Dummfaschisten (26)

Nach 3,5 Jahren Gefängnisaufenthalt wird in München P. Hasselbach wieder aktiv. Hasselbach bekannt geworden als Führungsmitglied der Freien Nationalisten München, JN-Funktionär, NPD-Bundestagskandidat, Sprecher der NPD-nahen BIA und Redner auf zahlreichen Demonstrationen des Nationalen Widerstand (NW), war wegen Körperverletzung an dem „Liedermacher Flex“ zu einer mehrjährigen „Festungshaft“ verknastet worden. Der besagte“Liedermacher“ ist inzwischen bei der Zunft der „Nazi-Aussteiger“ eingetaucht.

Siehe: https://sachedesvolkes.wordpress.com/2012/12/04/wer-ist-felix-benneckenstein/

Hasselbach hatte in den letzten Monaten den Kreisverband der Worch-Partei „die Rechte“ gegründet und fungiert als deren Kreisvorsitzender für den Bereich München. Als Internetadresse dient die Webseite „Die Rechte München“.

Siehe:http://www.rechte-muenchen.de/

Der junge Kamerad wird nun von zumindest von Wikipedia und Indymedia als einer der „führenden Neonazis“ der BRD geführt. Die „Süddeutsche Zeitung“ wusste zu berichten das der in NRW gebürtige Nationalist in der „Szene“ eine „Reizfigur“ sei und insbesondere mit den Vertretern vom Freien Netz Süd bzw. Dritten Weg im Streit liegt.

Siehe: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/rechtsextreme-gruppen-in-muenchen-neonazis-gegen-neonazis-1.1943295

Dabei handelt es sich wohl um eine alte Auseinandersetzung die auf Verteilungskämpfe um die „Vorherrschaft“ in der bayrischen NS-Szene vor einigen Jahren zurückzuführen sind. Hasselbach gilt insbesondere in Franken, aber auch in München unter den Anhängern des neu gegründeten „Dritten Weges“ als eine Persona Non Grata. Jene Macht- und Verteilungskämpfe hatten in der Vergangenheit das „Niveau“ einer Bandenmentalität angenommen, wobei einige wohl der Meinung waren es sei wieder an der Zeit „SA“ zu spielen.

Dies scheint sich nun fortzusetzen, da jemand – wer auch immer – eine Münchner Hauswand mit dem Schriftzug „Hasselbach=Judenschwein“ zu „verschönern“ trachtete. Nun soll an dieser Stelle keineswegs die doch fragwürdige Personalie Hasselbach in Schutz genommen werden, nur scheint die Graffiti-Aktion für das geistige Niveau in bestimmten Teilen des NW zu sprechen. Für dieses geistige Niveau steht aber nicht nur der Sprüher sondern auch Hasselbach selbst, der missliebige Mitstreiter unter anderem dadurch zu disqualifizieren versuchte, indem er ihnen unterstellte sie seien „Juden“, dafür würde schon alleine die markante Nasenform sprechen, etc.

Sozialistische Positionen vertritt der angebliche „nationale Sozialist“ Hasselbach nun freilich nicht, so wie die meisten im NW. Deswegen hatte er als BIA-Sprecher auch das hohe Loblied auf den neoliberalen Sozialdarwinisten Sarrazin gesungen. Wie sich Hasselbach, der oft von „Staatsknete“/Hartz-IV lebte, ernähren will, falls Sarrazin seinen berühmten Hartz-IV-Ernährungskürzungsplan einmal in die Tat umsetzt, wird er selbst nicht so genau wissen. Natürlich hält man sich bei der Rechten München für irgendwie kapitalismuskritisch, deswegen beklagt man ja auch die wachsende Armut in Deutschland. Aber ein inhaltlich antikapitalistisches, gar sozialistisches Konzept ist dahinter nicht zu erkennen.

Das „gute“ deutsche Großkapital soll nur endlich einsehen das Deutschland nur im Verbund mit dem antisozialistischen „NS“ vor den „Klassenkämpfern“, die scheinbar an jeder Straßenecke lauern zu retten sei. Also das Hasselbach wie einst sein großes Vorbild Adolf Hitler beim Düsseldorfer Industriellenclub vorsprechen darf um dort darzulegen wie der antikapitalistischen Opposition das Rückrat zu brechen sei ist doch arg unwahrscheinlich.
Diese nationalkapitalistische Option entspricht nun der Position von Wulff, Heise und eben auch Hasselbach. Hier liegen die Pluspunkte des Dritten Weges im Vergleich zu Worch und Hasselbach. Im Programm des Dritten Weges lassen sich nun jedenfalls einige halbsozialistische Programmpunkte finden – etwa auf dem Niveau Gregor Strassers oder des frühen Goebbels – während „Die Rechte“ eher auf eine nationalliberale Wirtschaftsprogrammatik setzt, die man von der DVU kopiert hat.

Siehe: http://www.der-dritte-weg.info/index.php/menue/63/Zehn_Punkte_Programm.html

und http://die-rechte.com/programm/

Daß man sich in diesen Kreisen gegenseitig als „Juden“ beschimpft ist nicht nur durch einen krankhaften Antijudaismus zu erklären, sondern auch dadurch, dass man sich eigentlich nicht um Inhalte streitet – dafür ist man ideologisch ja auch auf zu dünnen Eis gebaut – sondern, das es darum geht in einer immer kleiner werdenden Szene das eigene Revier zu markieren, Führer zu spielen, Sektenboss. Der schlimmste Vorwurf welchen man also dem Konkurrenten an den Kopf werfen kann, ist, er sei angeblich ein „Jude“ . Sozusagen ein dummfaschistischer Klassiker und „Evergreen“.

Nun ist man sicherlich bei den Hasselbach-Kritikern im Hinterzimmer stramm antisemitisch, dafür unterstützt man aber den prowestlichen Putsch in der Ukraine. Die Swoboda-Partei, der Rechte Sektor, Radikale Partei und Asow-Bataillon haben längst ihre Fühler nach Israel ausgestreckt und treten bei ihren Veranstaltungen zum Teil mit israelischen Fahnen auf. Wie ein linker Blog zu berichten weiß demonstrierten in Frankfurt antideutsche Antifas gemeinsam mit Vertretern des Rechten Sektors für Israel.

Siehe: https://wurfbude.wordpress.com/2014/08/14/frankfurt-4-august-2014-pro-zionisten-ex-antifas-und-ukrainischer-rechter-sektor-gemeinsam-fur-israel/

So landen auch deutsche Antisemiten als Unterstützer des Rechten Sektors (ungewollt) im prozionistischen Arm. Hasselbach selbst dürfte eine andere Position einnehmen, da er sich gemeinsam mit dem Münchner Stadtrat und Ex-NPD-Vizechef Karl Richter an mehreren prorussischen „Montagsdemos“ beteiligt. In der gerade höchst aktuellen „Russlandfrage“ liegen die Pluspunkte also eher bei Hasselbach und Karl Richter als beim Dritten Weg.

Allerdings hat der Opportunist Hasselbach in München scheinbar kein Problem bei PI-News-Neocons und Israelfahnenschwenkern mitzulaufen.

Siehe: http://www.rechte-muenchen.de/bagida5/

Karl Richter sprach nun jedenfalls im Münchner Stadtradt mehrfach von faschistischen Mörderbanden, die in Kiew nun das Werk der WWG verrichteten. Unterstützer der ukrainischen NATO-Faschisten seien laut Richter „Dummnazis“. Dem kann man nicht wirklichwidersprechen und entspricht auch unserer Position.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=idVmpFiF8eU

Verfasser: Sozrev

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