SdV-Gespräch mit Siegfried „Siggi“ Borchardt über Hooligans und nationale Politik

SdV: Hallo Siggi, laut Medienberichten warst Du dabei auf der Großdemonstration, die die Gruppe „Hooligans gegen Salafisten (HoGeSA)“ am 26. Oktober in Köln organisierte. War diese Demo aus Deiner Sicht ein Erfolg für die nationale Sache?

Siegfried Borchardt: Unbedingt. Nach dem ersten Kennenlerntreffen, in Dortmund, an dem ich teilgenommen habe, hatte ich die Befürchtung, daß sich die Sache schnell wieder verlaufen könnte, weil die Organisation nicht so sonderlich überzeugend war und einige Leute wohl enttäuscht gewesen sind.

Möchte vorausschicken, daß ich kein Mitglied oder Organisator der „HoGeSa“ bin.

SdV: Wie ist die Gruppe „HoGeSA“ nach Deiner Auffassung politisch und weltanschaulich einzuschätzen?

Siegfried Borchardt: Meiner Meinung nach sind die Salafisten wohl nur der kleinste politische Nenner bei dieser Gruppe. Die Mehrheit der Leute hat wohl mehr Probleme mit kriminellen Ausländerbanden, die unsere Jugendlichen abziehen, Drogen handeln, die Partys junger Deutscher angreifen (wie erst vor kurzer Zeit wieder in Dortmund geschehen), und unsere Frauen belästigen. Raubende und stehlende Zigeunerbanden usw…

SdV: Nach der Kölner Demo kam es zu Gewalt gegen bzw. mit der Polizei. Könnte dies ein Vorwand für Systempolitiker und Richter sein, künftig derartige Demos gleich im voraus zu verbieten?

Siegfried Borchardt: Wenn ich mir die 1. Mai-Demos in Berlin oder die Demos im Schanzenviertel ansehe, oder gewalttätige Demos von Kurden oder Salafisten in NRW, bei denen auch schon mal Polizisten angezündet oder abgestochen werden, dann war diese Demo in Köln Kinderkram, der von den Medien aufgebauscht wurde. Kann mir auch kaum vorstellen, daß sich die Verwaltungsrichter davon beeindrucken lassen. Habe etliche Demos von reinen Nationalisten miterlebt, bei denen es härter abging und Polizei und Politik trotzdem mit einem Verbot späterer Demos scheiterten.

SdV: Die Polizei zieht sich seit Jahren aus diversen Stadtteilen mit großem Ausländeranteil zurück. Unter anderem die Salafisten setzen dort ihre eigenen Regeln durch – mit einer „Scharia-Polizei“, und sie rekrutieren Kämpfer für den „Islamischen Staat“ im Nahen Osten. Sieht die „Hoolizei“ nun ihre Aufgabe darin, den Salafisten „auf die Finger zu klopfen“, zumal sich die BRD-Innenminister und Polizeipräsidenten als feige erweisen?

Siegfried Borchardt: Ob es eine „Hoolizei“ gibt oder geben wird, kann ich nicht sagen. Aber es gibt schon in einigen Städten Gruppen, wie der STADTSCHUTZ DORTMUND der Partei DIE RECHTE, die versuchen, diese Sicherheitslücken zu schließen und sich für die, teilweise schon deutsche Minderheit, in diesen Stadtteilen einsetzt.

SdV: Auf der Hooligan-Demo in Köln waren – nach meinem Eindruck – durchweg schwarz-rot-goldene Fahnen zu sehen. Sind die Hooligans aufgrund ihrer Fußball-Kultur näher am Gefühl des normales Volkes dran als die schwarz-weiß-rot gestimmten Demo-Teilnehmer aus dem NS-Spektrum?

Siegfried Borchardt: Erstens war es eine Auflage des Veranstalters und zweitens, hat diese Fahne, bei diesem Personenkreis, einen höheren Wiedererkennungswert. Bei den Montagsdemos in Leipzig, hat man fast auch nur schwarz-rot-goldene Fahnen gesehen. Mir persönlich ist es auch eigentlich egal, unter welcher Fahne Freiheit, Recht und Ordnung in Deutschland wieder hergestellt werden

SdV: Aus unserer Sicht ist es positiv zu werten, wenn mal andere Leute aus unserem Volk sich für nationale Politik einsetzen – also nicht nur die rund 25.000 Personen aus dem organisierten Nationalen Widerstand. Daß beispielsweise deutsche Fußball-Patrioten nicht nur stolz auf den vierten Weltmeistertitel sind, sondern auch besorgt darüber sind, daß unsere Nation in der Ausländer- und Bevölkerungspolitik wie ein Absteiger spielt. Oder besteht die Gefahr, daß Hooligans und Rocker den Normalbürger zu sehr abschrecken?

Siegfried Borchardt: Es ist wohl bei jeder „Revolution“ so, daß erst mal die auf die Straße gehen, die eh im Abseits stehen und „nichts zu verlieren haben“. Wenn die Situation für alle Bürger spürbar unerträglich wird, schließen sich diese gern den radikalsten Kräften an. Ich wohne in einem von Ausländern dominierten Stadtteil und werde hier auch nicht wegziehen, weil ich es als eine Art Fahnenflucht ansehen würde. In dieser Diaspora habe ich, bei der letzten Kommunalwahl, die meisten Stimmen, für unsere Partei DIE RECHTE, bekommen und einen Sitz im Stadtrat errungen. Nach der Köln-Demo, waren die Leute hier begeistert, daß endlich mal etwas geschieht. Ein „weiter so!“, „viel Glück!“ und „passen sie auf sich auf!“, kam von allen Seiten.

SdV: Auf der Demo in Köln war – laut Youtube-Videos – wenig inhaltliche Tiefe in den Redebeiträgen der Redner zu hören. Wäre es nicht auch einmal sinnvoll auf die diejenigen Kräfte hinzuweisen, die den „Islamischen Staat“ und auch die Salafisten bei uns im Land hochgezüchtet haben – vor allem Saudi Arabien und die Golfstaaten, mit denen Israel und die USA gegen ihren Erzfeind Iran verbündet sind, wobei auch die BRD fleißig Saudi Arabien aufrüstet, während gegen den weniger reaktionären Iran Sanktionen verhängt werden?

Siegfried Borchardt: Diese Leute sind ja nun mal keine Politiker. Sie agieren aus einem Bauchgefühl heraus, daß es so nicht weitergehen kann. Geeignete Wortführer werden sich wohl erst mit der Zeit anbieten oder herauskristallisieren.

SdV: Wir von der SdV sehen die Gefahr, daß sich unpolitische Gewaltverherrlicher, die die Hooligans teilweise sind, auch vom reichen Onkel aus Amerika oder aus Israel vor deren Karren spannen lassen können. Siehe diverse ukrainische Hooligans, die unter dem Dach des „Rechten Sektors“ mit der NATO gegen Rußland zusammenarbeiten. Oder anderes Beispiel: die „English Defense League“ (EDL; http://www.zeit.de/sport/2014-10/hooligans-salafisten-english-defence-league), die sich offensichtlich in der Rolle der Sturmabteilung Israels in England sieht (siehe auch: http://4.bp.blogspot.com/-nhrf8_pq8mU/TvfbcW2xXYI/AAAAAAAAIrQ/SpaEZlshS4w/s1600/EDL-Israel.jpg; http://3.bp.blogspot.com/_HVRc9n_nGfw/TIYDbO1uYUI/AAAAAAAAAJ8/VLyoQIBqvKM/s1600/friends.jpg)

Siegfried Borchardt: Diese Entwicklung befürchte ich in Deutschland nicht. Ich kenne die Hooliganszene und die „Wald & Wiese Leute“ (Hooligan-Gruppen-Kampfsport, außerhalb der Stadien) sehr gut und weiß wie diese ticken. Außerdem ist die Zahl der aktiven Nationalisten bei der „HoGeSa“ höher als die offiziell in den Medien verbreitete.

SdV: Laut Wikipedia sollst Du zu einem Journalisten gesagt haben, Du würdest lieber „SA-Siggi“ als „SS-Siggi“ genannt. Warum?

Na ja, am liebsten würde ich NUR Siggi heißen. Aber das Leben ist ja kein Wunschkonzert. Anfang der 80er hat mir ein STERN-Reporter diesen Spitznamen gegeben und der wurde dann von allen anderen Medien übernommen. War immer eine Schlagzeile wert und propagandistisch hat es mir auch nicht geschadet. Irgendwann wurde er dann auch von Kameraden übernommen und so ist es einfach dabei geblieben.

Als mich dann bei dem letzten Einzug im Dortmunder Rat, ein SPIEGEL-Reporter fragte, ob ich meinen Spitznamen gut finde, sagte ich, nein, nicht wirklich. Wenn es schon sein müßte, möchte ich lieber SA-Siggi heißen.

Ich bin ein alter Straßenkämpfer und davon überzeugt, daß eine Revolution nur auf der Straße gewonnen werden kann. Mich verbindet, auch aus familieren Hintergrund, mehr mit den revolutionären SA-Kämpfern, als mit der elitären SS.

Lieber Siggi, vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Jürgen Schwab

Zu unserem Gesprächspartner:
Siegfried Borchardt, geb. 14.11.1953, Industriekaufmann, seit 1967 politisch aktiv.

In chronologischer Reihenfolge aktiv in nachfolgenden Parteien und Organisationen:

„Die Falken“, NPD, Borussenfront, ANS, WUNS, NF, FAP, HNG, Kameradschaft Dortmund, Nationaler Widerstand Dortmund. Aktuell Kreisvorsitzender der Partei DIE RECHTE, Dortmund.
Während dieser Zeit: 121 Ermittlungsverfahren, 60 Einstellungen, 27 Freisprüche und 34 Verurteilungen. Insgesamt 6 Jahre Gesinnungshaft. 99 Länder der Erde bereist.

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Kommentare

  • sozrev  On 9. November 2014 at 16:06

    Zu bemerken wäre noch das ein HoGeSa-Anführer – ein Hooligan-BRD-Kleinbürger – der Meinung ist die Aktionen seiner Gruppe dienten dazu etwas für die EU zu tun.

    Auffällig ist die völlige Inhaltslosigkeit der Ausführungen. Wahrscheinlich hat man bei HoGeSa keinerlei Ahnung was Salafisten überhaupt sind. Man weiß nur das sie Köpfe abschneiden, wobei nicht unterschieden wird ob man in Syrien etwa die Köpfe von Assad-Anhängern (Christen, Alawiten, auch Sunniten) abschneidet oder diejenigen von britischen und US-Journalisten die sich im Kreise ihrer ehemaligen Verbündeten von der FSA oder der Al Nusra Front bewegten. Also wenn die ISIS ihren ehemaligen Verbündeten die Köpfe abschneidet, so ist dies aus meiner Sicht nicht unbedingt zu betrauern. Pack verträgt sich und Pack trennt sich manchmal die Köpfe ab.

  • Schwab  On 9. November 2014 at 18:39

    @Sozrev

    Ja, Siggi hats gesagt: HoGeSa sind Hobby-Politiker, Experten in Fußball, Kampfsport und Straßenkampf. Wir sollte zunächst einmal eine gute Absicht unterstellen, und dann schaun wir mal was dabei herauskommt …

  • Taxifahrer  On 9. November 2014 at 19:01

    Weil es irgendwie dazupasst. @Schwab: Als Fußballinteressierter, wie stehen Sie zu RB Leipzig?

  • Schwab  On 9. November 2014 at 19:05

    Wenn ich Leipziger wäre, wäre ich wahrscheinlich für Lok Leipzig, die haben mehr Tradition. Kapitalistische Betriebe sind die natürlich alle. Aber um in Leipzig Bundesliga II zu sehen, müßte ich mir RB Leipzig ansehen …

  • sozrev  On 10. November 2014 at 16:44

    Jürgen Schwab:

    HoGeSa ist schon daher interessant, da hier zusammen kommt was sich sonst voneinander distanziert. Also ein Spektrum von Hools, NPD, Worch-Partei bis hin zu Zionisten (Pro, PI-News) und bürgerlicher AfD. Meiner Einschätzung nach wird der Einfluß von rechten zionistischen Islamkritikern möglicherweise überwiegen – vielleicht deswegen weil diese eine antiislamische Ideologie anbieten, während die Rechte und ähnliche Gruppen da eher relativ ideologiefrei agieren.

  • Schwab  On 10. November 2014 at 19:41

    @Sozrev

    Stimmt, das Thema „Islamisten“ droht immer in Richtung WWG/USA/Zionisten abzurutschen. Auf der anderen Seite ist das Thema geschickt gewählt, um ein breites Spektrum an Demo-Teilnehmern zu gewinnen: Dt. Nationalisten, SCHLAND-Fußball-Patrioten, sogar türkische Kemalisten und Kurden waren in Köln auf der Demo mit dabei (laut JF). Dort könnte vielleicht auch NAIDO auftreten

  • sozrev  On 11. November 2014 at 14:55

    Ein anderes Problem sehe ich darin das sich die Demoteilnehmer teilweise an dem einem Wochenende gegenseitig eine aufs Maul geben und dann an dem anderem Wochenende zusammen auf die Straße gehen sollen. Langfristig ist das natürlich nicht dazu angetan um eine gemeinsame Aktionsform zu fördern. Ich habe mal an anderer Stelle kritisiert das ich persönlich nicht für sonderlich patriotisch halte wenn etwa ein Berliner einem Dortmunder die Fresse poliert, weil dieser aus einer anderen Stadt kommt, Fan eines anderen Clubs ist. Aber zugegebenermaßen verstehe ich nicht so viel von den Motiven der Fußballhooligans, ich bin zwar Fußballfan, aber ohne aggressive Hintergedanken und freue mich mehr über ein schönes oder spannendes Spiel.

  • Schwab  On 11. November 2014 at 18:51

    Seh ich auch so, die Kloppereien unter Hooligans verschiedener Städte bzw. Vereine ist Kleinstaaterei – wie vor der Reichsgründung 1871: Deutsche gegen Deutsche. Aber vielleicht schweißt der Kampf gegen die Salafisten die Szene zusammen.

  • Schwab  On 11. November 2014 at 18:55

    Im Grunde genommen wurde hier nur geringfügig umgetextet. Sonst heißt es in Dortmund: „Wir wollen keine Schalker-Schweine!“ oder „Wir wollen keine Bayern-Schweine!“ Jetzt heißt es: „Wir wollen keine Salafisten-Schweine!“ Dies trifft die Salafisten als Schweinefleischgegner noch viel mehr als die Bayern und Schalker, die Schweinshaxe bzw. Schweinsbraten essen …

  • sozrev  On 12. November 2014 at 17:39

    Ursprünglich war die Demo in Köln von einem Pro-Mann angemeldet worden.

    http://www.bild.de/regional/koeln/salafismus/rechter-ratsherr-demo-salafisten-38174684.bild.html

    Beisicht hatte allerdings kalte Füße bekommen, so das jemand anders die Anmeldung übernehmen musste.

  • sozrev  On 13. November 2014 at 13:54

    Wagenknecht und Lafontaine-Anhänger, ist mit einer Kurdin verheiratet.

  • sozrev  On 13. November 2014 at 14:14

    Interessant daran dürfte wohl sein das die Antifa in Hannover wohl die HoGeSa als eine Konkurrenz in Punkto Antiislamismus begreift. Rechte Islamgegner hätten ein „falsches Bewusstsein“ und stünden in Wahrheit dem Islamismus ideologisch nahe, so die antideutsche Antifa aus Hannover.

    http://www.fastforwardhannover.net/textarchiv/auswertung-zum-antiislamisierungskongress/

    Bei der Antifa geht es also um einen „emanzipatorischen“ und „antirassistischen“ Antiislamismus – wobei man wohl vor allem Hezbollah, Hamas und den Iran meint. Auf einer Antiimp-Seite war mal zu lesen die Antifa wolle wohl der antiislamischen Rechten erklären wie der Antiislamismus ideologisch gesehen „richtig“ zu funktionieren hätte.

    Festzuhalten ist das der Antiislamismus bei der Antifa im Sinne der WWG ideologisiert ist, während bei HoGeSa noch nicht klar ist wohin die Reise geht, also ob man völlig berechtigt gegen Salafismus und Islamisierung auftritt oder einen rechtszionistischen Weg im Sinne der EDL einschlägt. Mal sehen!

  • sozrev  On 13. November 2014 at 14:30

    Hier hat man die Parole ausgegeben „Islamofaschisten auf Maul, auch in Deutschland“…

    http://jungle-world.com/artikel/2014/34/50451.html

    Gemeint sind damit nun nicht nur Salafisten sondern ein Spektrum welches auch schiitische Islamisten und säkulare westkritische Kräfte umfasst (Assad-Anhänger, Gaddafi-Loyalisten, linke Palis). So gesehen müsste die Antifa wenn die den Aufruf ernst nimmt eigentlich ein paar Moscheen abfackeln, Kopftuchträgerin ins Paradies befördern usw. Aber so weit reichts dann bei den Bürgersöhnen, Studenten, Gutverdienern der Antifa dann doch nicht. Man wird sich in der Antifa also darauf verlassen müssen das Netanjahu und Obama global gesehen möglichst viele Muslime töten. Den globalisierten Mordgedanken wird man höchstens publizistisch begleiten, aber nicht selbst in die Tat umsetzen.

  • Carabus violaceus  On 13. November 2014 at 17:00

    Was hält die SDV eigentlich von der Pegida-Bewegung? Siehe hier: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/torben-grombery/dresden-gutmenschen-machen-front-gegen-rasant-wachsende-pegida-bewegung.html

    Die Aktionen haben ja wirklich Mobilisierungspotenzial und ziehen vielleicht auch Leute an, die sich auf eine Hogesa-Demo „nicht so ganz trauen“. Ich finde das eigentlich erstmal ganz positiv. Leider hinterlässt das aber auch wieder einen faden Beigeschmack wenn von der Bewahrung der „jüdisch“-christlichen Kultur gesprochen wird. Entweder meinen die Organisatoren das wirklich ernst, dann geht das in Richtung GDL/EDL oder das ist vorauseilender Gehorsam.

  • sozrev  On 14. November 2014 at 07:17

    Ist noch schwer zu sagen. Weltanschaulich erinnert das inhaltlich etwas an die FPÖ. Aber im Gegensatz zu HoGeSa verfügt ,man wenigstens über so etwas wie eine Ideologie.

    https://www.facebook.com/pages/PEGIDA/790669100971515

  • Schwab  On 14. November 2014 at 08:49

    Bezugnahme auf unser Interview mit Siggi auf „Endstation Rechts“ (ganz am Ende):

    http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/demonstrationen-1/artikel/verwaltungsgericht-hannover-kassiert-verbot-der-hogesa-demonstration.html

  • Schwab  On 14. November 2014 at 08:59

    @Sozrev

    Das ist eine interessante Entwicklung im Positiven wie im Negativen. Irgendwie hat sich selbständig eine „Sturmabteilung“ gebildet – aber ohne Parteiführung, ohne Parteiapparat, der auch das Inhaltliche, Intellektuelle vorgeben würde.

    Hitler hatte ja 1934 die SA enthaupten lassen, die dann kopflos dastand – neben der SS ohne wirklich Funktion, aber die Massen brauchte man. 1945 war dann die NSDAP verboten (wir von der SdV brauchen sowieso diese Partei am Allerwenigsten!), jetzt haben wir eine Straßenkämpferbewegung ohne Parteiführung. Positiv finde ich, daß die sagen, sie möchten auch keine Parteiführung – auch nicht von NPD, Rechte, Drittem Weg, daß Pros und AfD sich offiziell distanzieren kommt noch hinzu.

  • sozrev  On 14. November 2014 at 14:41

    Na ja das man sich im großen und ganzen von Parteien distanziert ist ja auch logisch da es sich um eine im Kern unpolitische Bewegung handelt. Wahrscheinlich haben die meisten Hools noch nie etwas von der Rechten, dem Dritten Weg gehört, viele wohl auch nichts von den PROs – trotz PRO-Demoanmelder. Man sollte auch bedenken das einige „Experten“ – die sich mit der Hoolszene – befassen der Meinung sind das die Hools nach einem Ausweichfeld suchen, weil sie aus den Stadien von 1. und 2. Liga verbannt wurden. Man kann sich zumeist nur noch im Wald oder im Vorfeld eines Spieles prügeln. In dieser Deutung handelt es sich um einen Versuch die Szene am Leben zu erhalten.

    An sich gibt es nun im rechten Spektrum mindestens drei aktivistische Antiislam-Gruppen: HoGeSa, Pegida und die wohl auch die Identitären. HoGeSa wirkt auf mich im großen und ganzen unpolitisch, Pegida ist so eine Art Straßen-FPÖ und die Identitären positionieren sich irgendwo zwischen NPD und Rechtspopulismus, allerdings intelektuell durchaus ansprechend. Zumindest HoGeSa und Pegida kann wesentlich mehr Leute als der NW oder die rechtspopulistischen Formationen mobilisieren.

    Wie sich die NPD positioniert ist noch nicht ganz klar. Franz versucht sich eher zu distanzieren und hat die Teilnahme an HoGeSa-Demos zur „Privatsache“ erklärt, was wohl heißt das er sich dann doch von der HoGeSa distanzieren möchte, da es ihm um ein in Zukunft eher nationalbürgerliches Profil der NPD geht. Voigt hatte auf dem Parteitag laut Karl Richter erklärt die NPD solle sich nicht von der Straße distanzieren, sondern sich an die Spitze der „Bewegung“ setzen – was aber weder die HoGeSa noch Franz wollen. Da könnte man Voigt aber nun Heuchelei vorhalten, schließlich hatte sich dieser als NPD-Chef von den Autonomen Nationalisten distanziert. Also in Punkto Gewaltbereitschaft handelt es sich bei der AN sicherlich im Vergleich zu HoGeSA um Pazifisten – um das mal etwas polemisch zu formulieren.

    Das Straßenbewegungen nicht parteipolitisch gebunden sind halte ich auch für positiv. Entscheidend wird aber sein was dabei inhaltlich rauskommt.

    Der Broder meinte im übrigen mal wieder polemisch die Demonstrationen der Hools sei so wie wenn die SA gegen die SS (Salafisten) demonstriere. Nun wird die Nahost-SS aber von Broders Solidaritätsobjekt (USA, rechter Flügel des US-Imerialismus) protegiert.

  • Taxifahrer  On 14. November 2014 at 16:24

    HoGeSa wird bald im Sand verlaufen. 5.000 Mann wie in Köln – das wird sich nicht wiederholen. Es gibt da keine Organisationsform, keine wirklichen Führungsleute und ja auch keine kontinuierliche Teilnehmer Disziplin. Ich kenne eine kleine Gruppe von Leuten die in Köln war, die meinten, überspitzt formuliert, was die Loveparade für Schwule ist, könnte Köln zumindest einmalig für die Hooligan (es waren in der Masse aber eigentlich Kategorie B Leute – gewaltbereit aber nicht zwingend gewalt suchend) Szene sein.

    Die Identitären haben zwar einen fundierten weltanschaulichen Unterbau, auf dem Weg zur angestrebten Massenbewegung kommt man aber mit Heidegger natürlich nicht weit und setzt eigentlich zu 90% auf Islam- und Einwanderungskritik. Der Pool an deutschen Jugendlichen ist mittlerweile sehr klein geworden, gerade in Großstädten.

  • sozrev  On 14. November 2014 at 16:50

    Die Mobilisierung aus dem NW für Hannover wird wohl nicht ganz so groß sein wie in Köln. Am Samstag ist auch der Heß-Marsch…ähhh das Heldengedenken…in Wunsiedel.

    Ist aber im Grunde zumindest aus meiner Sicht eine „unpolitische“ Aktion.

  • Schwab  On 14. November 2014 at 18:53

    Daß hier unpolitische Schläger unterwegs sind, wird für einen Teil zutreffen, aber sicherlich nicht für das gesamte Spektrum. Der Grundkonsens könnte lauten: „Wir brauchen eine inländerfreundlichere Ausländerpolitik.“

    Daß die Demo verboten bleibt, es nur eine Stand-Kundgebung geben soll, ist eine Provokation, wahrscheinlich eine Falle. Ich erinnere mich vor Jahren an eine Demo in Dresden, dort wurde auch von der Polizei eine Demo in eine Stand-Kundgebung umfunktioniert – mit dem wohl erwünschten Ergebnis, daß schon bei der Anreise mit den Bussen aus Westdeutschland und Berlin/Brandenburg Spontandemos gemacht wurden, und es später aus dem Kessel der Stand-Kundgebung Ausbruchsversuche gab.

    Die Gewalt ist morgen in Hannover vorprogrammiert. Die Demo-Leitung wird die Heißsporne nicht mehr unter Kontrolle halten können. Eine Bewegungs-Demo wäre möglich – mit großer Zahl an Polizisten und Ordnern. Eine hohe Ordner-Zahl hätte man der HoGeSa zur Auflage machen können – bei gutem Willen. Aber so entsteht für mich der Eindruck, daß vom System die Eskalation erwünscht ist.

  • sozrev  On 15. November 2014 at 14:02

    Sollen etwa 3000 Demoteilnehmer sein, Gegendemonstranten etwa 4000.

    Jedenfalls findet man das in Israel scheinbar ganz gut.

    http://www.breakingisraelnews.com/24178/germany-hooligans-declare-war-islamic-radicals/#rDpOi2sQxbuvT2Kc.97

  • Taxifahrer  On 15. November 2014 at 14:52

    Laut NDR 2.000 und 3.000. Wäre aber dann immer noch sehr stark.

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