14. Arbeitstagung der Sache des Volkes

Bereits zum 14. mal trafen sich Aktivisten und Sympathisanten der sozial- und nationalrevolutionären Gruppe Sache des Volkes im Rahmen einer zweitätigen Arbeitstagung in Franken. Das Veranstaltungskonzept sieht vor den Referenten und Teilnehmern Raum für Vorträge, Diskussionsbeiträge zu geben, wobei vom Grundsatz her alle anwesenden Nationalisten und Patrioten einzubinden sind. Der Sache des Volkes geht es zudem um die Verbindung von politischer Theorie und Praxis.

Bei dieser Arbeitstagung wurde ein relativ breites Themenspektrums mittels Vorträgen im Verbund bzw. Unterstützung von Power Point Präsentationen behandelt. Auf der Tagesordnung stand sowohl die Entwicklung in der Partei Alternative für Deutschland (AfD), eine Fehleranalyse der nationalen Spektrums, der Islamismus, die Thematik Ukraine und Russland sowie ein Vortrag unter dem Titel „die wissenschaftliche Methoden der Sache des Volkes“. Im Rahmen dieser Vorträge bestand auch genügend Raum für Diskussionen, Ergänzungen und Fragen an die jeweiligen Referenten.

Nun wird im nationalen Spektrum zwar viel über die rechtsliberale Alternative für Deutschland (AfD) geredet und geschrieben, allerdings ergibt sich relativ selten die Gelegenheit auch einmal mit Parteimitgliedern der AfD zu diskutieren oder deren Standpunkten von Angesicht zu Angesicht zu lauschen. Diesem Manko konnte auf der Arbeitstagung aber Abhilfe verschaffen werden. Ein Mitglied der AfD berichtete über die aus seiner Sicht negative Entwicklung in seiner Partei. So finde in der AfD derzeit ein heftiger Flügelkampf zwischen dem rechtsliberalen Lager um Lucke und Henkel statt, während sich die Kritiker dieses Kurses um die nationalkonservativen Exponenten Alexander Gauland (Brandenburg) und Björn Höcke (Thüringen) sammeln. Der konservative Flügel hatte in einem Papier die anpasserische Entwicklung in der AfD kritisiert.

Siehe: http://derfluegel.de/erfurterresolution.pdf

Hans-Olaf Henkel, Ex-Vorsitzender des BDI und Parteivize der AfD, warf daraufhin dem konservativen Flügel „völkischen Nationalismus“ und „Antiamerikanismus“ vor.

Siehe: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/streit-in-afd-henkel-warnt-vor-voelkischem-gedankengut/

Der Chefredakteur der Internetseite der Sache des Volkes wies im Rahmen einer Diskussion darauf hin das im Rahmen einer Hetzkampagne der rechtsliberale Flügel der AfD mittlerweile Unterstützung von Antifa-Journalisten bekäme. Jedenfalls will ein emsiger Antifa-Journalist den AfD-Mann Höcke als NPDler überführt haben.

Siehe: https://andreaskemper.wordpress.com/2015/03/15/wieviel-npd-hockt-in-der-afd/

Alles in Allem könnte es so der AfD-Referent durchaus zu einer Spaltung der Partei kommen. Dies liege nicht nur am opportunistischen Weichspülerkurs der Parteiführung sondern auch am unpluralistischen Machtgebaren des Parteivorsitzenden Bernd Lucke. Aus der Innenansicht heraus habe der Referent zudem das Gefühl gewonnen das viele Funktionäre in der AfD zudem in Wahrheit unpolitisch seien und gar kein echtes inhaltliches Ziel verfolgen. „Ziel“ sei viel mehr eine Regierunsgbeteiligung, was realistisch gesehen nur mit der CDU möglich ist. In einem solchen Fall so der Einwurf von Jürgen Schwab würde man die bisherigen AfD-Themen Eurokritik und Teilkritik am Multikulturalismus abräumen.

In einem Power Point Vortrag behandelte Martin Laus inhaltliche und strategische Fehler die es bislang verhinderten das nationale Gruppen und Parteien in der BRD wirkungsmächtig werden konnten. Viele im Nationalen Widerstand seien entweder im Grunde unpolitisch oder aber es ginge ihnen um „Geschichte“ und Ghettoisierung des eigenen Standpunktes. Zudem herrsche ein Mangel an fähigen Köpfen, was daran liege das intelligente nationaldenkende Deutsche nicht zu nationalen Gruppen stießen, da sie Repressionen im Arbeitsleben, in der Schule oder im Privatleben fürchten müssten. Zudem sie die Arbeit nationaler Gruppen im Bereich der neuen Medien eher unzureichend.

Der Referent plädierte dafür sich von einem bestimmten Menschenschlag zu trennen, dem es nicht um politische Inhalte ginge, sondern um die Position des Bürgerschrecks und Hollywoodnazis. Solange das Gesicht nationaler Organisationen von diesem Personenkreis mitgeprägt würde, sei kein entscheidender Aufschwung des nationalen Spektrums zu erwarten.

Die Pegida bzw. Teile deren Ableger sei es hingegen gelungen aus dem rechten Ghetto auszubrechen und zumindest in Mitteldeutschland durch eine kluge Strategie und Außendarstellung Teile des Volkes anzusprechen. Zumindest teilweise – trotz zahlreicher Fehler und Mängel der Pegida-Bewegung – sei Pegida aus Sicht des Referenten durchaus strategischer Fortschritt. Kurz und kritisch wurde auch die Anpasserei der AfD abgehandelt.

Der Chefredakteur der Sache des Volkes widmete sich in einem längeren Vortrag dem Themenkomplex des „Islamismus“ und beleuchtete dabei die verschiedenen Krisenregionen – von Syrien bis zum Kaukasus und Nigeria – in welchen der vom Westen geförderte Jihadismus wütet. Die WWG verfolge dabei das Ziel unbotsmäßige Regime zu schwächen oder gar zu stürzen. Auch Russland stünde in Tschetschenien oder Dagestan einem radikalen sunnitischen Islamismus gegenüber, der von den USA gefördert würde.

Beim Thema Islamismus sei aber zwischen verschiedenen Ausprägungen und Ausartungen zu unterscheiden. Während sich sunnitische Islamisten, wie die Muslimbrüder, Al Kaida-Gruppen und der IS vom US-Imperialismus instrumentalisieren lassen, sei der schiitische Islamismus etwa im Iran, Irak und Libanon eher positiv zu bewerten. Außenpolitisch sei also ein Bündnis mit dem Iran oder Hezbollah im Libanon wünschenswert, wobei das Hauptaugenmerk bei der Partnersuche im arabischen Raum auf nationalsäkularen Regierungsformen, wie etwa in Syrien unter Assad liege.

Die in der BRD von Gutmenschen und Islamverbänden aufgestellte Losung „Islam bedeutet Frieden!“ sei bei Kenntnis der islamischen Theologie eher als Propaganda zu entlarven. Dies belegte der Referent anhand zahlreicher Koran-Zitate und in Kenntnis der islamischen Theologie. Besonders intolerant und aggressiv argumentiere hier die extrem reaktionäre Strömung des Salafismus, aus der sich in erster Linie die Kopfabschneider und Massenmörder des Jihadismus rekrutieren.

Die Westliche Wertegemeinschaft habe nach dem 11. September zunächst auf Antiislamismus gesetzt, dies habe sich aber seit dem Jahr 2011 und dem sogenannten „arabischen Frühling“ geändert. Nun setzte man außenpolitisch auf den sunnitischen Islamismus, was sich dann auch vermehrt in der Innenpolitik niederschlägt, da man sich nun im Inland immer islamophiler gebärdet. Falsch sei aber auch ein genereller Antiislamismus (Islamophobie), viel mehr sei eine differenzierte Sicht notwendig. Wobei das Hauptaugenmerk einer nationalrevolutionären Zuwanderungskritik auf der Benennung der Ursachen zu liegen habe – nämlich auf der Einwanderungsstrategie des Großkapitals und auf der aggressiven Außenpolitik der WWG die immer neue Flüchtlingsströme produziert.

Am nächsten Tag erwarteten die Teilnehmer noch zwei Vorträge. Der Chefredakteur der SdV-Seite befasste sich mit der antirussischen Politik des Westens, die zudem eine akute Weltkriegsgefahr bedeute. In der Ukraine fungierten dabei vor allem Faschisten als Fußtruppen der NATO. Die Haltung einiger Nationaler in Deutschland sei dabei sehr widersprüchlich, da man sich etwa durchaus mit Putin solidarisiert, aber dann wieder auf die ukrainischen Dummfaschisten als Bündnispartner setzt. Russland sei für ein nationalsouveränes Deutschland ein wichtiger Bündnispartner, wobei es darum gehen müsse die USA als raumfremde Macht aus Europa heraus zu drängen.
Jürgen Schwab befasste sich in einem Vortrag, der mittels Power Point visuell aufbereitet wurde, mit den wissenschaftlichen Methoden der SdV. Es sei nicht wichtig wie linke und rechte Meinungsgegner die SdV beschimpfen („Nazis“ und „Bolschewisten“), sondern es gehe um eine wissenschaftlich fundeierte Sicht- und Erkennungsweise der eigenen Standpunkte. Der SdV ging es vor allem um die Suche nach dem für das deutsche Volk beste Gemeinwesen, also um die Staatskonzeption.

Die SdV würde deswegen undogamtisch rechte und linke Konzepte prüfen und in die Konzeption der SdV integrieren. Als politischer Theoretiker müsse man zunächst einmal rechte und linke Schriften und Konzepte verstehen und auslegen können. Philosophen und Denkschulen – etwa des historischen Liberalismus – seien nicht unbedingt für die Auswüchse des heutigen Kapitalismus vollumfänglich verantwortlich zu machen.

Entscheidend für die SdV seien die Denker des deutschen Idealismus , insbesondere Hegel. Dabei sei das rechtshegelianische Denken mit dem linkshegelianischen (Marx, Engels) zu vereinen. Diese beiden Denkschulen brachte der Nationalrevolutionär Ernst Niekisch, in der Weimarer Republik zusammen. Historisch gesehen beriefe sich die SdV zudem auf die Nationalrevolutionäre der Weimarer Republik – etwa auf Ernst Niekisch, Otto Strasser oder Karl Otto Paetel („Sozialrevolutionärer Nationalismus“).

Als Fazit läßt sich ziehen, daß sich insbesondere in diese Arbeitstagung der SdV alle Teilnehmer – vor allem auch durch eigene Diskussionsbeiträge – konstruktiv eingebracht haben. Man war sich darin einig, die Bemühungen politischer Bildungsarbeit fortsetzen zu wollen.

SdV-Redaktion

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