Dummfaschismus ermöglicht WWG-Antinationalismus

Der Chef der dummfaschistischen Swoboda-Partei in der Ukraine, Oleg Tjagnibok, sieht den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch im Februar 2014 als einen „ideellen Sieg“ des „ukrainischen Nationalismus“. Ihm zufolge waren die Anhänger des ukrainischen Nationalistenführers Stepan Bandera die wichtigste Kraft auf dem Kiewer Protestplatz Maidan.

Es sei „Fakt, dass der Nationalismus die Triebkraft des Maidan war“, schrieb Tjagnibok am Freitag auf Facebook. „Ohne die Bandera-Nationalisten hätte der Maidan nicht durchgehalten und das Marionettenregime Janukowitschs nicht besiegt.“ Ihre angebliche „Unabhängigkeit“ habe die Ukraine „dem ideellen Sieg der Nationalisten zu verdanken“.

„Die Hauptparole des Maidan war die von Bandera: Es lebe die Ukraine! Es leben die Helden!“, so der Tjagnibok weiter. „Das Heldentum der ukrainischen Krieger, die Tausenden von Freiwilligen, der Aufschwung des Patriotismus sind die Folgen der ‚Banderisierung’ Das ist der Sieg der Idee des ukrainischen Nationalismus im Massenbewusstsein eines bedeutenden Teils der ukrainischen Gesellschaft.“

Die Swoboda-Partei ist nach der Oktober-Wahl im ukrainischen Parlament vertreten und mit 22 Sitzen die fünfstärkste Kraft vor der Partei Batkiwschtschyna der Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko. Am 1. Januar haben mehrere tausend Anhänger der Swoboda-Partei und des „Rechten Sektors“ in Kiew einen Fackelmarsch zum 106. Geburtstag von Stepan Bandera abgehalten

Nun der nach der Swoboda „Sieg der Nationalisten“, der die „Unabhängigkeit der Ukraine“ gesichert habe sieht so aus das als das in der ukrainischen Regierung mindestens drei Minister sitzen, die keine ukrainischen Staatsangehörigen sind. Im Blitzverfahren hatte ihnen Poroschenko per Dekret die ukrainische Staatsbürgerschaft zugeschanzt. Da die ukrainische Verfassung keine doppelte Staatsbürgerschaft kennt, müssen sie sich binnen zwei Jahren für die eine oder andere entscheiden. Es handelt sich bei den Dreien um den Georgier Alexander Kwitaschwili, den Letten Aivaras Abromavicius und die US-Amerikanerin Natalie Jaresko: sie übernehmen im neuen Jazenjuk-Kabinett die Schlüsselpositionen Gesundheit, Wirtschaft und Finanzen.

Alexander Kwitaschwili, der das Gesundheitsressort übernimmt, war bereits in Georgien unter Präsident Saakaschwili, gegen den jetzt ein Verfahren wegen Amtsmissbrauch läuf, Gesundheits- und Arbeitsminister. Nach Ansicht Jazenjuks spricht für ihn, dass er in Georgien „die radikalsten Reformen“ verwirklicht habe. Das passt zu Regierungserklärung des Ministerpräsidenten, in der er ankündigte, die Sozialausgaben weiter stark zu senken. Kwitaschwili hat gute Kontakte in die USA, wo er studierte und längere Zeit als Gesundheitsmanager tätig war.

Aivaras Abromavicius ist lettischer Manager und Investmentbanker. Er ist mit einer Ukrainerin verheiratet und ließ sich 2008 in Kiew nieder. Er ist Partner und Fondsmanager der schwedischen East-Capital-Asset management group. Diese wirbt damit, dass sie auf aufstrebende und Grenz-(Frontier-)-Märkte in Osteuropa spezialisiert sei. Es bestehen aber auch gute Connections zu den USA. Er übernimmt in der Ukraine das Ministerium für Wirtschaft und Handel. Da gibt es natürlich einiges zu managen, was auch für internationale Investmentfonds interessant sein könnte: Infrastruktur, Explorations-Genehmigungen, Fracking, Lizenzen, Subventionen, … Denn das Transnationale Kapital ist an Direktinvestitionen in bestimmten Bereichen der Ukraine durchaus interessiert, vor allem im Energie-und Agrarsektor.

Die schillerndste Figur im Dreierbund ist zweifelsohne Natalie Jaresko, die das Schlüsselressort schlechthin, das Finanzministerium übernimmt. Als Kind ukrainischer Eltern in Chicago geboren, machte sie ihren Master an der John F. Kennedy School of Government. Sie war dann langjährige und in vielen Bereichen tätige Mitarbeiterin des US State Departments (Außenministerium). Im Rahmen dieses Jobs arbeitete sie eng mit dem IWF, der Weltbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung zusammen. 1992 bis 1995 war sie Chefin der ökonomischen Abteilung der US-Botschaft in Kiew, verantwortlich für die Verstärkung der ökonomischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Mit Jaresko will das State Department jetzt offensichtlich die Ernte einfahren, für die langjährigen US-Investitionen in die damalige ukrainische Opposition. „Die USA haben mehr als fünf Milliarden Dollar ausgegeben, um die Ukrainer zu unterstützen, als sie ihre demokratischen Fähigkeiten und Institutionen aufbauten“, verkündete Anfang des Jahres Victoria Nuland, Staatssekretärin für die („Fuck the EU“) im State Department.

Die USA dürften so erheblichen Einfluss auf die neue Regierung in Kiew haben. Arsenij Jazenjuk war ohnehin der „Favorit der Amerikaner“ (Financial Times) als die Bildung der „Provisorischen Regierung“ anstand. Sie haben den jetzigen Ministerpräsidenten seit 2007 systematisch aufgebaut. Damals gründete er die Open Ukraina Foundation, die vom US-Außenministerium, der US-Ukraina Foundation, der Svedbank, dem britischen Thin Tank Chatham House, dem German Marshall Fund und dem National Endowment for Democrazy (NED) finanziert wurde.

Dank der Swoboda, dem Rechten Sektor und offenen NS-Gruppen, die für sich (zurecht) beanspruchen auf dem Maidan eine Führungsrolle eingenommen zu haben, beantragt die ukrainische Regierung, in welcher im übrigen Abgeordnete sitzen die sich nicht nur auf Bandera sondern auf Adolf Hitler beziehen, nun eine rasche Aufnahme in die NATO und EU. Die Dummfaschisten die sich für „Nationalisten“ halten haben also nicht für eine nationale Souveränität gesorgt, sondern die Ukraine zu einem Vasallen“staat“ der USA und EU degradiert. Nicht ganz zu unrecht könnte man die Ukraine heute als 51. Bundesstaat der USA bezeichnen.

Siehe: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/tyler-durden/abgeordneten-daemmert-ukraine-ist-in-aller-stille-der-juengste-amerikanische-bundesstaat-geworden.html

Der vorgebliche „Nationalismus“ der ukrainischen Dummfaschisten steht in Wahrheit für den größtmöglichsten Antinationalismus da die Ukraine so der nationalen Souveränität beraubt wurde und sich nun dank Swoboda und Rechter Sektor anschickt sich in das antinationale EU-Gebilde einzureihen. Dies muss man ohne Umschweife als nationalverräterisch bezeichnen. In der BRD sind von ihren antinationalen Pseudonationalisten bislang nicht die Verbündeten abgerückt – NPD, Dritter Weg und ein Teil des Kameradschaftsspektrums. Auch diese müssen vielleicht aufpassen das sich ihr Nationalismus dann nicht vielleicht irgendwann mal als Antinationalismus im pseudovölkischen Gewand erweist. Allerdings werden in der BRD diese Parteien und Gruppen nicht als Bündnispartner der WWG benötigt. Eine Maidan-Lösung steht hier also kaum an.

Verfasser: Sozrev

© RIA Novosti. Andrey Stenin

Euromaidan: Strassenschlachten in Kiew

Die nationalistische Swoboda-Partei ist nach der Oktober-Wahl im ukrainischen Parlament vertreten und mit 22 Sitzen die fünfstärkste Kraft vor der Partei Batkiwschtschyna der Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko. Am 1. Januar haben mehrere tausend Anhänger der Swoboda-Partei und des „Rechten Sektors“ in Kiew einen Fackelmarsch zum 106. Geburtstag des umstrittenen Nationalistenchefs Stepan Bandera abgehalten.

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