Gotteslästerer unter Beschuß

Die multikulturelle Gesellschaft frißt ihre Kinder! Oder anders ausgedrückt: bestimmte Migrantengruppen verhalten sich nicht so aufgeklärt und tolerant, wie es das linksliberale Gutmenschentum von ihnen erwartet.

Als im Januar in Frankreich Millionen auf die Straße gingen und bekundeten: „Je suis charlie!“ (Ich bin Charlie!) und sich auch die vielen Zeitgeistsurfer bei uns dieser Parole anschlossen, war mir sofort bewußt: Je ne suis pas Charlie Hebdo! (Ich bin nicht Charlie Hebdo!).

Daß der neue NPD-Parteivorsitzende Frank Franz nach den Pariser Anschlägen auf der Facebook-Seite seiner Partei auf den linksliberalen Zug aufspringen wollte – mit der Parole „Je suis Charlie!“ paßt irgendwie zur jahrelangen Irrfahrt der Nationaldemokraten. Ob „Spiegel“, „taz“ und „Süddeutsche Zeitung“ sich im Falle eines Anschlags auf Frank Franz auch mit ihm und seiner Partei solidarisiert hätten?

Ins gleiche Horn stießen die Identitären, die in Salzburg mit dem Spruchband „Solidarité avec Charlie Hebdo!“ (Solidarität mit Charlie Hebdo) auf die Straße gingen. Mit dabei war Andreas Reindl, Salzburger FPÖ-Gemeinderat. Diese Aktion mag sicherlich gut gemeint gewesen sein, von Idealisten umgesetzt, aber es stellt sich doch die Frage, was wir Nationalisten, Patrioten und Identitären mit diesem linksliberalen Milieu zu schaffen haben? Eint uns vielleicht der gemeinsame Feind des Islamismus? Waren es nicht wir Nationalisten und Patrioten, die vor der Einwanderung vor allem nicht-europäischer Migranten immer wieder gewarnt haben, während uns gerade das linksliberale Milieu in den Rücken fiel, uns als „Ausländerfeinde“ und „Rassisten“ geschmäht und stigmatisiert hat? Wie viele berufliche und private Existenzen wurden von deren Hetze gegen alles Nationale beschädigt und vernichtet? Ist es nicht das linksliberale Milieu und im Schlepptau seine „Antifa“, die im Gleichklang mit dem großen Kapital nach immer mehr „Zuwanderung“ schreit?

Nein, mit diesem linksliberalen Milieu haben wir Nationalisten und Patrioten nichts, aber auch wirklich gar nichts zu schaffen. Hinzu kommt noch ein Mentalitätsunterschied: Als Nationalisten sind wir sicherlich auch moderne Menschen, historisch durch die Schule der Aufklärung gegangen, aber so etwas wie Anstand und Respekt vor Traditionen, vor den religiösen Gefühlen der Menschen, und seien es Fremde, ist uns nicht abhanden gekommen. Sicherlich, ich bin schon Anfang der 1990er Jahre aus politischen Gründen aus der katholischen Kirche ausgetreten, aber auf Kinofilme wie „Das Leben des Brian“, in dem Jesus Christus als Spottfigur vorgeführt wird, kann ich doch gut verzichten.

Nur zur Dokumentation:

Obwohl ich keiner Kirche mehr angehöre und auch kein praktizierender Christ mehr bin, weiß ich, daß die Mutter meiner Mutter Maria hieß und der älteste Bruder meines Vaters, mein Patenonkel, Josef. Die Fassade meines Elternhauses schmückt eine Marienstatue.

Siehe hierzu:

Es bereitet mir Unbehagen, wenn das, was meinen Vorfahren heilig gewesen war, von besonders aufgeklärten Menschen, die sich nur in ihrer sinnlosen Ich-Sucht gefallen, in den Dreck gezogen wird.

Die linksliberalen Gotteslästerer können von Glück reden, daß sich Christen dies alles gefallen lassen. Zudem wird der nach wie vor im BRD-Strafrecht vorhandene Gotteslästerungsparagraph (Paragraph 166 StGB) nicht angewandt. Derweilen schreiten Islamisten zur Selbstjustiz. Was freilich nicht angehen kann, daß sich bei uns in Parallelgesellschaften Sondergesetzgebungen herausbilden. Aber wie schon gesagt, gerade das linksliberale Milieu glaubt – anhand seiner Milieu-Theorie – Menschen bei uns, deren Vorfahren durch fremde Kulturen geprägt wurden, zu aufgeklärten, liberalen und völlig vernünftigen Europäern erziehen zu können. Nun schlagen allerdings die Therapierten auf ihre Therapeuten ein, wollen sich nicht mehr länger von den Ungläubigen therapieren lassen.

Die islamistischen Attentäter von Paris haben deutlich gemacht, daß sie die Logik von Charlie Hebdo nicht teilen, daß alles, aber auch wirklich alles, was Menschen auch heilig sein kann, in den Dreck gezogen werden darf. Es ist in diesem Zusammenhang auch völlig unsinnig, wenn immer wieder in „Talk Shows“ beschwichtigt wird, der islamistische Terrorismus habe nichts mit dem Islam zu tun. Scheinbar gestützt wird diese Falschbehauptung mit dem an sich richtigen Hinweis, daß die Mehrheit der Mohammedaner („Muslime“) bei uns friedlich sei. Allerdings sind beispielsweise die über vier Millionen Mohammedaner in der BRD der kulturell-religiöse Nährboden, auf dem die Minderheit der islamistischen Terroristen wächst und gedeiht.

Diese Sprößlinge aus mohammedanischen Familien reisen heute in den – von den USA, der Türkei und Saudi Arabien aufgepäppelten – „Dschihad“ in den Nahen Osten, um als Rückkehrer vielleicht morgen schon ein Attentat in Berlin oder Wien zu begehen. Es ist auch gut möglich, daß die Eltern dieser Dschihadisten liberale Mohammedaner sind, was aber kein Hindernis dafür ist, daß deren Kinder sich in der Ära des „Kampfes der Kulturen“ (Samuel Huntington) radikalisieren.

Karikatur hin, Karikatur her, in einem Punkt versteht das linksliberale Gutmenschentum keinen Spaß. Bei makabren Scherzen über Juden! So hatte doch der französische Komiker Dieudonné M’bala M’bala nach dem Anschlag auf einen koscheren Supermarkt, dem mehrere Menschen zum Opfer fielen, auf seiner Facebook-Seite mitgeteilt: „Heute Abend fühle ich mich wie Charlie Coulibaly.“ Coulibaly ist der Familienname des islamistischen Attentäters, der seine Tat auf den jüdischen Supermarkt unmittelbar nach dem Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo verübte.

Hier einer seiner Auftritte, bei dem auch die Themen „Juden“ und „Antisemitismus“-Vorwurf eine Rolle spielen:

Zu seiner Verhaftung siehe:
http://www.fr-online.de/kultur/dieudonn—niedere-beweggruende,1472786,30137782.html

Der Komiker Dieudonné wurde daraufhin wegen des Verdachts der Billigung von Terrorismus von der Polizei verhaftet. Der französische Mulatte gilt dem Mainstream seit langem als „Antisemit“. Der streitbare Komiker ist aber definitiv kein Islamist, vielmehr besuchte er in seiner Kindheit katholische Schulen. Hinzu kommt, daß Taufpate seines dritten Kindes der frühere Vorsitzende des Front National, Jean-Marie Le Pen, ist; getauft wurde es vom katholischen traditionalistischen Priester Philippe Laguérie, der auch dem Geschichtsrevisionismus nahesteht.

jüs

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Kommentare

  • bituika55  On 31. März 2015 at 18:29

    Das Wort „Charlie“ hat in der amerikanischen Umgangssprache auch die Bedeutung „Idiot, Dummkopf“. Nach dem Anschlag rannten also Millionen unter dem Schild „Ich bin Dummkopf“ durch die Straßen. Mehr sog i net.

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