Bambule – Randale – Palästinenserradikale

Die Massaker des zionistischen Aggressionsstaates in Gaza mit etwa 2000 Toten – die meisten davon Zivilisten, Frauen und Kinder – trieb auch in Deutschland zahlreiche antiisraelische Demonstranten auf die Straße. Bei der überwiegenden Mehrzahl handelt es sich um palästinensische Zuwanderer und andere Araber. In nahezu allen Medien und von Seiten des politischen BRD-Establishment ist nun von einer neuen Welle des „Antisemitismus“ die Rede. Nun handelt es sich hierbei um ein altbekanntes Spiel der Unterstützer des Massakerstaates. Der Antisemitismus sei nach 1945 noch nie so schlimm gewesen, so der Ton der proisraelischen Eliten. Diese Klage kennt man schon von den letzten Gaza-Krieges, dem Libanon-Krieg, während der Intifada und auch schon aus den 1960er-Jahren.

Zweifelhaft ist auch die Behauptung die Hamas sei der Alleinschuldige für die Eskalation des Konfliktes. Für die Behauptung, die Hamas habe drei israelische Schüler ermordet, konnte Israel nämlich keinen einzigen Beweis vorlegen. Es besteht der Verdacht das hinter dem Mord eine palästinensische Zelle der ISIS steht, jener Jihadisten-Organisation die in Syrien und im Irak von den Saudis und Teilen des US-Imperialismus finanziert wird.Bewiesen ist aber längst der Mord an einem palästinensischen Jugendlichen durch Rechtszionisten, was das Raketenfeuer der Hamas provozierte. Die Hamas, ein regionaler Ableger der Muslimbruderschaft, hatte infolge des Syrien-Konfliktes einen Seitenwechsel vollzogen und die „Achse des Widerstandes gegen Imperialismus und Zionismus“ (Syrien, Iran und Hezbollah) verlassen und wird nun von den US-und WWG-Verbündeten Katar, der Türkei und Bahrain gesponsort.

Nun scheinen die Palästinenser militärisch gesehen nach wie vor unterlegen zu sein, aber das bislang mindestens 64 israelische Soldaten ums Leben kamen, spricht dafür das die Hamas mittlerweile massiv an Waffenstärke dazugewonnen hat. Betrug das Verhältnis der getöteten Palästinenser während des letzten Gaza-Krieges Zugunsten Israels 100:1, so ist diese Quote mittlerweile auf etwa 25:1 herabgesunken. Dies können die Palästinenser sicherlich als militärischen Erfolg verbuchen. Allzu „terroristisch“ scheinen die Palästinenser nun auch nicht zu handeln, da etwa 95 Prozent der getöteten Israelis israelische Soldaten sind. Unter den palästinensischen Toten dürften hingegen der Anteil der getöteten Zivilisten bei etwa 80 Prozent liegen.

Tatsächlich sind Aussagen wie „Jude, Jude, feiges Schwein“ und Hitler-Sprechchöre auf einer von der Linkspartei angemeldeten Demonstration in NRW als antisemitisch zu werten, jedoch liegt die Ursache hierin in der Ermordung hunderter Zivilisten durch Israel. Daß nun in dieser Extremsituation von Seiten einiger palästinensischer Demonstranten nicht mehr zwischen Juden und Zionisten unterschieden wird, ergibt sich schon fast zwangsläufig aus den Angriffen Israels auf Schulen, Wohnhäuser und der Ermordung ganzer Großfamilien. Die israelkritische jüdische Organisation für einen gerechten Frieden im Nahen Osten hatte auf die leicht durchschaubare nun erneut gezückte Strategie der Antisemitismuskeule hingewiesen. Es ginge doch nun nicht um den Holocaust und Adolf Hitler sondern um einen israelischen Völkermord in Gaza.

Es besteht der berechtigte Verdacht das Israels Strategie auch darin besteht durch das wahllose Töten von Zivilisten antijüdische Gefühle zu wecken. Dies soll die israelischen Kriegsverbrechen gegen die Palästinenser legitimieren. Der Antisemitismus nützt also letztlich nur Israel und bringt die Gegner des Zionistenstaates in Erklärungsnöte.

Der Bundesvorstand der NPD bewies in diesen Tagen erneut seinen kleinbürgerlichen Charakter. Zwar verurteilt man an sich das Vorgehen Israels, kritisierte aber zugleich die antiisraelischen Demonstrationen arabischer Migranten.

Siehe: http://www.npd-berlin.de/?p=1744

Zweifelsohne kam es bei den Demonstrationen zu „Randale“, die sich in erster Linie gegen antideutsche Israel und US-Fahnen-Schwinger richtete. Ein Jürgen W. Möllemann hätte den NPD-Bundesvorstand aber darauf hingewiesen, dass laut UN-Charta auch militärische und militante Aktionen gegen eine Besatzungsmacht legitim sind und zwar nicht nur im Land des Aggressors. Legitim wäre also nicht nur „Randale“ sondern auch entsprechende Aktionen die sich gegen militärische und diplomatische Einrichtungen richten. Legitim wären dann auch Aktionen gegen Bundeswehreinrichtungen etwa durch Afghanen und Serben.

Daß nun auch Auseinandersetzungen auf den Straßen der Republik stattfinden ist doch klar und logisch, da die Bundesrepublik zu engsten Unterstützern Israels gehört und Israel mitunter Waffen, die der Ermordung von Palästinensern dienen, zum Nulltarif zur Verfügung steht. Wenn die NPD also nun erwartet das Palästinenser dies stillschweigend zur Kenntnis nehmen sollen, dann handelt es sich bestenfalls um einen bösartigen Zynismus. Schlimmstenfalls könnte man vermuten, dass diese Erklärung auf einen Kompromiss mit Kräften in der Partei hinausläuft, die am liebsten einen rechtspopulistischen und proisraelischen Kurs forcieren möchten, die sich aber noch in der Minderheit befinden.

Siehe: https://sachedesvolkes.wordpress.com/2010/12/29/befindet-sich-die-npd-auf-zionistischem-kurs/

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2012/09/24/konstruktive-kritik-an-der-npd-bayern/

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2010/06/26/nationaldemokratische-waffen-fur-israel/

Denkt man nämlich diese „Logik“ des NPD-Bundesvorstandes in letzter Konsequenz weiter dann hätten während des Kosovo-Krieges Serben nicht das Recht gehabt gegen den Angriffskrieg auf ihr Land zu demonstrieren und Zuwanderer aus Russland hätten im Fall einer kriegerischen Auseinandersetzung der WWG mit Moskau den Mund zu halten.Dies wäre wohl ganz im Sinne der NATO-Faschisten-Freunde in der NPD.

Siehe: https://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/03/19/nato-frontdienst/

Wollte nicht der Anführer der „Radikalen“ in der NPD, der EU-Abgordnete Udo Voigt, in einer gemeinsamen EU-Fraktion mit den rechtspopulistischen Israelfreunden landen – nämlich mit Geert Wilders, dem Front National und der Strache-FPÖ?

Siehe: http://www.tagesspiegel.de/politik/nach-wahlerfolg-der-front-national-rechtsextreme-wollen-eigene-fraktion-im-eu-parlament-gruenden/9965130.html

Einen solchen Kurs hatte auch schon die NPD-Bruderpartei, die British National Party (BNP), relativ erfolglos umzusetzen versucht.

Siehe: http://socialistunity.com/bnp-the-most-pro-zionist-of-british-political-parties/

In einem solchen Fall hätte sich nun eine Kritik des Gaza-Massakers ganz erübrigt.

Widersprüchlich ist auch die Israelkritik bei dem Umfeld der Worch-Partei „Die Rechte“. In Dortmund solidarisierte man sich mit den Kampf der Palästinenser,nur stimmt dies nicht unbedingt mit der Haltung des Parteigründers Christian Worch überein. Dieser hatte vor einiger Zeit in zahlreichen Kommentaren auf den Internetplattformen von Altermedia und Deutschlandecho/Gesamtrechts betont das die Existenz des israelischen Kolonialstaates im „Interesse“ eines zukünftigen „deutschen Reiches“ liege. Dieser „Neonazionismus“ hat sicherlich eine gewisse Tradition.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=xxwXxmnQ8Cc

Die Palästina-Solidarität scheint aber auch unter den Worch-Anhängern umstritten zu sein, wie man dem Kommentarbereich des Artikels auf Dortmundecho entnehmen kann.

Siehe: http://www.dortmundecho.org/2014/07/transparentaktionen-gegen-israel-im-dortmunder-westen/

Dahinter mögen bei den Kommentaren nun nicht unbedingt israelsolidarische Gefühle zu stehen, sondern eher Rassenfragen. Schließlich gehören die palästinensischen Araber auch zu der rassischen Kategorie der Semiten. Wer sich dummerweise als Antisemit definiert muss folglich AUCH gegen Araber agitieren.

Verfasser: Sozrev

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