreter. Wie man sich hier zieren kann und lieber über den „Plastikdeutschen“ Naidoo herziehen kann, als den Dialog aufzunehmen, ist mir schleierhaft. Man muß wohl zur Kenntnis nehmen, daß viele „Nationalisten“ einfach im Ghetto leben und mit der Außenwelt, der bundesdeutschen Realität, am liebsten nichts zu tun haben möchten. Das kann man akzeptieren, es ist aber keine Attitüde, mit der sich Wahlen gewinnen lassen und mit der man in der Öffentlichkeit als Faktor wahrgenommen wird.

Tatsächlich ist richtig, daß viele Ausländer, gerade solche der ersten und zweiten Zuwanderergeneration, aber selbst jüngere, oft einen geradezu rührenden Deutschland-Patriotismus an den Tag legen. Soll man diese Leute alle vor den Kopf stoßen, weil sie keine „Bio-Deutschen“ sind? Ich denke, diesen Luxus können wir uns nicht mehr leisten. Mir zumindest ist ein gut integrierter, katholischer Kroate mit Kindern lieber als ein daueralkoholisierter, ganzkörpertätowierter „Kamerad“ aus Bautzen, der Beethoven für eine Biermarke hält. Die Leute sind heute nun einmal da in der Bundesrepublik – ich denke, wenn jemand wie Xavier Naidoo etwas Vernünftiges sagt, sollte man darauf zugehen.

Ich möchte keine Grundsatz-Ratschläge geben, wie sich deutsche „Nationalisten“ diesem Personenkreis gegenüber verhalten sollten. Ich finde aber, man muß zur Kenntnis nehmen, daß wir – zumindest im Augenblick – nicht allein im deutschen Haus sind. Wir müssen danach streben, daß wir diesen Zustand überwinden und die alleinige Handlungsfähigkeit und Souveränität im deutschen Haus wieder herstellen. Im Augenblick muß man aber in Rechnung stellen, daß weit über 20 Prozent unserer Bevölkerung „Migrationshintergrund“ besitzt. Wo es unserem Volk hilft, muß man auch mit diesem Personenkreis sprechen.

SdV. Stichwort Außenpolitik. Wie bewertest du die Kriegshetze gegen Rußland, und warum wurde aus deiner Sicht Janukowitsch in der Ukraine weggeputscht?

Karl Richter: Das ist doch überhaupt kein Geheimnis und hat auch nichts mit „meiner Sicht“ zu tun, sondern liegt für jeden, der sch auch nur ein klein wenig für die Hintergründe interessiert, absolut klar zutage. In der Ukraine geht es um ein geostrategisches Spiel, in dem seit über zwanzig Jahren, seit dem Ende der UdSSR, mit harten Bandagen gekämpft wird. Seit 1991, im Grunde bereits seit dem Zweiten Weltkrieg, arbeiten die USA darauf hin, die Ukraine, den Turm im russischen Schach, herauszubrechen und so eine für Moskau tödliche Flanke aufzureißen. Allein seit 1991 haben die einschlägigen US-Kreise Milliarden Dollar in den Frontwechsel der Ukraine investiert, wohlwissend, daß jede ernstzunehmende Verteidigung des russischen Kernraums ohne das ukrainische Glacis praktisch unmöglich ist.

Dieser Frontwechsel ist nun im Februar 2014 mit dem Putsch gegen Janukowitsch Wirklichkeit geworden. Daß man darüber in Moskau nicht erbaut ist, liegt in der Natur der Sache, ebenso, daß Rußland reagiert und sich in Schadensbegrenzung versucht – im übrigen mit einer geradezu unglaublichen Engelsgeduld. Wäre Putin der Bösewicht, als den ihn die westliche Propaganda unisono hinstellt, wäre er vermutlich längst in der Ukraine einmarschiert und hätte seine Panzer zweckmäßigerweise gleich bis zum Atlantik weiterrollen lassen. Hat er aber nicht. Der schwarze Peter liegt eindeutig beim Westen und seinen permanenten Provokationen. Daß Washington und seine europäischen Marionetten immer noch fortfahren, Rußland zu reizen, und eine inzwischen geradezu unverhohlene Kriegshetze betreiben, ist eigentlich unfaßbar und läßt Schlimmstes befürchten. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren – und die Kennzahlen der amerikanischen Wirtschaft legen diesen Schluß nahe -, daß die USA zielstrebig auf einen Krieg in Europa hinarbeiten.

SdV: In der Ukraine agieren nun Bandera- und gar Hitler-Anhänger als radikale Sturmtruppen der USA und der EU. Manche „Rechte“ in der BRD hetzen im Kielwasser dieser Erscheinungen gegen Putin und solidarisieren sich mit den NATO-Faschisten in Kiew. Was können nationale Deutsche aus diesem Umstand lernen?

Karl Richter: Wenn man daraus etwas lernen kann, dann die unglaubliche politische Dummheit sogenannter „Nationalisten“, die offenbar zu jedem Irrsinn bereit sind, sobald Hakenkreuze im Spiel sind. In diesem Fall wird geflissentlich übersehen, daß die vermeintlichen „Nationalisten“ in der Ukraine in Wirklichkeit strohdumme, gekaufte Handlanger westlicher, ja sogar jüdischer Geldgeber sind – zu nennen ist etwa der israelisch-ukrainische Multimilliardär Ihor W. Kolomojskyj, der im Mai persönlich bewaffnete Kräfte aus Dnjepropetrowsk für das Massaker in Odessa zur Verfügung stellte und die Bezahlung einer Kopfprämie von 5000 US-Dollar für jeden ermordeten pro-russischen Aktivisten ermöglichte. Auch auf den russischen Präsidenten Putin setzte Kolomojskyj ein Kopfgeld von 100 Millionen Euro aus. Das alles ficht einen gewissen Bodensatz bundesdeutscher Dummnazis aber nicht an – man zieht sich an NS-Symbolik hoch, schaltet das Rest-Gehirn aus und spielt mit Vergnügen das Spiel des Westens. Dümmer, verblendeter geht es nicht. Was man daraus lernen kann? Daß man um gehirnferne NS-Nostalgiker aus vielen Gründen besser einen großen Bogen macht. Ich kann Putin gut verstehen, daß er es für geraten hält, vor einem wiedererstarkenden „Neo-Nationalismus“ in Westeuropa zu warnen. Die Dumpfbacken-Nostalgiker liefern ihm ja geradezu eine Steilvorlage.

SdV. In Syrien und Irak setzen die USA nun wie auch in Libyen auf salafistische Terrorgruppen, wobei der Kampf gegen den IS wohl als billiger Trick zu werten ist, um Assad doch noch zu stürzen und die proiranische Regierung in Bagdad zu schwächen. Wie sollten sich deutsche Nationalisten zum Islam positionieren?

Karl Richter: Wenn am augenblicklichen Siegeszug der US-Retortengründung „Islamischer Staat“ (IS) überhaupt etwas Gutes ist, dann, daß sich die Fronten klären – auch und gerade, was den Islam angeht. Deutsche „Nationalisten“ haben in der Vergangenheit viel zu viel herumgeeiert – häufig aus dem anti-israelischen Reflex heraus – und versucht, möglichst viel Gutes am Islam zu entdecken. Diese Märchenträume werden in diesen Monaten angesichts der täglichen Grausamkeiten der IS-Kopfabschneider ziemlich blutig mit der Realität konfrontiert. Die intellektuelle Kopfgeburt, es gebe einen „moderaten“ und einen „fundamentalistischen“ Islam, zerplatzt – hoffentlich noch rechtzeitig, bevor das Abschlachten auch in unseren Breiten beginnt und eine wehrlose, völlig realitätsblinde und multikulturell umnachtete Bevölkerung vorfindet. Wir brauchen uns ab sofort keinerlei Illusionen mehr über den Islam machen. Es handelt sich um eine intolerante, blutrünstige Weltherrschafts-Ideologie, die sich religiös verbrämt. Der IS-Terror ist ja nur die buchstäbliche Umsetzung dessen, was im Koran steht. In diesem vorgeblich „heiligen“ Buch finden sich allein 27 Tötungsaufforderungen für Ungläubige. Man kann sich vorstellen, daß ein solcher Geist das friedliche Zusammenleben mit Muslimen außerordentlich vereinfacht…

Das ist das eine. Das andere sind die Außenbeziehungen zu islamischen Ländern wie etwa dem Iran. Hier täte ein souveränes Deutschland gut daran, im wohlverstandenen eigenen Interesse zu handeln und geostrategische Allianzen anzustreben, wo sie sich anbieten. Rußland demonstriert in geradezu vorbildlicher Weise, wie das aussehen kann, und pflegt sowohl im Rahmen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) wie der Eurasischen (Wirtschafts-)Union konstruktive Beziehungen auch zu islamischen Ländern wie Iran und Afghanistan. Dabei ist man sich auch in Moskau der Bedrohung durch einen aggressiven Islam durchaus bewußt, vermag aber zu unterscheiden zwischen Religion und Realpolitik. Auch deutsche „Nationalisten“ wären gut beraten, sich im Umgang mit dem Islam möglichst rasch von allen nostalgischen Vorstellungen zu verabschieden und endlich in der Realität anzukommen. Daran hapert es im „nationalen Lager“ freilich auch sonst mitunter erheblich.

SdV: Vielen Dank für deine interessanten Ausführungen.

Die Fragen stellte der SdV-Chefredakteur

Politischer Lebenslauf:

Karl Richter, geboren 1962 in München, nach dem Wehrdienst Studium in München (Geschichte, Musikwissenschaft, Volkskunde, Sanskrit), 1989 bis 1994 parlamentarischer Referent am Europaparlament, danach freier Publizist. 2004 Eintritt in die NPD, zunächst Leiter des parlamentarischen Beratungsdienstes der sächsischen NPD-Fraktion, 2008 Einzug in den Münchner Stadtrat, seit 2009 Stellvertretender NPD-Parteivorsitzender, seit 2014 Assistent des NPD-EU-Abgeordneten Udo Voigt.

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