Schwab spricht bei Burschenschaft in Karlsruhe

„Hat der Nationalstaat noch eine Zukunft?“ war das Thema eines Vortrags, den Jürgen Schwab am 17. Januar im Raum Karlsruhe hielt. Der nationale Publizist folgte dabei einer Einladung der Burschenschaft Arminia Zürich zu Karlsruhe, die ihr 69. Stiftungsfest in Verbindung mit einer Reichsgründungskneipe beging.

Zur Burschenschaft Arminia Zürich zu Karlsruhe:https://arminiazuerichzukarlsruhe.wordpress.com/geschichte/

Der Referent verlieh seiner Überzeugung Ausdruck, daß sich der Nationalismus im 21.Jahrhundert antikapitalistisch beziehungsweise sozialrevolutionär ausrichten müsse, um überhaupt noch die richtigen Antworten auf die Fragen der Zeit geben zu können. Der Kapitalismus sei die Hauptursache des Zerfalls unseres Volkes und auch der anderen Völker, die der sogenannten Westlichen Wertegemeinschaft (WWG) angehören. Das sei in weiten Teilen des nationalen Widerstands heute noch nicht begriffen worden. Jedenfalls geben der Rechtspopulismus beziehungsweise Möchtegernrechtspopulismus sowie der Neonazismus keine zufriedenstellenden Antworten auf die Herausforderungen des Kapitalismus. Während der Neonazismus rückwärtsgewandt die Marktwirtschaft der 1930er Jahre versuche zu rekonstruieren, biedere sich der Rechtspopulismus dem gegenwärtigen realexistierenden Kapitalismus an.

Während der Neonazismus in Nostalgie und Sektierertum verharre, gehe es dem Rechtspopulismus um den Erfolg seiner eigenen Funktionäre im vorherrschenden System der WWG. Schwab verdeutlichte, daß das deutsche Bürgertum im 19. Jahrhundert, als die Burschenschaften 1815 und in den Jahren danach gegründet wurden und die deutsche Reichsgründung 1871 erfolgte, national gestimmt gewesen war – und dies aus Erziehung und aus Überzeugung, aber auch aus wirtschaftlichem beziehungsweise materiellem Kalkül. Schließlich sei es damals darum gegangen, die Zollgrenzen der deutschen Kleinstaaterei zu überwinden und das entstehende Deutsche Reich zu einer großen Weltwirtschaftsmacht zu entwickeln. Die deutschen Bürger haben damals viel Geld verdienen wollen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts habe das Großbürgertum, auch in Deutschland, die Globalisierung, den Abbau der Grenzen betrieben – zum freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeitskräften. Auch mit diesen Maßnahmen zur Entmündigung des Nationalstaats gehe es dem Großbürgertum darum, viel Geld zu verdienen.

Dabei ging Schwab auf das Interesse des Kapitals ein, immer mehr Lohndrücker und potentielle Konsumenten und Mieter aus dem Ausland anzuwerben, während man Kapital ins lohnkostengünstigere Ausland exportiere. Der deutsche Nationalismus habe diese Interessen auch des deutschen Kapitals schonungslos anzusprechen und sich nicht unter einer falschen „Volksgemeinschafts“-Konzeption zum Komplizen des deutschen Kapitals zu machen. Dieses Konzept, wie es die „Sache des Volkes (SdV)“ vertrete, sei die wirkliche national- und sozialrevolutionäre Alternative der Zukunft – und nicht der Rechtspopulismus und der Neonazismus. Im geopolitischen Teil seines Vortrags verglich Schwab das europäische Mächtekonzert des 19. Jahrhunderts mit der heutigen Lage. Im 19. Jahrhundert sei Europa im wesentlichen von fünf Großmächten bestimmt worden. England mit seiner Strategie der „Balance of Power“ habe die jeweils stärkste kontinentaleuropäische Macht schwächen wollen, um auf dieser Grundlage sein Weltreich zu begründen – was heute die USA, die „Kontinental-Insel“, fortsetzten.

Frankreich hingegen wollte damals als „La grande Nation“ die Nummer Eins auf dem Kontinent bleiben, wofür die deutsche Kleinstaaterei und der deutsche Bruderzwist die Voraussetzung gewesen waren. Rußland sei schon damals – wie heute auch – janusköpfig, als europäische und als asiatische Macht zugleich, in Erscheinung getreten. Der von Rußland betriebene Panslawismus sei insbesondere für Österreich-Ungarn eine Bedrohung gewesen.

Für Österreich sei es schon seit dem Siebenjährigen Krieg (1756–1763) darum gegangen, im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation die Vormacht zu behaupten. Nun habe sich aber Preußen seit Ende des Dreißig Jährigen Kriegs (1618-1648) im Aufstieg befunden, ein wichtiger Meilenstein für dessen Machtentfaltung war die siegreiche Schlacht bei Fehrbellin gegen Schweden (1675). Im Siebenjährigen Krieg, der eine Pattsituation bewirkte, konnte Preußen seinen Machtanspruch dennoch untermauern. Während der Deutsche Bund (1815)noch von Österreich dominiert gewesen war, drängte Preußen mit dem militärischen Sieg über Österreich bei Königgrätz (1867) die Habsburgermonarchie aus dem politischen deutschen Gebilde hinaus und schuf infolge des erfolgreichen Waffengangs im deutsch-französischen Krieg von 1870 und der Proklamation des Deutschen Kaiserreiches im Spiegelsaal von Versailles am 18. Januar 1871 einen deutschen Nationalstaat unter seiner eigenen Führung.
Zur Degradierung Österreichs haben auch dessen innerethnische Konflikte beigetragen.

Das strategische Problem des Deutschen Kaiserreiches bestand für Schwab darin, daß es zwar „d i e europäische Großmacht, aber keine wirkliche Weltmacht“ gewesen war. „Das Reich war zu groß, um sich weg zu ducken, und zu klein, um im Konzert der Weltmächte, vor allem mit Großbritannien und der aufstrebenden USA auf Augenhöhe mithalten zu können“. Weltmacht wurde damals ganz ungeniert mit dem noch nicht negativ konnotierten Begriff „Imperialismus“ verbunden. Hitler schlußfolgerte später in „Mein Kampf“, daß aufgrund der Unterlegenheit der deutschen Marine im Ersten Weltkrieg gegenüber den Briten das Kolonialreich der Deutschen nicht „in Übersee“, sondern im Osten des eigenen europäischen Kontinents zu schaffen sei.

In Imperialismus und Kolonialismus jeglicher Art sieht Schwab Irrwege, wie dies in den 1920er Jahren schon der Strasser-Flügel in der NSDAP und die Nationalrevolutionäre außerhalb der NSDAP erkannt hatten. Heute gehe es um so mehr darum, Rußland als Verbündeten Deutschlands zu gewinnen, was bedeute, sich gegen die aktuelle Boykott- und Kriegshetze der WWG gegen Rußland zu stellen. Zudem seien Bündnisse mit Nationalisten, die sich mit der NATO verbündeten, wie derzeit in der Ukraine, aus deutscher Sicht strikt abzulehnen.

Schwab positionierte sich als Verfechter von Carl Schmitts europäischer Großraumordnung mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte. Dies bedeute vor allem die Vertreibung der USA vom europäischen bzw. eurasischen Kontinent. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Ukraine-Konflikt sei Rußland – wie auch im 19. und 20. Jahrhundert – als eine europäische Großmacht anzuerkennen; die USA seien aber als aus europäischer Sicht raumfremde Macht zu definieren.

Als oberstes politisches Ziel gab der Referent den Burschenschaftern den Ausstieg Deutschlands und Europas aus der sogenannten WWG mit auf den weiteren politischen Weg. Alle innenpolitischen Probleme wie Ausländerproblem, demographische Entwicklung und verfehltes Wirtschaftssystem seien auf diesen falschen ideologischen Überbau der WWG, die unter Hegemonie der USA stehen, zurückzuführen.

Im Anschluß an den Vortrag ergab sich eine ausgiebige Diskussion. Vor und nach dem Vortragsteil sangen die Herren Burschenschaftern gemeinsam mit den Gästen burschenschaftliche und nationale Lieder.

SdV-Redaktion

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