Die fünfte Kolone Israels

Oder wie HC Strache die „Kollektivschuldthese“ expandiert

Israel gerät derzeit international gehörig unter Druck. Immer mehr Staaten erkennen Palästina als Staat an. Darunter befinden sich auch Staaten die der Westlichen Wertegemeinschaft angehören. Zunächst hatte Schweden als Palästina als Staat anerkannt. Polen, die Slowakei und Ungarn hatten dies bereits getan bevor sie der EU beitraten. Anschließend zog eines der wichtigsten EU-Länder nach. In der französischen Nationalversammlung stimmte eine deutliche Mehrheit für die Anerkennung Palästinas in den Grenzen von 1967. Auch das Unterhaus Großbritanniens hatte sich mit überragender Mehrheit für einen palästinensischen Staat ausgesprochen. Hierfür votierten 274 Parlamentarier, nur 12 stimmten dagegen. Die Entscheidung Schwedens, Frankreichs und Großbritannien rief in Israel heftige Kritik hervor.

Auch das EU-Parlament hat sich unter bestimmten Voraussetzungen nun für eine Anerkennung Palästinas ausgesprochen. Allerdings solle dies erst nach erfolgreichen „Friedensverhandlungen“ zur Geltung kommen – also wohl nie. In der entsprechenden Resolution wurde das „Existenzrecht“ Israels betont, aber gleichsam wurde auch Israels Siedlungsausbau im Westjordanland kritisiert. Der Entwurf wurde von einer großen Parlamentsmehrheit mitgetragen, unter anderem von Sozialdemokraten, Konservativen, Grünen und Linken.

Der Widerstand gegen die Anerkennung eines palästinensischen Nationalstaates formierte sich durch die rechten Parteien im EU-Parlament, aus deren Reihen zahlreiche der Nein-Stimmen stammten. Alle großen und bedeutenden Rechtsparteien im EU-Parlament hatten sich auf der Seite des zionistischen Raub- und Kolonialstaates positioniert, darunter etwa Front National, FPÖ, Vlaams Belang, UKIP und die Wilders-Partei. Die rechtspopulistischen Parteien nehmen Israels als „Bollwerk gegen den Islam“ wahr und glauben das Israels im Nahen Osten „verteidigen“ würde.

Von diesen Schmalspurpopulisten wird es offenbar gar nicht wahrgenommen oder verdrängt das Israels rechtschauvinistische Regierung gar keine antiislamistische Position einnimmt, da der Zionistenstaat zwar gegen seine islamistischen Feinde – Iran, Hezbollah und Hamas – vorgeht, dafür aber in Syrien die Jihadisten von der Al Nusra Front und sogar den IS mittels Luftangriffen auf die syrische Armee und Waffenlieferungen unterstützt.

Siehe: http://www.globalresearch.ca/israeli-army-vehicle-enters-syria-supports-al-nusra-rebels/5335907

und http://rehmat1.com/2014/06/30/netanyahu-isis-is-good-for-israel/

Während der Iran und die Hezbollah gegenüber den Christen relativ tolerant sind, so kooperiert etwa die Hezbollah im Libanon eng mit den christlichen Maroniten, unterstützt Israels die jihadistischen Christenmörder und Kopfaschneider um die Assad-Regierung in Damaskus zu stürzen und den Iran zu destabilisieren Eine wie auch immer geartete rechtspopulistische Israelunterstützung richtet sich also auch das christliche Abendland da die Stärkung jihadistischer Terrorstrukturen durch Israels auch eine Bedrohung für die europäischen Nationen und Völker darstellt.

In Österreich hat nun der FPÖ-Vorsitzende „HC“ Strache seiner Partei einen strikt prozionistischen Kurs bis hinein in die unteren Funktionärsriegen verordnet. So weiß eine österreichische Tageszeitung folgendes zu berichten: „Europa, so Strache, habe eben eine besondere Verantwortung für Israel: zum einen angesichts der aktuellen Bedrohung durch den radikalen Islam, eine Art von „neuem Faschismus“, zum anderen wegen des Faschismus der Vergangenheit, der Untaten in der Shoa.“

Siehe: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4621566/FPO_Strache-verordnet-ProIsraelLinie

Damit wird von der aus der deutschnationalen Tradition stammenden FPÖ der nationalmasochistische Schuldkult und gewissermaßen selbst die Kollektivschuldthese übernommen. Was Ralph Giordano konnte (Buch: „Die zweite Schuld oder Von der Last Deutscher zu sein“) schafft nun auch ein HC Strache. Wir haben nun als unter Rechtspopulisten und Nationalliberalen die gleiche Begründung wie unter Nationalmasochisten. Deutschland und Österreich hätten Israels aufgrund des Holocaust „zu verteidigen“.

Nun geht aber Strache weiter als die konservativen, liberalen und linken Nationalallergiker. In der Schuldkultverantwortung stehen auf einmal nicht nur die BRD und Österreich – also das deutsche Volk – sondern gleich alle europäischen Völker. Nun wird sich vielleicht prozionistische Rechtspolitiker wie Nigel Farrage (Brite) oder ein Geert Wilders (Niederländer) fragen warum die britische oder niederländische Nation nun für den Holocaust verantwortlich sein sollen. Jedenfalls erklärt nun Strache ganz antideutsch und antieuropäisch nicht nur das deutsche Volk zum „Tätervolk“ sondern gleich alle europäischen Völker.

Wie man sieht ist die Proisraelposition nicht nur zwangsläufig auf Imperialismus und „westliche“ Werte gemünzt, sondern gleichsam auch hochgradig antideutsch konuntiert. Davor sind nun auch Nationalliberale, Rechtspopulisten und Nationalkonservative nicht gefeilt die doch eigentlich als nationalstaatliche Patrioten antideutsche Kollektivschuldthesen ablehnen müssten. Die Israellinie ist als Einfallstor für antideutsche Positionen – auch unter „Rechten“ – zu erkennen.

Verfasser: Sozrev

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Kommentare

  • Schwab  On 21. Dezember 2014 at 10:45

    Aber ist nicht Udo Voigt unsere letzte Hoffnung?

    http://www.iwm.org.uk/collections/item/object/19359

    Er hatte neulich im EU-Parlament pro-palästinensisch abgestimmt. Aber wie hätte Voigt abgestimmt, hätten Strache & Co. ihn in einer EU-Rechtskoalition mitmachen lassen? Kann man nur drüber spekulieren.
    So steht die FPÖ der SdV im Rußland-/Ukraine-Konflikt näher, die Voigt-NPD in Sachen Palästina. Voigt hat sich bis heute nicht von seinen urainischen Kameraden von Swoboda und Rechtem Sektor distanziert. Wird einmal Zeit, daß sich die ukrainischen Nazis von Voigt distanzieren! Denn wenn die ukrainischen Hakenkreuzler bei den Zionisten ankommen wollen, müßten sie sich eigentlich von Voigt distanzieren.

  • sozrev  On 21. Dezember 2014 at 11:33

    Als Opportunist hätte Voigt wohl mitgemacht – vor allem da er wohl unter Druck gestanden hätte. Er hätte beweisen müssen das auch auf die NPD rechtspopulistischer Verlass ist. Allerdings wäre das wohl der Parteibasis nur schwer zu vemitteln gewesen, aber Voigt hätte darauf verweisen können das man nun ja im Konzert der Erfolgreichen mitspielen darf und da muss man sich an die Regeln halten. In der Ukraineposition liegen dann FPÖ und FN sicherlich richtiger als Voigt und die NPD.

    Im übrigen gibt es in Israel wohl eine Auseinandersetzung über die Frage wie man mit Russland umgehen soll. Insbesondere die Partei von Avigdor Lieberman positioniert sich eher Pro-Moskau. Dagegen haben zionistische Kreise bei dem Putsch gegen Janukowitsch eine Rolle gespielt. Israel hat in der UN aber den Anschluss der Krim an Russland NICHT VERURTEILT. Deswegen sind die USA entrüstet. Es scheint hier durchaus zwischen den USA und Israel zu krachen.

    http://german.ruvr.ru/2014_04_17/Israel-und-Krim-Prorussische-Neutralitat-6913/

    Die Position Israels ist widersprüchlich: Einerseits wollte man Janukowisch erledigen um Assad zu schwächen (Verbündete Assad-Janukowitsch), aber anderseits macht man die Anti-Moskau-Politik des Westens doch nicht mit.

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