Nationales Interesse gegen antinationale Imperialismusapologie

Die“ deutsche“ – wenn auch in Wahrheit mehrheitlich antinationale – Linkspartei streitet sich intern und von außen durch bürgerliche Israelfetischisten erzwungen um ihr Verhältnis zum israelischen Kolonial- und Raubgebilde, sowie allgemein um das linke antiimperialistische Erbe bzw. um die „reformerische“ und libertäre proimperialistische Neuausrichtung der außenpolitischen Gesinnung der Linkspartei. Vorreiter bei der Neujustierung in Richtung Prozionismus und Anti-Antiimperialismus war Gregor Gysi – der neben Oskar Lafontaine – wohl prominenteste Politiker der reformistischen Linkspartei.

Bei der Linkspartei haben sich nach Gysis wegweisender Rede vor der Rosa Luxemburg-Stiftung, die man doch eher zu einer Noske-Stiftung umbenennen sollte,

siehe:http://spaltung.blogsport.de/der-antideutsche-wahn/4-der-nahostkonflikt/46-pirker-zu-gysi/

die linkskapitalistischen Prozionisten durchgesetzt. Nicht nur schrieb die Linkspartei als EINZIGE der existenten deutschen Parteien das sogenannte „Existenzrecht“ Israels ins Parteiprogramm, sondern nominierte für das Amt des Bundespräsidenten mit Beate Klarsfeld – der Sarkozy-Anhängerin – eine der wildesten Kriegstreiberinnen gegen den Iran und Syrien. Damit hat die Linkspartei zwar einer der wichtigsten Forderungen von SPD und Grünen erfüllt um an einer linksliberalen Bundesregierung potentiell beteiligt zu werden, nämlich „außenpolitische Verlässlichkeit“ sprich NATO-Bündnistreue, gleichzeitig aber aufgrund interner Streitigkeiten auf Bundesebene an Attraktivität für ihre Wähler verloren. Der Linkspartei droht nun bei der nächsten Bundestagswahl gar eine Halbierung ihres Stimmengewichtes im Bund.

Daß derparteinterne  Widerstand gegen den Kapitalismus- und Imperialismusapologetischen-Kurs gegen die Bundesführung und insbesondere die mittdeldeutschen Reformerlandesverbände derart gering ist, dürfte nicht nur etwas mit Parteidisziplin und Opportunismus zu tun haben, sondern insbesondere damit, dass die Pazifisten in der Linkspartei und der linke marxistische Flügel (AKL, KPF, Marxistisches Forum) gegen den Proimperialismus ausgerechnet einen ihnen gemeinen Antinationalismus anführen, sich also mit den offenen Proimperialisten und Prokapitalisten in der Linkspartei um einen Wettbewerb um das Programm der Globalisten begeben.

Pazifistische und pseudoantiimperialistische Gysi-Kritiker aus der Linkspartei formulierten in einem Positionspapier: „Willst Du (gemeint war Gysi) wirklich, daß wir die Klassenfrage endgültig beerdigen und wieder in jenen nationalen Kategorien denken, die Ursache für so viel Unrecht, Blutvergießen und Leid während der letzten zweihundert Jahre gewesen sind? Ist es nicht gerade der Nationalismus, der die Unversöhnlichkeiten im Nahen Osten mitbestimmt? Wir vertreten die antiquierte Vorstellung, dass Antinationalismus und Internationalismus der arbeitenden Menschen und der Unterdrückten immer Kern linker Politik waren.“ (Gesprächskreis Friedens- und Sicherheitspolitik)

Antiquiert ist hierbei vor allem eines und zwar die Vorstellung der gutmenschlichen Pazifisten, dass der Imperialismus und Kapitalismus heute noch „nationalistisch“ formiert sei. Ein solches Denken scheint eher die Welt in den Erklärungsmustern des 19. Jahrhunderts zu erfassen. Im Zeitalter der imperialistischen Globalisierung stehen Nationalstaaten und Nationalismus der freien Entfaltung der zerstörerischen Kräfte der Kapitalströme als Hauptgegner entgegen.  Insofern betreiben Antinationalisten, ob gewollt oder ungewollt, das Geschäft der transnationalen Kapitalisten. Kapitalismus und Imperialismus setzen heute auf Antinationalismus, Antirassismus und die „offene Gesellschaft“. Nationalismus gilt den transnationalen Kapitalismus als größte Bedrohung der kapitalistischen Marktwirtschaft.

Die antinationalen Pazifisten sprechen nun davon es sei insbesondere die Bezugnahme auf das „nationale Interesse“ welches für die Linke besonders „gefährlich“ sei. Der Bruch mit den patriotischen Traditionen der deutschen Arbeiterbewegung hin zu einem exzessiv ausgelebten Nationalmasochismus hat aber gerade eben die Aufgabe des Klassenstandpunktes zur Folge gehabt. Der auf die deutsche Nation bezogene Antinationalismus der Linken ist insofern DAS Einfallstor für eine linkskapitalistische und libertäre Umdeutung der deutschen „Linken“. Ein antinationaler Antiimperialismus – wie bei einigen BRD-„Antiimps“ üblich – ist insofern an Unlogik auch kaum mehr zu überbieten, da Antiimperialismus immer auf nationale Befreiung, Nationalstaatlichkeit und Nationalismus zielt.

Der Pro-Zionist Gregor Gysi bringt seinerseits einem völkischen Nationalismus durchaus viel Verständnis entgegen, falls sich dieser in Israel äußert. Der jüdische Staat müsse seinen jüdischen Charakter behalten, deswegen sei die Geburtenstärke der arabischen „Israelis“ eine Bedrohung für den Fortbestand des Zionistenstaates. Was für Israel gelten soll, ist für Gysi und seine Linkspartei auf Deutschland übertragen „Neonazismus“, gefährlicher „Rassismus“ und sei entschieden „mit allen Mitteln“ zu bekämpfen.

Nun könnte man unter Umständen auf die Idee kommen, dass es sich bei dem prozionistischen Antinationalismus („Nie wieder Deutschland“, aber „Lang lebe Israel!“) um einen „Ersatznationalismus“ handelt. Was bezogen auf das Inland aufgrund des Schuldkomplexes nicht mehr möglich sein soll, wird auf ein fetischisiertes Solidaritätsprojekt projeziert. Da der zionistische Nationalismus der deutschen Nation schadet, da diese immer wieder von den Zionisten erniedrigt und zur „Verbrechernation“ abgestempet wird, passt der Pro-Zionismus auch gut in das geistige Konzept deutscher Nationalmasochisten.
Der innenpolitische Antinationalismus wird aber nicht nur von den Pro-Zionisten, also den „Reformern“, „Realos“, Antideutschen und Linkslibertären in der Linkspartei geteilt, sondern auch von dem linken Parteiflügel der sich vor allem um die Strömung „Antikapitalistische Linke“ formiert. Bezogen auf die Heiligsprechung von Multikulti, Massenzuwanderung, Gender Mainstreaming-Wahn und libertäre Gesellschaftszersetzung gibt es kaum Unterschiede zwischen dem linken und dem „rechten“ Parteiflügel der Linkspartei. Der Schuldkomplex bindet  den linken Parteiflügel  in innenpolitischen Fragen an die Westliche Wertegemeinschaft und untergräbt somit auch den pazifistischen bis antiimperialistischen Anspruch sowie den Antikapitalismus im Allgemeinen.

Verfasser: Sozrev

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Kommentare

  • Carabus violaceus  On 9. November 2014 at 15:25

    Zum Thema Israel gibt es eine gute Politsatire: https://www.youtube.com/watch?v=Y4D2exHeU8w –> „Anti racist Hitler“

  • sozrev  On 9. November 2014 at 15:56

    Das soll aber keine Satire sein. Antideutsche und Neocon-Antiislamisten behaupten nun ernsthaft Hitler sei so etwas wie der Urvater des Antirassismus, da in ihrem Denken der Antisemitismus grundlegend für den Antirassismus sei. Insofern ist in dieser kruden Denkweise der NW auch nicht rassistisch, sondern antirassistisch. „Rassismus“ wird dort als Erbe der Aufklärung gesehen und bestimmend für die kapitalistische Gesellschaf, was man positiv wertet. Das Völkische wird aber unsinnigerweise der politischen Linken zugesprochen, wobei dann der „Rassismus“ in der eigenen WWG-Auslegung von diesem völkischen Rassismus abgekopelt wird. Das Völkische wird von diesen Wirrköpfen aber Bestanteil einer ethnopluralistischen-„antirassistischen“ Ideologie definiert.

  • Carabus violaceus  On 9. November 2014 at 19:53

    Ja, sonst wären ja Necons und Antideutsche gewissermaßen „arbeitslos“. Ich verstehe nur nicht, wieso das Völkische der Linken zugesprochen wird und dann als Teil der „antirassistischen“ Ideologie? Wenn Gutmenschen die hemmungslose Zuwanderung als Bereicherung ansehen, kann man denen ja wiederum Rassismus vorwerfen. „Bereicherung“ impliziert ja geradezu, daß das eigene Volk laut deren Ansicht ja erst noch „rassisch“ aufgewertet werden müsse. Das Völkische würde dem ja gegenüber stehen.?

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