„Nationalisten“ und Nationalisten

Ein fränkischer „Falangist“ (Faschist) hatte vor einigen Monaten in unserer Kommentarspalte zu bedenken gegeben das sich in Russland insbesondere die dortigen „Nationalisten“ stark gegen Putin wenden. Dies mag stimmen wenn man den russischen Nationalismus mit russischen „Neonazis“ oder besser Faschisten identifiziert und gleichsetzt. Tatsächlich werden die russischen Nationalisten durch das „System-Putin“ in ihrer Meinungsfreiheit eingeschränkt. So haben deren Parteien etwa ein Problem damit zu Wahlen anzutreten. Dies sollte aber kaum verwundern wenn man weiß das sie russischen Faschisten Putin mit dem Tode drohen. Bei Demonstrationen und Veranstaltungen wird Putin das gleiche Schicksal angedroht wie dem bestialisch ermordeten libyschen Revolutionsführer Gaddafi. Dies kann man nur als eine positive Bezugnahme zum Kriegsimperialismus der liberalkapitalistischen WWG werten.

Dies trifft aber nicht auf das ganze NS-Spektrum in Russland zu. Eine der größten NS-Organisation Russlands die panslawistische Partei „Russische Nationale Einheit“ wird vom Kreml toleriert und kämpft in der Ostukraine gegen den NATO-Faschismus. Dies entkräftet auch den Vorwurf deutscher Dummfaschisten Putin würde pauschal gegen russische Faschisten vorgehen. Wer sich NICHT den Interessen der NATO fügt und sich bereitwillig instrumentalisieren lässt, der wird in Russland zumindest toleriert.

Siehe:
http://www.sueddeutsche.de/politik/konflikt-in-der-ukraine-putins-platzhalter-im-osten-1.1959545

Der starke Mann Russlands ist nun nach NW-Definition sicherlich kein „völkischer“ Nationalist. Am sinnvollsten wäre es sicherlich Putin als russischen Nationalpatrioten oder nationalen Souveränisten zu bezeichnen. Faktisch ist Putins Politik sicherlich nationalistisch, wenn auch nicht unbedingt völkisch. Ähnliches lässt sich auch über Alexander Dugin, den führenden Kopf der traditionalistisch ausgerichteten eurasischen Bewegung Russlands sagen.

Als „völkischen Nationalisten“ kann man dann aber sicherlich den in der BRD vergötterten wirtschaftsliberalen und prowestlichen Kreml-Gegner Nawalny bezeichen, einem Stammgast des dummfaschistischen „russischen Marsches“. Dessen Politik und die seiner dummfaschistischen Verbündeten dient aber realpolitisch und faktisch nicht dem nationalen russischen Interesse sondern dem globalistischen Antinationalismus von NATO und EU.

Eine Absurdität stellt auch die Hitler-Verehrung durch die russischen Dummfaschisten dar. Der Antislawismus als Wesenselemnt des Hitlerismus muss in diesen Kreisen ausgeblendet werden um die „White Power“ Wahnvorstellungen aufrechtzuerhalten. Unter russischen Patrioten muss dies als Landesverrat gelten. Hatte das Vorbild der russischen Faschisten die Slawen nicht pauschal als minderwertige „Untermenschen“ beschimpft? Ging es Hitler und Rosenberg nicht auch um die Kolonialsierung Russlands?

Zu den treuesten Putin-Verbündeten gehört zweifelsohne der „Populist“ Schirinowski und dessen LDPR (Anmerkung) die von westlichen Medien als „ultranationalistisch“ bezeichnet wird, wobei deren Ideologie ein Mix aus „links- und rechtsradikalen“ Forderungen sei. Nach EU-antirassistischer Deutung („Kampf gegen Rechts“) ist Schirinoswski nun nicht so einfach als „Rechtsextremist“ zu titulieren, da sich dieser positiv auf die Sowjetunion sowie Stalin und Lenin bezieht und als enger Freund des weißrussischen Regierungschefs Lukaschenko gilt. Insofern wäre der skandalträchtige Politiker eher ein „linker“ Nationalist, aber sicherlich kein „Nationalkommunist“, sondern eher reformistisch ausgerichtet. Für deutsche Verhältnisse wirkt Schirinowski sicherlich wie ein „Durchgeknallter“…

siehe:https://www.youtube.com/watch?v=q6tabnzfUY4

…..nur sollte man nicht unbedingt westeuropäische Maßstäbe zu seiner Bewertung heranziehen.

Die russischen Dummfaschisten sind als Zaren und Hitler-Verehrer im Gegensatz zu Schirininowski und Putin – der laut dem verstorbenen Antiimp-Großmeister Werner Pirker „KP-Politik“ betreibt – sicherlich eindeutig der „radikalen Rechten“ zuzuordnen. Was sie mit dem Westen verbindet ist der rabiate Antikommunismus und Wirtschaftsliberalismus.

Eigenschaften die der Westen schon an der ukrainischen Swoboda und dem Rechten Sektor schätzt. In einem dubiosen „Oppositionsrat“, welcher von den prowestlichen Liberalen dominiert wird, stellen die Faschisten dann immerhin auch ca. 1/5 der Führungsmitglieder. Nun sind die Faschisten in Russland für die WWG wohl nützlicher als Homoaktivisten und „Menschenrechtler“, da diejenigen die sich nach einer „offenen Gesellschaft“ sehnen kaum für den bewaffneten Straßenkampf taugen.

Die russische KP, deutlich die zweitstärkste Partei des Landes, vertritt in ihrem neuen Programm, welches unter dem Titel „Programm des russisch-nationalen Widerstandes“ firmiert, so etwas wie eine russische Version der nationalkommunistischen Scheringer-Linie der KPD in den frühen 1930er Jahren.

Siehe: https://www.marxists.org/deutsch/referenz/thaelmann/1930/08/natsozbef.htm

Die KP wirft Putin vor noch zu wenig auf die nationale Souveränität zu pochen und russisch-nationale Interessen sowie eine Konfrontation mit dem Westen ungenügend umzusetzen. Insofern ist der Verweis auf den angeblich „antinationalen“ Bolschewismus durch diverse Antibolschewisten/Antisozialisten im NW bestenfalls eine hanebücherne Eselei.

Siehe etwa diesen antibolschewistischen Text: http://www.europaeische-aktion.org/Artikel/de/Die-Russen-und-die-Sowjets—Zwei-verschiedene-Voelker_301.html

Ob ein von von Faschisten dominiertes oder zumindest mitregiertes Russland Nationalsouverän wäre dies darf in Zweifel gezogen werden. Putin kann man sicherlich vorwerfen nicht immer eindeutig genug agiert  und ab und an das Auskommen mit dem Westen gesucht zu haben. Aber dies ließe sich auch an Gaddafi, Assad oder Chavez bemängeln. Putin und sein politisches Lager stehen für einen realistischen Nationalismus, der die nationale Souveränität Russlands wieder hergestellt hat. Insofern ist die Politik Putins nicht nur im russischen nationalen sondern auch im Interesse eines zukünftig wieder nationalsouveränen Deutschland.

Verfasser: Sozrev

Anmerkung: Ein makabrer „Witz“ ist sicherlich der Parteiname (Liberaldemokratische Partei Russlands). Die Schirinowski-Partei ist weder „Liberal“ noch „Demokratisch“ im westlichen Sinne. Viel mehr handelt es sich um eine rabiat antiliberalistische und strikt autoritäre „Führer-Partei“ mit einem Programm das ökonomisch links von der Linkspartei und nationalpolitisch weit rechts von der NPD zu verordnen ist.

Advertisements
Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Kommentare

  • Renegat  On 21. Dezember 2014 at 01:01

    „Dies mag stimmen wenn man den russischen Nationalismus mit russischen “Neonazis” oder besser Faschisten identifiziert und gleichsetzt. Tatsächlich werden die russischen Nationalisten durch das “System-Putin” in ihrer Meinungsfreiheit eingeschränkt. [..] Bei Demonstrationen und Veranstaltungen wird Putin das gleiche Schicksal angedroht wie dem bestialisch ermordeten libyschen Revolutionsführer Gaddafi.“

    Interessant ist, das oben genannte auf Grund dessen in der Bundesrepublik Deutschland auch noch politisches Asyl gewährt bekommen..

    siehe: http://www.autonom.pl/?p=10054

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: