DDR-Farbenrevolution

Der Bundespräsident Joachim Gauck stellt in seinen Reden und Meinungsäußerungen immer wieder einen Zusammenhang zwischen der „friedlichen Revolution“ in der DDR und dem „Euromaidan“ in der Ukraine her. Das BRD-Regime beging jüngst eine futuristisce Event-Party zum 25. Jahrestages des Mauerbaus. Damit einher ging die Aufforderung an die Deutschen Ja zu weiteren sozialen Einschnitten und einer Militarisierung der Außenpolitik im Namen des NATO-Imperialismus zu sagen.

Nun hat sich zwar die Linkspartei – als Regierungspartei etwa in Brandenburg, Thüringen und bis vor kurzem noch in Berlin – längst nicht nur der BRD sondern auch dem Kapitalismus verschrieben, dies hindert aber gewendete Ex-linke Neocons wie Wolf Biermann – einem treuen Bushisten (http://www.sueddeutsche.de/kultur/desaster-im-irak-ich-bin-fuer-diesen-krieg-1.913064) – nicht daran sich noch immer in den Zeiten des kalten Krieges zu wähnen. Die Haltung des Bushisten Wolf Biermann nötigt nun auch dem neuen Parteivorstand respekt ab, schließlich wähnt man sich im Zeichen des rechten Antibolschewismus bereits in einer „DDR 2.0“.

Siehe:http://www.npd.de/html/1/artikel/detail/3759/

Sicherlich hat der NPD-Parteivorstand recht wenn er schreibt das die damaligen Demonstranten Geschichte schrieben. Der Weltkapitalismus und dessen Oberhaupt der US-Imperialismus war nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus in der DDR und der Sowjetunion ohne Konkurrenz. Auffällig ist nun vor allem das Vokabular wenn die Montagsdemonstranten als „Befreiungsbewegung“ tituliert werden. Faktisch geht es nun auch in Mitteldeutschland wesentlich antinationaler und vor allem raubtierkapitalistischer zu als zu den dämonisierten DDR-Zeiten. Das Jammern der NPD über die verpasste Chance zeugt nun entweder von Naivität oder von mangelnden analytischen Fähigkeiten, da der Kapitalismus, der sich antinationalstaatlich definiert, seine Chance – aus der Eigensicht – doch wunderbar und vorzüglich genutzt hatte. Fehlende nationale Souveränität, US-Lakaientum, neoliberale Raubzüge und Multikulti sind für die herrschende Klasse der BRD-Parteienoligarchie eben keine verpasste Chance, sondern ein historischer Sieg.

„Befreiungsbewegungen“ hört sich zumindest für mich stark nach Maidan, Tahrir-Platz und die NATO-Banditen in Libyen und Syrien an. Der Katzenjammer vieler Bürgerrechtler, Leute aus dem Neuen Forum, Montagsdemonstranten war nun sicherlich groß – schließlich wollte der ein oder andere einen reformierten demokratischen Sozialismus und keinen neoliberalen Kapitalismus. Das erinnert aber stark an das Wehklagen mancher „Menschrechtsaktivisten“ in Kiew, Damaskus und Kairo. Am Ende wird man dann doch irgendwie einsehen müssen das der „Idealismus“ ein nützliches Idiotentum für die Pläne der NATO und des Westkapitals war und ist.

Die Mythen über die Ereignisse von 1989 werden aber nun ausgerechnet von dem Ex-Kanzler Helmut Kohl ins Wanken gebracht. „Es ist ganz falsch, so zu tun, als wäre da plötzlich der heilige Geist über die Plätze in Leipzig gekommen und hat die Welt verändert“, vertraute der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl 2001 seinem Biographen Heribert Schwan an. Diese Vorstellung entstamme dem „Volkshochschulhirn von Thierse“, einem ostdeutschen SPD-Politiker. Tatsächlich sei die Entscheidung in Moskau gefallen: „Gorbatschow ging über die Bücher und musste erkennen, dass er das Regime nicht halten konnte.“

Der „Reformer Gorbatschow war nun tatsächlich der Totengräber des Sozialismus und wird im heutigen Russland von vielen verflucht weil er sowohl den Sozialismus als auch Russlands damalige Größe verspielt hatte. Die Globalisierung der 1980er Jahre stürzte die Volkswirtschaften der realsozialistischen Länder in die Krise. Gorbatschow und andere reagierten mit der Einführung kapitalistischer Eigentumsverhältnisse. Diesen Schritt wollte Honecker nicht mitvollziehen und wurde in einer Tateinheit von „Reformern“ und Demonstranten abgesägt.

Sicherlich ist Kritik an der DDR auch aus nationaler Sicht angebracht. So war die DDR eben kein souveräner Staat und hing am fremdbestimmten Tropf der Sowjetunion, allerdings ist die deutsche Teilung den Westallierten und dem preußenfeindlichen Reaktionär Adenauer anzulasten und nicht etwa der DDR-Führung. Hinzu kommt eine geringe Ausländerquote, ein garantierter Arbeitsplatz, geringe Kriminalität, eine gute gesundheitliche Grundversorgung und ein intaktes soziales und gesellschaftliches Leben. Zu erwähnen wäre vielleicht auch noch das die DDR nicht in den Todeskult der sogenannten Westlichen Wertegemeinschaft eingebunden war.

Sicherlich können Sozialisten auf die Mängel beim Aufbaue des Sozialismus zurecht hinweisen, aber die DDR war bis heute der einzige Versuch auf deutschen Boden einen sozialistischen Staat aufzubauen. Als Leistungen sind etwa die Enteignung der Großgrundbesitzer, der Großunternehmen und der Banken zu sehen. Dies ist mithin ja so etwas wie die Grundbestimmung wenn man es mit dem Aufbau einer sozialistischen Wirtschaftsordnung ernst meint.

Selbst für DDR-Kritische Sozialisten muss gelten: Am Ende war das Ende der DDR keine Revolution, sondern eine Konterrevolution. Mit dem Kapitalismus hielten auch Arbeitslosigkeit, krasse Ausbeutung, schreiende soziale Ungleichheit und bittere Armut wieder Einzug in Mitteldeutschland und in der gesamten Republik.

Die gut ausgebaute Industrie, die Vollbeschäftigung und soziale Sicherheit garantierte, wurde praktisch dem Erdboden gleichgemacht. Die Treuhandanstalt wickelte insgesamt 14.000 volkseigene Betriebe ab. Einige verkaufte sie, die meisten legte sie still. Innerhalb von drei Jahren wechselten oder verloren 71 Prozent aller Beschäftigten ihren Arbeitsplatz. Heute arbeiten im produzierenden Gewerbe der neuen Bundesländern nur noch ein Viertel so viele wie 1989.

Die Folge ist die Entvölkerung und Überalterung ganzer Landstriche. Lebten 1989 noch 16,7 Millionen Menschen auf dem Gebiet der DDR, waren es 2006 nur noch 14,6 Millionen, ein Rückgang von 13 Prozent. Da über 60 Prozent der Abgewanderten jünger als 30 Jahre sind und die Geburtenrate dramatisch sank, stieg der Altersdurchschnitt der Bevölkerung stark an.

Das gut ausgebaute Bildungs- und Sozialsystem sowie das dichte Netz kultureller Einrichtungen, über das die DDR verfügte, wurden zerschlagen. Allein in Sachsen, das rund vier Millionen Einwohner zählt, sind seit der Wende über 1.000 Schulen stillgelegt worden.

Unsere Aufgabe als sozialrevolutionäre Nationalisten ist nun für ein wirklich freies, souveränes und sozialistischen Deutschland zu kämpfen.

Verfasser: Sozrev

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