Dortmunder IS-Helfer

Laut dem ARD-Magazin Panorama läuft ein E-Mailkonto der jihadistischen Kopfabschneider des Islamischen Dienstes über einen Mailanbieter, der sich in Besitz des Dortmunder Abgeordneten der Minipartei „Die Rechte“ befindet. Dennis Giemsch ist Kennern der Nationalen Widerstandes sicherlich ein Begriff. Giemsch gilt als Führungsfigur der NS-Szene in NRW und führt einen rechten Versandhandel sowie den Bloghoster log.or der von der Kameradschaftsszene genutzt wird.

Nach Panorama stehe Giemsch auch hinter dem Webdienst „0x300″, der vor allem anonyme und geschützte Email-Kommunikation bietet. Über diesen habe die salafistische Terrorganisation die im Interesse von US und EU-Imperialismus sowie Israel Christen, Alawiten und Sunniten in Syrien und im Irak massakriert ihre Mail“geschäfte“ abgewickelt.

Siehe: http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Kurios-IS-nutzt-deutschen-Neonazi-Internetdienst,neonazis222.html

Im IS-Magazin „Dabiq“ wird der Giemsch-Webdienst ausdrücklich anempfohlen. Obwohl fast alle größeren deutschen Medien – von BILD bis FAZ – darüber berichteten schweigt man sich in den betreffenden Kreisen bisher aus. Dennis Giemsch hat auf seiner Facebookseite bislang hierzu nur einen patzigen Satz verloren. Ein glaubwürdiger Widerspruch dürfte jedenfalls anderes aussehen.

Siehe: https://de-de.facebook.com/dennisgiemsch

Wer nun weiter forscht könnte feststellen das die Verbindung direkt nach Israel führt. Das Dabiq-Magazin über eine Webadresse Namens clarionprojekt.org auf Englisch verbreitet. Besitzer jener Adresse ist Raphael Shore, ein israelisch-zionistischer Filmemacher. Shore ist durch seine antiranischen Filme bekannt die im US-Fernseher rauf und runter laufen. Halten wir also die scheinbaren Absurditäten erst einmal fest: Giemsch ermöglicht es den Christen und Alawitenmörder des Islamischen Staates über seinen Webhost zu agieren, der Islamische Staat bewirbt seinerseits den Giemsch-Host und der Islamische Staat wird auf einer radikalzionistischen Seite publizistisch beworben.

Mit dem Zionistenstaat hat es nun auch der Parteivorsitzende der Partei Die Rechte. Das Fortbestehen des Zionistenstaates ist für Christian Worch im „deutschen Interesse“. Der Hamburger verordnet sich dabei in der Tradition von Theodor Herzl und dem „Urzionismus“.

Siehe:https://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/11/03/sdv-gesprach-mit-christian-worch-uber-die-rechte-nationalen-sozialismus-und-israel/

Tatsächlich knüpft Christian Worch hiermit aber nur an eine alte Tradition an, nämlich an diejenige der Kooperation zwischen dem NS-System und zionistischen Kreisen.

Siehe: http://archive.org/stream/DerZionismusImKomplottMitDemNationalsozialismus/ZionistenUndNazis_djvu.txt

Ein ausgewiesener Kenner dieser Materie ist der religiös gesehen orthodoxe und politisch betrachtete Marxist Lenni Brenner. Laut Lenni Brenner handelt es sich bei der „Begründung“ der Gründung des Staates Israel um einen Mythos, wonach der jüdische Staat das Erbe des Kampfes gegen den „Nazismus“ angetreten habe. Tatsächlich stand die zionistische Bewegung — im Unterschied zu zahlreichen Kommunisten und Sozialisten jüdischer Herkunft — niemals an vorderster Front bei der Bekämpfung des Hitlerismus. Ihrem Ziel eines jüdischen Staates in Palästina wurde alles andere untergeordnet. Und für dieses Ziel waren die Zionisten bereit, mit Hitler, Mussolini usw. in Europa zu kollaborieren. Antisemitismus wurde in der zionistischen Presse als unausweichliche und verständliche Reaktion auf ein angebliches »Parasitentum« der Juden an anderen Völker entschuldigt. Nur ein eigener Judenstaat könne Abhilfe schaffen, lautete der zentrale Glaubenssatz des Zionismus. Die Assimilation der Juden erschien den Zionisten dagegen als Gefahr für ihr Palästinaprojekt. So begrüßte der Führer der Staatszionistischen Organisation in Deutschland Georg Kareski im Interview mit Goebbels Zeitung Der Angriff die Nürnberger Rassengesetze.

Siehe: http://www.kai-homilius-verlag.de/vp/8.21/

An diese Tradition scheint nun irgendwie auch Giemsch anzuknüpfen. So wollte er vom Dortmunder Stadtrat wissen wie viele Juden in Dortmund leben. Das es sich hierbei um eine „Provokation“ handelt ist ersichtlich wenn man sich etwa die Stellungnahme. Zweifelsohne ist es „nun schon sehr weit hergeholt“ den Betreibern eines „Antisem-Versandes“ Antisemitismus zu „unterstellen“, oder?

Siehe: http://www.dortmundecho.org/2014/11/stadtrat-die-rechte-stellt-die-judenanfrage/

Der „Judenfragensteller“ gibt also wie bereits dargestellt einer Terrororganisation die Möglichkeit über seinen Webserver Logistik und möglicherweise auch Rekruten anzuwerben und zwar im Kampf gegen Assad, die Hezbollah und den Iran. Nun wurde in der Vergangenheit der IS nicht nur von US-Kreisen, etwa von dem Senator John McCain protegiert, sondern spielt auch eine Rolle in den taktischen Erwägungen Israels.

Siehe: http://www.hintergrund.de/201410243291/politik/welt/israel-iran-und-der-islamische-staat.html

Das sich der Bundesparteitag der Worch-Partei nun mit der syrischen Regierung solidarisch erklärte, gerät vor diesem Hintergrund zu einem makabren Treppenwitz. Verlautbarungen und „Realpolitik“ sind eben doch zwei paar Schuhe.

Siehe:http://die-rechte.com/zwei-nachtraege-zum-bundesparteitag/

Verfasser: Sozrev

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Kommentare

  • Pangburn  On 23. November 2014 at 13:25

    Es wäre nett gewesen die ausführliche Stellungnahme mit in den Text einzufügen.

    http://logr.org/tremonia/288/wie-viele-juden-gibt-es-in-dortmund-hintergruende-zu-einer-anfrage-im-stadtrat/

  • Schwab  On 23. November 2014 at 16:57

    @Pangburn

    Berichte sind tendenziell immer unvollständig, können von unseren Lesern gerne ergänzt werden.

  • sozrev  On 23. November 2014 at 17:42

    Nun ja die Giemsch-Mailnutzer haben zum Beispiel in ihrem erwähnten Magazin – in welchem der Giemsch-Dienst beworben wurde – folgendes zu sagen: „Wir werden euer Rom erobern, eure Kreuze zerbrechen, eure Frauen versklaven, wie es Allah, der Höchste, gestattet.“ Also soll die Freundin von Giemsch wohl auf dem Sklavenmarkt verkauft werden. (Germanische) Heiden und Atheisten haben in der Salafi-Propaganda sowieso kein Lebensrecht. Die gelten als Vogelfrei.

  • Hooligan gegen Salafisten  On 23. November 2014 at 21:49

    @Sozrev

    Kein Fußbreit den Salafisten und ihren Geschäftspartnern! Was soll Deiner Auffassung nach geschehen? Giemsch an Assad ausliefern?

  • sozrev  On 24. November 2014 at 05:57

    Nun es ist ja nicht ausgeschlossen das dank Giemsch möglicherweise „deutsche“ Jihadisten nach Syrien oder den Irak gereist sind. Zumindest wird man sich über den E-Mailverkehr nicht über das Wetter in Syrien unterhalten haben. Es wird also um Logistik, Waffen, „Rekruten“ gegangen sein, wenn nicht gar schlimmeres. Eine solche Bereitstellung der Kommunikations- und Verabredungsmöglichkeit dient in diesem Fall natürlich der Vorbereitung von bewaffneten Aktionen und Terroranschlägen gegen die Regierung Assad, Alawiten, Christen. Mal angenommen eine sozialrevolutionäre Regierung – was utopisch ist – hätte in Deutschland das Sagen, dann sollte man einen etwaigen Auslieferungsgesuchen aus Syrien nachkommen.

  • sozrev  On 24. November 2014 at 16:19

    Die Salafisten-Spur findet man auch auf der Dortmunder Internetseite.

    http://www.dortmundecho.org/2013/08/razzia-bei-salafisten-in-dortmund/

    Bei „Mililatu Ibrahim“ handelt es sich anders als hier behauptet keinesfalls nur um eine Organisation die Muslime zur Einhaltung der Scharia anhält, sondern diese Gruppe spielte eine gewichtige Rolle bei der Jihadistenrekrutierung für Syrien. Der „deutsche“ Kopfabschneider, Massenmörder und Ex-Rapper Dennis Cuspert hatte die Milliatu Ibrahim Gruppe bei der Einnahme Mossuls angeführt.

    Hier ….http://www.dortmundecho.org/2013/09/kuenstliche-empoerung-nach-salafisten-veranstaltung/

    wird richtigerweise gesagt das der Islam nicht der außenpolitische Feind Deutschlands ist, allerdings scheint man sich in dem Artikel positiv auf die salafistische Strömung zu berufen. Wir von der SdV hätten gesagt das man mit säkularen-arabischen Kreisen kooperieren könnte – Syrien, Ägypten, PLFP und die Al Aksa Brigaden in Palästina, Gaddafi-Anhänger in Libyen- sowie mit schiitischen Islamisten im Iran, im Libanon und im Irak. Im Gegensatz zu den Salafisten berufen sich die schiitischen Islamisten nämlich auf das Nationalstaatsmodell nach europäischen Vorbild, während Salafisten die Nation als „unislamisch“ verurteilen und einen islamisch-salafistischen „Weltstaat“ wollen. Grenzziehungen, Nationen und Völker werden von Salafisten abgelehnt, die damit mehr der antinationalen Antifa ähneln, was die Positionierungen zu Nationen und Völker betrifft.

    Also wenn da von den Dortmundern geschrieben wird “ Es ist abzulehnen, dass dieser Konflikt ebenfalls auf deutschem Boden ausgetragen wird und islamische Großveranstaltungen in deutschen Großstädten durchgeführt werden – es ist aber ebenso zu betonen, dass dieser afrikanische Konflikt der Religionen ebenso irrelevant für eine nationale Politik in Europa ist, wie eine Positionierung auf der christlichen Seite“ so ist das fatal. Ich jedenfalls stehe natürlich nicht auf der Seite von Boko Haram, schon darum da diese Organisation von Obama benutzt wird um US-Interessen in Afrika durchzusetzen.

    https://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/05/25/wie-obama-die-christenmorder-von-boko-haram-unterstutzte/

    Als katholischer Christ mit Tendenz zur christlichen Befreiunstheologie habe ich selbstverständlich etwas dagegen wenn christliche Schulmädchen massakriert werden und ganze Christendörfer von den Jihadisten ausgerottet werden. Die Dortmunder um Giemsch wohl weniger. Es ist für mich auch dann ein Verbrechen wenn es sich bei den Christen die von den Salafisten-Terrorbanden massakriert werden um Afrikaner oder Araber handelt.

    Wenn hier vom „gleichen Feind“ die Rede ist dann sind die Dummnazis in Dortmund offenbar darauf aus diesen „gemeinsamen Feind“ als „die“ Juden zu interterpretieren. Nun sind Salafisten Antisemiten – die dann behaupten Gaddafi oder Al Sisi in Ägypten seien angeblich „Juden“ – gleichzeitig lässt man sich aber von den USA UND ISRAEL für den Kampf gegen Gaddafi. Assad, Al Sisi, den Iran und die Hezbollah einspannen.Wie man sieht läuft Antisemitismus nicht auf Antizionismus hinaus, sondern auf ein nützliches Idiotentum für die WWG.

    Freilich haben etwa in der Ukraine die Salafisten zu Hilfe gerufen.

    http://www.antizensur.de/ukraine-rechter-sektor-ruft-tschetschenische-terroristen-zu-hilfe/

    Völlig absurd wie da eine angebliche Positionierung für Assad…

    http://www.dortmundecho.org/2013/09/erster-rechter-antikriegstag-in-dortmund-solidaritaet-mit-assad/

    Das ist doch nur mehr ein schlechter Scherz, wenn man Sympathien für die Strömung hat die wohl bis zu 100.000 Syrier massakriert hat (Salafisten und Wahabiten – IS, Al Nusra, Armee des Islam, FSA, usw).

  • sozrev  On 24. November 2014 at 17:14

    Infos auf zuerst.de über den „deutschen Jihad“ in Syrien und im Irak.

    http://zuerst.de/2014/11/24/syrien-konflikt-bislang-60-aus-deutschland-ausgereiste-islamisten-getoetet/

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