Die wissenschaftlichen Methoden der SdV (2)

Fortsetzung:

Zweitens:
Der SdV ist das Denken in Systemen ein hohes Anliegen. Da sich mit Nietzsche kein politisches System denken läßt, mit Kant allenfalls ein liberales, so ist die Bedeutung dieser Denker für unser politisches Denken naturgemäß begrenzt. In unserer geistesgeschichtlichen Methode, uns in denkerische Traditionen zu stellen, sehen wir uns als Erben des deutschen Idealismus, der deutschen klassischen Philosophie.

Zum deutsche Idealismus siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Idealismus

Dabei stellt das Werk Hegels den Höhepunkt dar. Von diesem preußischen Staatsphilosophen aus Württemberg leiten wir die Grundzüge unseres staatspolitischen Denkens ab.

Zu Hegel siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel

Grundlegend ist Hegels Unterscheidung von Staat und Gesellschaft, wobei der Staat das allgemeine Interesse („Gemeinwohl“) repräsentiert, wohingegen sich in der Gesellschaft die besonderen Interessen von Individuen, aber auch von Familien und Berufsgruppen ausdrücken. Später sollten die Linkshegelianer, vor allem Karl Marx und Friedrich Engels, an diese Dichotomie anknüpfen, wobei sie Hegels Ansatz, daß sich in der Gesellschaft die sozialen Gruppeninteressen ausdrücken, weiterentwickelten und zuspitzten – als Beschreibung von Klasseninteressen. Während Hegel und in seiner Nachfolge die Rechtshegelianer – wie Carl Schmitt – den Staat über die Gesellschaft stellten, ging es Marx, Engels, Lenin und allgemein den Marxisten darum, die Gesellschaft, die sich sozialistisch als Diktatur der Arbeiterklasse formieren soll, über den Staat zu stellen. Das heißt die sozialistische Gesellschaft soll demzufolge den Staat erobern und diesen als Wahrer des allgemeinen Interesses langfristig überflüssig machen.

Zu Karl Marx siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx

Zu Friedrich Engels siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Engels

Zu Lenin siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Iljitsch_Lenin

Zum Werk von Marx, Engels und Lenin siehe:
http://www.mlwerke.de/me/

Am Rande sei hier noch erwähnt, daß es den Rechtshegelianern vor allem darum ging, Hegels Ansatz, daß aus dem (absoluten) Geist die Natur bzw. die Materie hervorgegangen sei, zu bewahren; während die Linkshegelianer meinen, daß sich die jeweiligen materiellen Verhältnisse sozusagen als Überbau den Geist bzw. die Ideologie schaffen. Die Linkshegelianer hatten also Hegel auf den Kopf gestellt. Es war Ernst Niekisch, der in seinem Denken und in seiner Publizistik das Rechtshegelianische mit dem Linkshegelianischen wieder vereinte und versöhnte. Niekisch wollte vor allem den handlungsfähigen Staat u n d die sozialistische Neuformierung der Gesellschaft verwirklichen.

Siehe zum Hegelianismus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hegelianismus

Zu Ernst Niekisch siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Niekisch

Innerhalb der SdV vertreten die unterschiedlichen Denker in der Wirtschafts- und Sozialpolitik Positionen, die vom nationalen Sozialismus bis hin zur nationalstaatlich gelenkten sozialen Marktwirtschaft reichen. Bei allen unterschiedlichen Akzentsetzungen in Fragen alternativer Staats- und Wirtschaftsmodellen sind wir uns allerdings einig im Primat der Außenpolitik. Das heißt, erst wenn Deutschland aus der sogenannten Westlichen Wertegemeinschaft (WWG) ausgetreten sein wird, also aus der von den USA dominierten NATO und aus der Umklammerung bzw. Geiselhaft mit Israel – zumal die Zionisten ja eng mit den USA liiert sind -, erst dann sind nach unserer Auffassung alle innenpolitischen Wunschzettel, die beispielsweise von nationaldenkenden Oppositionellen geschrieben werden, wie Ausländerrückführung usw., auch halbwegs realistisch. Oder anders gesagt: Wenn die Deutschen nach wie vor Vasallen der USA und der Zionisten bleiben, wird sich beispielsweise auch nicht bei uns die Ausländerpolitik ändern lassen, die ja vom großen Vorbild des amerikanischen „Meltingpots“ abgeleitet ist. Die Einwanderung von Lohndrückern, zusätzlichen Mietern und Konsumenten gehört nun einmal zu dieser WWG.

Siehe zur WWG:
http://www.buchdienst-hohenrain.de/Grabert-Hohenrain-Titel/Hintergrundanalysen-und-Politik/Schwab-Juergen-Die-Westliche-Werte-GemeinschaftUe.html

Aber es sind nicht nur die nationalen Probleme, die sich nicht im Rahmen der WWG lösen lassen, auch die sozialen Verwerfungen sind dem kapitalistisch unterfütterten us-amerikanischen Imperium nun einmal immanent. Alle Versuche, eine sozialrevolutionäre Umgestaltung der Eigentumsverhältnisse auch nur öffentlich zu debattieren, werden vom medialen Mainstream in der BRD und in ähnlich strukturierten Systemen abgewürgt. Während die Lösung des Ausländerproblems mit der Anti-Nazi-Keule verhindert wird, genügt ein Verweis auf den Ostblock-Kommunismus, um jede Form des Sozialismus als diskreditiert erscheinen zu lassen. Schon deshalb ist ein Ausstieg aus der von den USA geführten WWG dringend notwendig. Es ist also das W e l t s y s t e m der WWG, das zu überwinden ist!

Zum Denken in Systemen siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Systemdenken_%28Systemtheorie%29

Zum Thema globales „Völkerrecht“ siehe:
http://www.kyffhaeuser-verlag.de/detailspopup.php?mode=details&entry_ID=9116

Drittens:
Sicherlich, in meinem politischen Denken und in meiner publizistischen Arbeit fühle ich mich der großen spekulativen Philosophie Hegels verpflichtet. Aber als Korrektiv hierzu, um der SdV noch mehr Bodenhaftung zu verleihen, sehe ich das „Lebensrichtige Menschenbild“, das innerhalb und außerhalb der SdV keiner so kompetent vertritt wie Martin Laus. Damit verbunden ist ein spezifisch empirischer Ansatz. Das heißt, wir müssen bei der Suche nach staats- und wirtschaftspolitischen Alternativen die bisherigen Erfahrungen in Zusammenleben der Menschen berücksichtigen.

Siehe zur Empirie:
http://de.wikipedia.org/wiki/Empirie

Warum sind bislang alle Versuche, die sozialistische Idee in die staatliche Wirklichkeit umzusetzen, mehr oder weniger gescheitert (der lateinamerikanische Versuch läuft noch)? Sind die Menschen überhaupt zum Sozialismus fähig? Welcher Ansatz von Sozialismus könnte den Anlagen der Menschen am besten Rechnung tragen? Dies sind Fragen, die wir gemeinsam mit Martin Laus stellen und nach Antworten suchen. Dabei beziehen wir die Erkenntnisse der Naturwissenschaften, der Anthropologie, der Verhaltensforschung (Ethologie), Psychologie und anderer wissenschaftlicher Disziplinen in unser Denken mit ein.

Siehe zur Anthropologie:
http://de.wikipedia.org/wiki/Anthropologie

Siehe zur Ethologie:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ethologie

Deshalb zählen auch Forscher wie Irenäus Eibl-Eibesfeld und Konrad Lorenz zu unseren Vordenkern. Die SdV vertritt also eine ganzheitliche Sicht.

Siehe zu Konrad Lorenz:
http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Lorenz

Siehe zu Irenäus Eibl-Eibesfeld:
http://de.wikipedia.org/wiki/Iren%C3%A4us_Eibl-Eibesfeldt

Ganzheitliche Sicht bedeutet auch, daß wir von den theoretischen Erkenntnissen zur politischen Praxis vordringen wollen. Wir verstehen uns als Theoretiker, die sich in die politische Praxis einbringen wollen. Dies bedingt aber auch politische Praktiker, die wenigstens halbwegs zum politischen Denken befähigt sind und die auch unsere Überzeugungen größtenteils teilen.

Die SdV konstatiert, daß zur Zeit der deutsche Nationale Widerstand (NW) in Trümmern liegt. Gerade die NPD befindet sich in schlechter Form. Die AfD schneidet beim Kampf um die Parlamente weitaus besser ab als die Nationaldemokraten, die auch 2014 beim Kampf um die Straße von den „Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa)“ in Köln und Hannover und von der Dresdner Montagsdemo (PEGIDA) abgehängt wurden. Ein erfolgversprechender Neubeginn ist aber nur möglich mit einem überzeugenden theoretischen Konzept, über das weite Teile des NW derzeit nicht verfügen. Der NW schwankt vielmehr zwischen dem rückwärtsgewandten Neonazismus und einem Möchtegernrechtspopulismus.

Demgegenüber befindet sich der sozialrevolutionäre Nationalismus, wie ihn die SdV vertritt, auf der Höhe Zeit; dieses Konzept ist nicht nur unserer Überzeugung entsprungen, sondern würde auch langfristig eine wirkliche „politische Marktlücke“ füllen. Solange es aber keine wirkliche Bewegung von politischen Praktikern gibt, die unserer Theoriearbeit auch nur halbwegs folgen, kann der Schwerpunkt aller national- und sozialrevolutionären Bestrebungen nur in der Theoriearbeit liegen. Auch G. W. F. Hegel erkannte schon zu seiner Zeit die auch heute bestehende Notwendigkeit: „Die theoretische Arbeit – überzeuge ich mich mehr – bewegt mehr Zustände in der Welt als die praktische; ist erst das Reich der Vorstellungen revolutioniert, so hält die Wirklichkeit nicht aus.“

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Die Manipulation des Völkerrechts. Wie die „Westliche Wertegemeinschaft” mit Völkermordvorwürfen Imperialismus betreibt. Kyffhäuser Verlag, Mengerskirchen 2011, 14,95 Euro.
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft”, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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Kommentare

  • Schwab  On 19. Dezember 2014 at 10:46

    Jürgen Todenhöfer – ein deutscher Hermeneutiker und IS- V e r s t e h e r :

    http://mediathek.daserste.de/Tagesthemen/tagesthemen/Das-Erste/Video?documentId=25443886&topRessort=tv&bcastId=3914

  • sozrev  On 19. Dezember 2014 at 14:21

    Tödenhöfer stand schon in Libyen auf der Seite von NATO-Jihadisten und war dort mit Sarkozy, Obama und Cameron einer Meinung („Gaddafi muss weg!“)

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/krieg-in-libyen-der-tag-an-dem-gaddafi-meinen-freund-toetete-1611986.html

    Der vorgebliche pazifistische Gutmensch ist offenbar nicht ganz richtig im Kopf, wenn er schrieb:“ Für den nationalen Widerstand sollten angesichts der massiven militärischen Überlegenheit der Gaddafi-Milizen sofort wirksame Verteidigungswaffen bereitgestellt werden – wiederum unter Federführung arabisch-muslimischer Staaten..“ NATO-Jihadisten sind für Tödenhöfer offenbar „Freiheits und Widerstandskämpfer“. Tödenhöfer appelliert zudem an die arabische Reaktion – an die Saudis, Katar, usw.

    Das ist im Grunde der selbe absurde Blödsinn, wie man im vom linken Flügel der Linkspartei hört. Die Linkspartei-Pazifisten (AKL, Marx 21) geben die Parole aus „Gaddafi und Assad müssen weg“, pochen dann aber auf ihren Pazifismus und fälschen sunnitische NATO-Islamisten zum Teil einer „revolutionären Volksbewegung“ um. Um das mal zu übersetzen: Halbsozialisten wie Assad sollen durch reaktionäre NATO-Jihadisten beseitigt werden, damit diese reaktionären Kopfabschneider dann einen linksliberalen Gutmenschen“sozialismus“ durchsetzen sollen. Also absurder geht es kaum noch. Es handelt sich hierbei um einen „pazifistischen“ Linksimperialismus. Sarkozy und Cameron sind dann wenigstens nicht derart verlogen wie solche linke Pseudopazifisten und argumentieren wenigstens logischer.

  • sozrev  On 19. Dezember 2014 at 14:35

    Diese pazifistischen „Marxisten“ die ihre Hoffnungen auf den sogenannten „arabischen Frühling“ setzen scheinen mal wieder die Klassiker nicht zu kennen. Engels hierzu: „So ist’s geschehn von den Eroberungszügen der afrikanischen Almoraviden und Almohaden nach Spanien bis zum letzten Mahdi von Chartum, der den Engländern so erfolgreich trotzte. So oder ähnlich verhielt es sich mit den Aufständen in Persien und andern muhammedanischen Ländern. Es sind alles religiös verkleidete Bewegungen, entspringend aus ökonomischen Ursachen; aber, auch wenn siegreich, lassen sie die alten ökonomischen Bedingungen unangerührt fortbestehen. Es bleibt also alles beim alten, und die Kollision wird periodisch.

    In den Volkserhebungen des christlichen Westens dagegen dient die religiöse Verkleidung nur als Fahne und Maske für Angriffe auf eine veraltende ökonomische Ordnung; diese wird schließlich gestürzt, eine neue kommt auf, die Welt kommt vorwärts.“

    Also Engels war der Meinung das der religiöse Araber. oder der Muslim, an sich immer ein reaktionär sei, während der christliche Weiße (das männlich-weiße Subjekt um einmal die Sprache des Neomarxismus zu gebrauchen) revolutionär sei. Nun ist freilich Ahmadinjead im Vergleich zu christlichen Traditionalen sozialpolitisch wesentlich revolutionärer nur haben Marx und Engels ihre Hoffnungen eben auf die weißen Europäer gesetzt und nicht auf Araber, Schwarze, usw. Nach Marx und Engels seien die Mitteleuropäer am fähigsten einen Kommunismus einzuführen, der Rest müsse mittels Erziehungsdiktatur zum Kommunismus gewaltsam erzogen werden. Insofern ist der „Antirassismus“ heutiger BRD-Marxisten freilich völlig unhistorisch. Freilich haben sich Marx und Engels geirrt! Während man die Slawen für „konterrevolutionär“ hielt hatte sich der Kommunismus ausgerechnet in Osteuropa etabliert. Sozialistische Versuche gibt es heute insbesondere in Süd- und Mittelamerika, hinzu kommen die sozialrevolutionären arabischen Regime (Libyen unter Gaddafi, Ägypten unter Nasser und Syrien unter den Assads).

  • sozrev  On 19. Dezember 2014 at 14:55

    Der linksliberale Antifa-Konsens wird wohl alleine von der Gruppe „Neue Einheit“ durchbrochen.

    http://www.neue-einheit.com/deutsch/is/is2010/is2010-41.htm

    Diese Gruppe argumentiert zudem antizionistisch.

    http://www.neue-einheit.com/deutsch/aktuelles/israel/

    Dort wird durchaus national argumentiert:
    http://www.neue-einheit.com/deutsch/hartmut-dicke/NE2007-1%20Die%20Frage%20der%20politischen%20Entwicklung%20in%20Deutschland-%20die%20Klassenfrage%20und%20die%20nationale%20Frage.pdf

  • Schwab  On 20. Dezember 2014 at 09:59

    Ian Kershaw v e r s t e h t , warum viele Deutsche Hitler begeistert feierten:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/2297514/1-Terror

  • SdV-Redaktion  On 20. Dezember 2014 at 15:01

    Zum 1. Teil des Artikels:

    https://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/12/08/die-wissenschaftlichen-methoden-der-sdv-1/

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