Weihnachten war gestern

Es gab eine Zeit, da freute man sich auf Weihnachten. Heute, so scheint es, fürchten sich viele bereits davor: Stress, Frust und böse Ahnungen lassen vielerorts Friede, Harmonie und Hoffnung keine Chance. Der mystische Zauber der unseren frühen Vorfahren noch heiligen Rauhnächte mußte sich ebenso dem Rausch des Materiellen unterordnen wie das Fest der Christen. Es war „magic“ erinnert sich sogar Arnold Schwarzenegger, und ich, noch kleiner Bub, schlich mich in den Stall, um, wie die Überlieferung besagt, die Tiere um Mitternacht “reden” zu hören. Das war einmal, und junge Neunmalkluge von heute fänden dies wahrscheinlich „voll öd“.

Und so verliert neben dem heidnischen Hintergrund jetzt auch die frohe christliche Botschaft nach und nach ihre Kraft, in den Vordergrund drängen sich „Events“ und einige Grundsätze politisch korrekten Verhaltens. Wo Tradition und Überlieferung den Menschen, ob Christ oder Heide, bis in sein Innerstes seelenhaft umgaben, darüber liegt zum Vorteil der Hintergrundmächte und eines militanten Islamismus ein Mehltau des Vergessens und der Untreue zu sich selbst. Ich wehklage nicht, ich stelle nur etwas fest, das unter beschönigenden Bezeichnungen weite Teile der Öffentlichkeit erfasst hat, etwas das die Lebensgesetze mißachtet und unsere angestammte Welt verheert.

Was könnten Eltern denn heute ihren Kindern, bildlich gesprochen, an Nichtmateriellem unter den da und dort bereits nicht nur von Islamisten verfemten Christbaum legen? Ich befürchte, viele hätten gar keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen. Oder kämen gar nicht auf die Idee, weil, auf der Flucht nach vorne und dabei eigene Wurzeln weit hinter sich lassend, auch jede Erinnerung zu verblassen scheint. Könnte man Entwurzelten deshalb eigentlich gram sein? Hielten wir ihnen einen Spiegel vor, so sähen sie kein eitles „Selfie“, sondern bloß ein simples Porträt eines verunsicherten, mit sich und der Welt uneinigen Zeitgenossen. Ein Mensch, der organisch noch irgendwie existiert, aber – weil vom Ganzen getrennt und im Abstrakten lebend – ganz im Gegensinne seiner Bestimmung seine innere Stimme nicht mehr wahrnimmt oder nicht mehr wahrnehmen will.

Fehlende Wahrnehmung, das ist es wohl auch sonst. Es erforderte aber längst, wahr-zu-nehmen eine vielfach von „Nonsense“ aller Art durchflutete Zeit und all das, was den sogenannten modernen Menschen zur Abstraktion deformiert, die das von Hochfinanz und Politik vorgegaukelte neue Paradies nicht als Fata Morgana oder ausgeschmückte Hölle zu erkennen vermag. Jene schöne neue Welt also, in der stille heilige Nächte ident sind mit Lärm, auch Gewalt und durchgehenden Öffnungszeiten der Konsumtempel. Nihilistische Oasen, in die der Kriegslärm noch nicht richtig eingedrungen ist. Noch nicht.

Aber doch, es besteht gewiße Hoffnung. Zum Glück wächst die nicht selten bitter errungene Erkenntnis und mit ihr der Widerstand, wenn auch langsam noch. Es ruft wohl, im Sinne Hölderlins, die Gefahr das Rettende auf den Plan? Ist es auch erst die Hoffnung einer Minderheit, aber diese bewahrt immerhin den Samen, der, wie Hegel sagen würde, einer inneren Notwendigkeit folgend, auf die Heraufkunft des Lichtes wartet. Dieses Mysterium sollte unserem kulturellen Erbe und dem Glauben an unsere Zukunft einen neuen Schwung verleihen, meine ich. In diesem Sinne:

Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr

Zum Schluß noch einige Buchempfehlungen:
Udo Ulfkotte: „Gekaufte Journalisten. Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken“. Kopp-Verlag, Rottenburg. 336 Seiten, 22,95 Euro. Der Autor, selbst Journalist, deckt die Machenschaften von Medien auf, nennt Hunderte Namen und blickt hinter die Kulissen jener Organisationen, welche unsere Medien propagandistisch einseitig beeinflussen.
Detlef Kleinert: „Nationen – die Bausteine Europas. Wie die Europäische Union unsere Zukunft verspielt“, 2014, Verlag BoD, Norderstedt, 203 Seiten, ISBN: 978-3-7357-6536-9 Die großmäulige EU betreibe Konkursverschleppung, liefere Heimat und Nation den Konzernen aus während die Deutschen ihr Selbstwertgefühl verlören, so der Journalist Detlef Kleinert, der nationaler Selbstverwirklichung und nationaler Selbstbestimmung ein Anwalt sein möchte.
Heinrich Wohlmeyer: „Empörung in Europa“ – Wege aus der Krise“,2012, Ibera Wien, 383 Seiten, Siehe: http://www.Ibera.at. Das in meinem vorherigen Beitrag

Helmut Müller

Quelle

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